So, 21:53 Uhr
29.03.2015
Gelungener dritter Frühstückstreff
Rund 180 Frauen hatten gestern im Saal des Eichsfelder Hofes an den vom Frauenprojekt Tourisma Leinefelde frühlingshaft dekorierten Tischen Platz genommen und gespannt auf den Vortrag über die perfekte Frau gewartet.....
Ich will perfekt sein! Wie falsche Ideale das Leben verderben. - So lautete genau das Thema des Frauenfrühstückstreff am gestrigen Samstag genau. Und mit diesem war Christine Rösel, Diplompädagogin und Gemeindepädagogin nach Leinefelde gereist. Erstmals, wie sie sagte. Sie lobte die Zusammenarbeit von Kirche und Stadt für diese Veranstaltung, die nicht überall so gegeben sei und forderte Applaus ein für die Frauen, die hier alles vorbereitet und am Samstag beispielsweise schon um 6 Uhr im Eichsfelder Hof waren, um das Frühstücksbufett herzurichten.
In einer sehr herzerfrischenden Art stellte sie sich und ihr Thema dem Publikum vor. Bereits zu Beginn sah man einige Teilnehmerinnen des Frühstückstreffs, der in Leinefelde nun schon das dritte Mal durchgeführt wurde, anerkennend nicken. Offensichtlich hatte Christine Rösel genau den Nerv getroffen. Mit einer zum Teil sehr humorvollen und auf der anderen Seite zum Nachdenken anregende Art, brachte sie den Frauen ein Thema nahe, dass den meisten sehr bekannt vorkam.
Christiane Rösel:
Uns wird vermittelt: Eine Frau sollte immerwährend jung und gepflegt aussehen, ihre Kinder perfekt erziehen und dabei noch eine aufregende Ehe führen. Selbstverständlich ist sie erfolgreich im Beruf. Für ihre Lieben kocht sie gesund und wohlschmeckend. Der Mann dazu ist durchsetzungsfähig und gewandt und natürlich auch erfolgreich.
Wer täglich zwischen vielen Aufgaben jonglieren muss, kann nicht perfekt sein. Wir können uns bemühen, mehr nicht. Perfektionisten sind Menschen, die sich zwanghaft nach unmöglich hohen Zielen ausstrecken. Ihre Maßstäbe sind unerreichbar und unvernünftig hoch. Und sie sind der tiefen Überzeugung, das muss so sein. Diese Maßstäbe werden nicht in Frage gestellt, im Gegenteil, sie erscheinen ihnen sogar als völlig normal."
Die Referentin beantwortete die Frage, wie entsteht Perfektionismus so: Von Kindheit an wird uns doch klargemacht, dass die anderen meine Konkurrenten sind, die ich überwinden muss. Will ich nicht auf der Strecke bleiben, muss ich mich abstrampeln, um die unzähligen Verfolger abzuschütteln. Der Mensch wird mit der falschen Parole erzogen, dass sein Selbstwert in Frage gestellt ist. Dieses anerzogene, soziale Minderwertigkeitsgefühl erzeugt unter anderem Perfektionismus."
In einer kurzen Pause sollten die Teilnehmerinnen darüber sprechen, ob sie sich in dem Gesagten wiederfinden würden. Es entstand eine sehr rege Diskussion, das Thema interessierte alle und die meisten hofften natürlich auch, dass Christiane Rösel ihnen Lösungsansätze und Tipps geben könnte.
Sie ermutigte die Frauen, gut mit sich selbst umzugehen und sagte: ".. ich werde nicht gemessen an dem, was ich alles vorzuweisen habe, ich darf einfach sein. Und Gott bietet mir an, mein Leben in der Gemeinschaft mit ihm zu leben. Es muss auch nicht immer alles gelingen, ich kann Fehler machen und auf Grund seiner Gnade trotzdem bestehen."
Veränderung beginnt im Kopf und in der Wahrnehmung des Körpers und der Seele - Christiane Rösel machte den Frauen Mut, über ein Thema nachzudenken, dass einige täglich praktizieren, ohne es bislang so wahrhaben zu wollen. So gab es an diesem Vormittag von vielen ein positives Echo auf die Worte: "Ich beginne mit einem ersten Schritt."
Christiane Rösel wurde für ihren Vortrag herzlich gedankt. Dank gilt an dieser Stelle auch einmal der Gleichstellungsbeaudftragte der Stadt Leinefelde-Worbis, Jutta König, die mit ihrem Team Tourisma den Frühstückstreff mit ins Leben rief und viele Projekte in der Stadt durchführt.
