Sa, 08:15 Uhr
21.11.2015
Lebenshilfe Leinefelde-Worbis
Nur der Mensch ist gefragt, nicht sein Job...
Wer Menschen führen will, muss sich in sie hineinfühlen. Wie das praktisch funktioniert, testete Jens Nolte, Regionaldirektor der Volksbank Mitte in Leinefelde vor einigen Wochen....
Die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis bietet allen Interessierten die Chance, einmalig, kurzzeitig und freiwillig ohne weitere Verpflichtung für einen Tag in ihren Einrichtungen mitzuarbeiten. Dieser Difference Day eröffnet den Teilnehmern neue Perspektiven. Sie lernen die Arbeit von und mit Menschen mit Behinderung kennen und bekommen eine ganz neue Sicht auf das Thema Behinderung. Sie machen nachhaltige Erfahrungen, die empathische und kommunikative Fähigkeiten ausbildet.
Hier ist nur der Mensch gefragt und nicht die sonstige Rolle. Jens Nolte arbeitete als Verpacker in der Werkstatt, unterstützte schwerstbehinderte Menschen des Förderbereichs bei der Essenaufnahme, nahm in der Tabaluga-Förderschule an einem Tanzkurs teil und engagierte sich am Nachmittag in der Tom-Mutters-Wohnstätte. Hier bestand seine Aufgabe darin, an der alljährlich stattfindenden Modenschau teilzunehmen.
In einer Einrichtung, in der man zum ersten Mal ist, sich zu einkleiden zu lassen und sich gemeinsam mit Menschen mit Behinderung vor Gästen zu präsentieren, war eine große Herausforderung. Das brachte den Regionaldirektor doch sehr nahe an seine persönlichen Grenzen. Inmitten einer Schar von Bewohnern, die sich unbändig freuen, denen Kleidungsstücke übergeben wurden, die sie anzogen, um vor allen Besuchern auf und ab zu laufen, spürt man seine eigene Behinderung".
Die Wohnheim-Models hatten sichtlich Spaß. Sie hüpften und sprangen, drehten sich und ließen sich von allen Seiten anschauen. Voller Stolz nutzten sie den Laufsteg für ihre Show". In diesem Team als Fremder genauso unbefangen und fröhlich zu sein, fällt schwer.
Es zeigt aber auch, über welche Ressourcen geistig behinderte Menschen verfügen. Eine Erfahrung für Jens Nolte, die Respekt abverlangt vor dem Anders-sein und sie wird somit auch zu einer Begegnung mit sich selber, mit eigenen Verhaltensmustern, Wertvorstellungen und Vorurteilen.
Diese Erlebnisse waren für Jens Nolte nachhaltig und so lud er eine kleine Gruppe des Förderbereichs zu sich in die Volksbank nach Leinefelde ein, um ihnen seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Zu diesem Termin hieß er auch Klaus Schulze, Mitglied des Stadtrates von Leinefelde und Leiter der Arbeitsgruppe Barrierefreie Stadt willkommen.
Die Volksbank Mitte in Leinefelde bewirbt sich um den Titel Barrierefreie Einrichtung. Auch, wenn Klaus Schulze ein Problem damit hat, dass obilitätseingeschränkte Besucher der Volksbank vom Parkplatz und nicht von der Straße aus in das Haus gelangen, war er doch von der Behindertenfreundlichkeit im Inneren des Hauses angetan. Gemeinsam mit den behinderten Gästen der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis schaute er sich alle Räume mit großem Interesse an. Groß war die Freude bei den Lebenshilfebesuchern, als Regionaldirektor Jens Nolte und Firmenkundenbetreuer Andreas Karl einen riesigen Scheck über 600 Euro für die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis präsentierten.
Bei seinem Arbeitstag in der Lebenshilfe war ihm aufgefallen, dass es dort keinen Camcorder gibt. Mit diesen finanziellen Mitteln kann nun eine Videokamera angeschafft werden, damit künftig alle Höhepunkte, Events und Difference Days auch im Film festgehalten werden können. Sicher wird Jens Nolte mit seinen gemachten Erfahrungen auch andere Mitarbeiter der Volksbank Mitte für einen solchen besonderen Tag begeistern können.
