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Mi, 07:57 Uhr
16.12.2015
Thema Silvester

Es geht auch ohne Böller und Kracher

Keine Kracher und Raketen in der historischen Altstadt - das sagt sich Osterode auch in diesem Jahr und wird kein Feuerwerk rund um die alten Gemäuer dulden....

Feuerwehrauto (Foto: Stadt Osterode)
Löschfahrzeuge sollen in Osterode in der Silvesternacht im Gerätehaus bleiben. Foto: Stadt Osterode

Zur Jahreswende 2015/2016 werden Feuerwerke wieder aus der historischen Altstadt von Osterode am Harz verbannt. Für den 31. Dezember 2015 und den Neujahrstag 2016 hat die Stadt Osterode am Harz das Verbot ausgesprochen, dort Kleinfeuerwerke, Raketen, Knallkörper u. ä. abzubrennen. Ziel ist es, in der historischen Altstadt die Brandgefahr zu verringern.

In der Fachwerkstadt Osterode am Harz hat man mit Feuerwerk schlechte Erfahrungen gemacht: In der Silvesternacht 1998/1999 lösten Feuerwerkskörper einen Großbrand aus. Mehrere Häuser der Sösestadt brannten aus oder wurden schwer beschädigt. Als eine der ersten Städte Niedersachsens entschlossen sich die Verantwortlichen damals, das Abbrennen im Zentrum zu verbieten. Viele andere Städte sind diesem Beispiel inzwischen gefolgt. Probleme gibt es mit der Einhaltung des Verbots nicht, es wird von den Osterodern und den Silvesterbesuchern akzeptiert. Nur in sehr wenigen Fällen kam es bisher zu Verstößen. Hinweise auf die Regeln und Ermahnungen reichten aber aus, Bußgelder mussten nicht verhängt werden.

Allgemein wenig bekannt ist indes die Tatsache, dass es Abbrennverbote auch ohne ausdrückliche behördliche Anordnung ohnehin in bestimmten Bereichen gibt. So dürfen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Kinder- oder Altersheimen und von Fachwerkhäusern generell keine Böller und Raketen gezündet werden.


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