Fr, 15:34 Uhr
18.03.2016
Antwort in Plenarsitzung
Verlagerung Bauausbildung noch nicht entschieden
Auf die Mündliche Anfrage des Abgeordneten Gerold Wucherpfennig im Thüringer Landtag zum Thema Verlagerung der Berufsausbildung im Bauhandwerk von Leinefelde nach Erfurt antwortete in der gestrigen (17.03.2016) Plenarsitzung Staatssekretärin Gabi Ohler aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport....
Sie machte deutlich, dass die Beratungen mit allen zuständigen Akteuren über die künftige Schulnetzgestaltung im Berufsfeld Bautechnik keine einvernehmliche Lösungen erbracht hätten. Eine abschließende Meinungsbildung ist noch nicht erfolgt. Die endgültige Lösung befindet sich noch in der Diskussion über die eventuelle Zusatzaufnahme von Schulstandorten, so die Staatssekretärin.
Allerdings bekräftigte sie auch den Entschluss der Landesregierung, die Beschulung nur noch an den drei Standorten in Erfurt, Weimar und Gera zu konzentrieren. Begründet wurde dieses mit dem Ziel, künftig einen effizienteren Lehrkräfteeinsatz und weiterhin hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Ein ausreichend qualifizierter Lehrkräftebedarf wäre in Erfurt ebenfalls abgesichert und zusätzliche Investitionskosten in die sächliche Ausstattung würden nicht entstehen.
Seine Kritik an der Landesregierung sieht Wucherpfennig bestätigt durch die klare Absicht, die Beschulung auf die drei Standorte Erfurt, Weimar und Gera zu konzentrieren. Die Ausbildung auf diese Standorte zu fokussieren unterstreicht eindeutig den Trend zum Zentralisieren entlang der Thüringer Städtekette. Wenn die Aussagen des Koalitionsvertrages zur Stärkung des ländlichen Raumes wirklich ernst gemeint sind, dann müssten in diesem konkreten Fall die Berufsschüler aus Erfurt zum Unterricht nach Leinefelde fahren und nicht die Berufsschüler Nordthüringens nach Erfurt. Das Leben ist keine Einbahnstraße und der ländliche Raum darf nicht, ausbluten‘.
Abgesehen davon gab es in den letzten Jahren keinerlei Beschulung von Maurern und Hochbaufacharbeitern in Erfurt. Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung in der Frage der besagten Verlagerung doch noch einlenkt und die langjährig im Eichsfeld bestehende Tradition der Berufsausbildung im Bauhandwerk nicht abgewürgt wird, so Wucherpfennig abschließend.
Im Übrigen wird der Erhalt der Beschulungsmöglichkeit in Leinefelde auch von seinen Kolleginnen im Landtag Christina Tasch und Birgit Pelke unterstützt, so wie sie ihm unmittelbar nach der Anfrage im Thüringer Landtag bestätigten.
Autor: enSie machte deutlich, dass die Beratungen mit allen zuständigen Akteuren über die künftige Schulnetzgestaltung im Berufsfeld Bautechnik keine einvernehmliche Lösungen erbracht hätten. Eine abschließende Meinungsbildung ist noch nicht erfolgt. Die endgültige Lösung befindet sich noch in der Diskussion über die eventuelle Zusatzaufnahme von Schulstandorten, so die Staatssekretärin.
Allerdings bekräftigte sie auch den Entschluss der Landesregierung, die Beschulung nur noch an den drei Standorten in Erfurt, Weimar und Gera zu konzentrieren. Begründet wurde dieses mit dem Ziel, künftig einen effizienteren Lehrkräfteeinsatz und weiterhin hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Ein ausreichend qualifizierter Lehrkräftebedarf wäre in Erfurt ebenfalls abgesichert und zusätzliche Investitionskosten in die sächliche Ausstattung würden nicht entstehen.
Seine Kritik an der Landesregierung sieht Wucherpfennig bestätigt durch die klare Absicht, die Beschulung auf die drei Standorte Erfurt, Weimar und Gera zu konzentrieren. Die Ausbildung auf diese Standorte zu fokussieren unterstreicht eindeutig den Trend zum Zentralisieren entlang der Thüringer Städtekette. Wenn die Aussagen des Koalitionsvertrages zur Stärkung des ländlichen Raumes wirklich ernst gemeint sind, dann müssten in diesem konkreten Fall die Berufsschüler aus Erfurt zum Unterricht nach Leinefelde fahren und nicht die Berufsschüler Nordthüringens nach Erfurt. Das Leben ist keine Einbahnstraße und der ländliche Raum darf nicht, ausbluten‘.
Abgesehen davon gab es in den letzten Jahren keinerlei Beschulung von Maurern und Hochbaufacharbeitern in Erfurt. Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung in der Frage der besagten Verlagerung doch noch einlenkt und die langjährig im Eichsfeld bestehende Tradition der Berufsausbildung im Bauhandwerk nicht abgewürgt wird, so Wucherpfennig abschließend.
Im Übrigen wird der Erhalt der Beschulungsmöglichkeit in Leinefelde auch von seinen Kolleginnen im Landtag Christina Tasch und Birgit Pelke unterstützt, so wie sie ihm unmittelbar nach der Anfrage im Thüringer Landtag bestätigten.