Gisela Reinhardt
Autor: enDie Lebenshilfe Leinefelde-Worbis bietet allen Interessierten die Chance, einmalig, kurzzeitig und freiwillig ohne weitere Verpflichtung für einen Tag in ihren Einrichtungen mitzuarbeiten. Dieser Difference Day eröffnet den Teilnehmern neue Perspektiven. Sie lernen die Arbeit von und mit Menschen mit Behinderung kennen und bekommen eine ganz neue Sicht auf das Thema Behinderung. Sie machen nachhaltige Erfahrungen, die empathische und kommunikative Fähigkeiten ausbildet.
Hier ist nur der Mensch gefragt und nicht die sonstige Rolle. Jens Nolte arbeitete als Verpacker in der Werkstatt, unterstützte schwerstbehinderte Menschen des Förderbereichs bei der Essenaufnahme, nahm in der Tabaluga-Förderschule an einem Tanzkurs teil und engagierte sich am Nachmittag in der Tom-Mutters-Wohnstätte. Hier bestand seine Aufgabe darin, an der alljährlich stattfindenden Modenschau teilzunehmen.
In einer Einrichtung, in der man zum ersten Mal ist, sich zu einkleiden zu lassen und sich gemeinsam mit Menschen mit Behinderung vor Gästen zu präsentieren, war eine große Herausforderung. Das brachte den Regionaldirektor doch sehr nahe an seine persönlichen Grenzen. Inmitten einer Schar von Bewohnern, die sich unbändig freuen, denen Kleidungsstücke übergeben wurden, die sie anzogen, um vor allen Besuchern auf und ab zu laufen, spürt man seine eigene Behinderung".
Die Wohnheim-Models hatten sichtlich Spaß. Sie hüpften und sprangen, drehten sich und ließen sich von allen Seiten anschauen. Voller Stolz nutzten sie den Laufsteg für ihre Show". In diesem Team als Fremder genauso unbefangen und fröhlich zu sein, fällt schwer.
Es zeigt aber auch, über welche Ressourcen geistig behinderte Menschen verfügen. Eine Erfahrung für Jens Nolte, die Respekt abverlangt vor dem Anders-sein und sie wird somit auch zu einer Begegnung mit sich selber, mit eigenen Verhaltensmustern, Wertvorstellungen und Vorurteilen.
Diese Erlebnisse waren für Jens Nolte nachhaltig und so lud er eine kleine Gruppe des Förderbereichs zu sich in die Volksbank nach Leinefelde ein, um ihnen seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Zu diesem Termin hieß er auch Klaus Schulze, Mitglied des Stadtrates von Leinefelde und Leiter der Arbeitsgruppe Barrierefreie Stadt willkommen.
Die Volksbank Mitte in Leinefelde bewirbt sich um den Titel Barrierefreie Einrichtung. Auch, wenn Klaus Schulze ein Problem damit hat, dass obilitätseingeschränkte Besucher der Volksbank vom Parkplatz und nicht von der Straße aus in das Haus gelangen, war er doch von der Behindertenfreundlichkeit im Inneren des Hauses angetan. Gemeinsam mit den behinderten Gästen der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis schaute er sich alle Räume mit großem Interesse an. Groß war die Freude bei den Lebenshilfebesuchern, als Regionaldirektor Jens Nolte und Firmenkundenbetreuer Andreas Karl einen riesigen Scheck über 600 Euro für die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis präsentierten.
Bei seinem Arbeitstag in der Lebenshilfe war ihm aufgefallen, dass es dort keinen Camcorder gibt. Mit diesen finanziellen Mitteln kann nun eine Videokamera angeschafft werden, damit künftig alle Höhepunkte, Events und Difference Days auch im Film festgehalten werden können. Sicher wird Jens Nolte mit seinen gemachten Erfahrungen auch andere Mitarbeiter der Volksbank Mitte für einen solchen besonderen Tag begeistern können.
Gisela Reinhardt


