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Di, 20:36 Uhr
01.03.2016
Arbeitsagentur vor Ort bei Unternehmen

Stahlbau Hartleb international aufgestellt

Am ersten eines jeden Monats veröffentlicht die Arbeitsagentur die jüngsten Zahlen des Arbeitsmarktes. Karsten Froböse, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Nordhausen, die auch für das Eichsfeld zuständig ist, kam heute extra nach Leinefelde....

Karsten Froböse und Andrea Springer (Foto: Ilka Kühn) Karsten Froböse und Andrea Springer (Foto: Ilka Kühn)

Karsten Froböse und Andrea Springer von der Agentur für Arbeit Nordhausen

Ziel seines Besuches war das Unternehmen Stahlbau Hartleb in Leinefelde, das in zwei Jahren sein 25jähriges feiern kann und gut aufgestellt ist. Es hatte einen guten Grund, warum der Agentur-Chef heute die Presse zur monatlichen Verkündigung der aktuellen Zahlen gerade dorthin eingeladen hatte. Er war mit drei Schwerpunkten gekommen: neben den Arbeitsmarktzahlen ging es ihm vor allem um die Themen Fachkräfte und Metallbaubranche.

Gerhard Hartleb konnte die Gäste herzlich in seinem Unternehmen begrüßen und umriss kurz die Entwicklung der Firma, die sich Jahr für Jahr am Markt nicht nur halten sondern auch bestätigen konnte. "Uns geht es wie anderen Betrieben, Nachwuchs ist ein Problem", erklärte der Unternehmer. Aber er konnte auch einiges aufweisen, was noch nicht überall tägliche praxis ist. So haben mittlerweile ehemalige Lehrlinge sich durch Qualifizierung und Studium zu guten Fachkräften entwickelt, auf die der Betrieb nicht verzichten möchte, wie beispielsweise Denis Kämpfe, er konnte den Gästen seinen beruflichen Werdegang schildern.

"Denise hat studiert, ist hier jetzt Projektleiter, merkt, wie rauh der Wind auf den Baustellen ist", sagt sein Chef. Man brauche gestandene Leute, und die hat die Stahlbau Hartleb GmbH. Mehr als 100 Mitarbeiter sind im Leinefelder Betrieb beschäftigt, vier Kollonnen sind auf Montage. Die Aufträge gehen auch über Deutschland hinaus. Multikulturell ist die Zusammensetzung der Mitarbeiter, da arbeiten Kubaner genauso wie Polen, Russen u.a. Viele haben sich qualifiziert. Gerhard Hartleb sieht hier keine Probleme und gibt auch denen eine Chance, die jetzt neu ins Land gekommen sind, wie beispielsweise Yahya Abdul Hamid, einem jungen Mann aus Syrien.

Yahya Abdul Hamid und Friedrich Benz (li.) (Foto: Ilka Kühn) Yahya Abdul Hamid und Friedrich Benz (li.) (Foto: Ilka Kühn)

Am Arbeitsplatz bei Yahya Abdul Hamid mit seinem Betreuer Friedrich Benz

Der 30jährige ist seit vergangenem Sommer in Deutschland, kam zu Fuß, mit dem Schiff und der Bahn hier an. Seine Eltern und Brüder leben im Libanon im Flüchtlingslager, seine Schwester wurde in Syrien entführt, ihre Kinder leben bei den Großeltern im Lager.

Yahya ist angekommen und freut sich, dass er arbeiten kann. Wir haben mit ihm einen Glücksgriff getan, erklärt Jana Hundeshagen, die Tochter vom Chef. Sie und ihre Schwester Conny Ziegenfuß äußern sich sehr lobend über den jungen Mann, der sehr fleißig arbeitet und vor allem eine gute Eistellung zur Arbeit hat. Neben der Arbeit nimmt er an einem Kurs für Flüchtlinge teil, wo auch die deutsche Sprache gelehrt wird. Wenn er die Sprache eines Tages kann, steht auch einer Qualifizierung zum Schweißer nichts entgegen. Es geht hier vor allem um die Prüfungen, die nunmal in deutsch sind.

Auch wenn bei der täglichen Arbeit derzeit noch die Zeichensprache dominiert, die Deutschlehrerin hat sich schon lobend über Yahya Abdul Hamid geäußert.

Karsten Froböse erwähnte auch, dass in Deutschland niemand Angst haben muss, dass den Deutschen die Arbeitsplätze weggenommen werden. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt habe sich geändert, die Suche nach Fachkräften hat überall längst begonnen. Das Eichsfeld ist gut plaziert in den Arbeitsmarktergebnissen, hat die geringste Arbeitslosigkeit in Nordthüringen und auch die wenigsten jugendlichen Arbeitslosen.

In diesem Jahr wurden 455 freie Stellen gemeldet im Eichsfeld, davon sind über 40 prozent in verarbeitenden Bereichen. Allein das Baugewerbe meldet 27 Prozent mehr Stellen. Nicht vergessen darf man, dass ein Fünftel aller Beschäftigten innerhalb der nächsten zehn Jahre in Rente geht, betonte Karsten Froböse. Seit 2011 gibt es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber - auf 100 Stellen kommen 82 Schüler.

Fazit: Ohne Menschen aus dem Ausland werden wir das Beschäftigungsniveau nicht halten, so Karsten Froböse.
Ilka Kühn
Autor: en

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