Autor: enIch will perfekt sein! Wie falsche Ideale das Leben verderben. - So lautete genau das Thema des Frauenfrühstückstreff am gestrigen Samstag genau. Und mit diesem war Christine Rösel, Diplompädagogin und Gemeindepädagogin nach Leinefelde gereist. Erstmals, wie sie sagte. Sie lobte die Zusammenarbeit von Kirche und Stadt für diese Veranstaltung, die nicht überall so gegeben sei und forderte Applaus ein für die Frauen, die hier alles vorbereitet und am Samstag beispielsweise schon um 6 Uhr im Eichsfelder Hof waren, um das Frühstücksbufett herzurichten.
In einer sehr herzerfrischenden Art stellte sie sich und ihr Thema dem Publikum vor. Bereits zu Beginn sah man einige Teilnehmerinnen des Frühstückstreffs, der in Leinefelde nun schon das dritte Mal durchgeführt wurde, anerkennend nicken. Offensichtlich hatte Christine Rösel genau den Nerv getroffen. Mit einer zum Teil sehr humorvollen und auf der anderen Seite zum Nachdenken anregende Art, brachte sie den Frauen ein Thema nahe, dass den meisten sehr bekannt vorkam.
Christiane Rösel:
Uns wird vermittelt: Eine Frau sollte immerwährend jung und gepflegt aussehen, ihre Kinder perfekt erziehen und dabei noch eine aufregende Ehe führen. Selbstverständlich ist sie erfolgreich im Beruf. Für ihre Lieben kocht sie gesund und wohlschmeckend. Der Mann dazu ist durchsetzungsfähig und gewandt und natürlich auch erfolgreich.
Wer täglich zwischen vielen Aufgaben jonglieren muss, kann nicht perfekt sein. Wir können uns bemühen, mehr nicht. Perfektionisten sind Menschen, die sich zwanghaft nach unmöglich hohen Zielen ausstrecken. Ihre Maßstäbe sind unerreichbar und unvernünftig hoch. Und sie sind der tiefen Überzeugung, das muss so sein. Diese Maßstäbe werden nicht in Frage gestellt, im Gegenteil, sie erscheinen ihnen sogar als völlig normal."
Die Referentin beantwortete die Frage, wie entsteht Perfektionismus so: Von Kindheit an wird uns doch klargemacht, dass die anderen meine Konkurrenten sind, die ich überwinden muss. Will ich nicht auf der Strecke bleiben, muss ich mich abstrampeln, um die unzähligen Verfolger abzuschütteln. Der Mensch wird mit der falschen Parole erzogen, dass sein Selbstwert in Frage gestellt ist. Dieses anerzogene, soziale Minderwertigkeitsgefühl erzeugt unter anderem Perfektionismus."
In einer kurzen Pause sollten die Teilnehmerinnen darüber sprechen, ob sie sich in dem Gesagten wiederfinden würden. Es entstand eine sehr rege Diskussion, das Thema interessierte alle und die meisten hofften natürlich auch, dass Christiane Rösel ihnen Lösungsansätze und Tipps geben könnte.
Sie ermutigte die Frauen, gut mit sich selbst umzugehen und sagte: ".. ich werde nicht gemessen an dem, was ich alles vorzuweisen habe, ich darf einfach sein. Und Gott bietet mir an, mein Leben in der Gemeinschaft mit ihm zu leben. Es muss auch nicht immer alles gelingen, ich kann Fehler machen und auf Grund seiner Gnade trotzdem bestehen."
Veränderung beginnt im Kopf und in der Wahrnehmung des Körpers und der Seele - Christiane Rösel machte den Frauen Mut, über ein Thema nachzudenken, dass einige täglich praktizieren, ohne es bislang so wahrhaben zu wollen. So gab es an diesem Vormittag von vielen ein positives Echo auf die Worte: "Ich beginne mit einem ersten Schritt."
Christiane Rösel wurde für ihren Vortrag herzlich gedankt. Dank gilt an dieser Stelle auch einmal der Gleichstellungsbeaudftragte der Stadt Leinefelde-Worbis, Jutta König, die mit ihrem Team Tourisma den Frühstückstreff mit ins Leben rief und viele Projekte in der Stadt durchführt.




