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Di, 09:40 Uhr
17.11.2015
Urania Veranstaltung zum Stand der Kirchenbücher

Ältestes Kichenbuch stammt von 1583

Zu der URANIA-Veranstaltung in Dingelstädt vor ein paar Tagen hatten sich über 30 Interessierte im Bürgerhaus „Franz Hunstock“ eingefunden. Der Leiter des Bistumsarchivs Erfurt, Dr. Matscha, sprach zu dem Thema „Stand der Archivierung der katholischen Kirchenbücher des Obereichsfeldes“....

Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania) Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania)

Die ältesten Kirchenbücher des Obereichsfeldes kommen aus Uder – Beginn 1583, Martinfeld – Beginn 1600 und Helmsdorf - Beginn 1643. Zum Teil bestanden die Kirchenbücher auch nur aus losen Blättern. Die Eintragungen wurden nicht einheitlich vorgenommen, ebenso die Seitennummerierung. Bei den Taufen erfolgte bis ca. 1700 nur die Eintragung des Vaters. Manchmal wurden auch Bücher zerlegt und wieder neu zusammengefügt.

Für Ahnenforscher – Genealogen - wird das Suchen erschwert, wenn der Firmling bei der Firmung einen anderen Vornamen angenommen hat. Ab 1803 gab es vorgeschriebene Spalten für die Kirchenbücher. Kopien von Kirchenbüchern finden sich teilweise auch in den Kreisarchiven.

Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania) Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania)

Im Bistumsarchiv Erfurt wurden Kirchenbücher aus den Altdekanaten Küllstedt, Lengenfeld u. Stein, Ershausen und Heiligenstadt verfilmt, d. h. sie liegen jetzt als Rollenfilme dort vor. Die Einsicht der Filme kann im Archiv mit speziellen Lesegeräten erfolgen. Übersichten, Inhaltsverzeichnisse und wichtige Zusatzinformationen zu den verfilmten Kirchenbüchern lagen während der Veranstaltung aus und konnten von den Teilnehmern zur Zusendung per E-Mail bestellt werden.

Im Bistum liegen die Originalkirchenbücher von Diedorf, Dingelstädt, Helmsdorf, Hildebrandshausen, Katharinenberg, Kreuzebra, Lengenfeld unterm Stein, Silberhausen, Wendehausen und Zella und zwar die, die vor Einsetzen der Standesamtsregister am 01.01.1876 begannen. Ein Kirchenbuch von Silberhausen beginnt erst nach 1876. Dr. Matscha führte in seinem Vortrag aus, dass die „Deponierung zum Teil im Zuge der Verfilmung, zum Teil auch schon früher erfolgte, vor allem weil Pfarrer sich aus ihrer Sicht zudringliche Genealogen vom Hals halten wollten.“

Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania) Vortrag Dingelstädt (Foto: Urania)

Zur Veranschaulichung seiner Ausführungen hatte der Referent Originalkirchenbücher mitgebracht, die mit großem Interesse betrachtet wurden. Wann weitere Kirchenbücher archiviert werden, steht noch nicht fest. Auf Unverständnis stieß die Information, dass der Beirat des Bistumsarchivs einer digitalen Archivierung der Kirchenbücher nicht zugestimmt hat.

Kirchenbücher können im Bistumsarchiv per Film und evtl. im Original eingesehen werden, wobei die Nutzung per Film vorrangig erfolgt. Die Nutzung kostet 5 € pro Tag. Die Kirchenbücher, die nicht im Bistumsarchiv sind, befinden sich in der Regel in den zuständigen Pfarreien, also auch die sämtlicher Filialgemeinden, die früher selbständig waren. Dabei muss natürlich auch der neue Zuschnitt der Dekanate beachtet werden. Die Zugangsmöglichkeiten zu den Kirchenbüchern werden in den Pfarreien sehr unterschiedlich gehandhabt.

Einen zweiten Schwerpunkt des Abends waren die sogenannten Verkartungen der Kirchenbücher, die es als Ortsfamilienbücher, als Ortssippenbücher, als Excel-Tabellen, als PDF-Dateien oder auch per Internet einsehbar gibt. Der Vorteil besteht darin, dass die Ahnenforscher nicht mehr die Originalkirchenbücher für ihre Forschungen benötigen. Der Nachteil besteht darin, dass der Verkarter die Zuordnung der Familien vorgenommen hat. Eine Übersicht, von welchen Orten Verkartungen vorliegen, wurde von Herrn Born erstellt.

Auf der Internetseite http://www.ziegenfuss-genealogy.de/Verkartungen.htm ist die Übersicht mit Stand vom 10.03.2014 einzusehen. Diese Übersicht wurde – mit Zustimmung von Herrn Born - durch den Vorsitzenden der URANIA Eichsfeld Herrn Dr. Löffelholz nach Rücksprache mit mehreren Verkartern aktualisiert( Stand 22.10.2015) und um eine Spalte über die Art ergänzt, weil es mittlerweile von manchen Orten Verkartungen unterschiedlicher Art gibt. Diese Übersicht kann ebenso wie die Hinweise zu den verfilmten Kirchenbüchern beim Bistumsarchiv bei der URANIA (urania@urania-eichsfeld.de) zur Zusendung per E-Mail bestellt werden.





Autor: en

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