Di, 17:12 Uhr
20.12.2016
Gebietsreform
Wirtschaftsforum Eichsfeld widerspricht der IHK
Das Wirtschaftsforum Eichsfeld widerspricht dem Kreisgebietsreformvorschlag der IHK. In einem Schreiben an die Eichsfelder Nachrichten heißt es: "Mit Verwunderung hat das "Wirtschaftsforum Eichsfeld e.V." die Berichterstattung in der Presse vom 15.12.2016 unter der Überschrift: 'Wirtschaft und Ramelow einig bei Gebietsreform' zur Kenntnis genommen.....
Im Kommentar von Hr. Otto zu dieser Veröffentlichung wird gar das Wort 'Schulterschluss' verwendet. Diese grobe Vereinfachung möchten wir ausdrücklich zurückweisen.
Der von den IHK Vertretern präsentierte Vorschlag findet bei den Mitgliedern des Wirtschaftsforums Eichsfeld e.V. keine Zustimmung. Aus wirtschaftlicher Sicht erschließt sich bis heute nicht der Sinn dieser Zwangsfusion.
Die Vergrößerung von Strukturen führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Effizienz; eine Erfahrung die viele Unternehmer selbst gemacht haben. Des Weiteren ist es Aufgabe des Landes, die Strukturen von zwei zu fusionierenden Landkreisen so anzugleichen, dass eine reibungslose Arbeit erfolgen kann. Schließlich ist die Verwaltung einer Region kein Selbstzweck, sondern Dienst an der Bevölkerung.
Aus Sicht des 'Wirtschaftsforums Eichsfeld e.V.' ist es deshalb notwendig, einen neuen Partner des Landkreises Eichsfeld vor einer Zusammenführung seitens des Landes zu entschulden und die Haushaltsführung auf Doppik umzustellen.
Auch der Beitritt einzelner Kommunen in den Landkreis Eichsfeld ist eine Option. Im Vordergrund steht für die Mitglieder des Wirtschaftsforums, dass es keine Vergemeinschaftung von Schulden geben darf, die am Ende zu Mehrbelastungen der Bevölkerung in einem neuen Kreisgebilde führen und damit die Binnenwirtschaft Thüringens und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen belastet.
Es wäre zu wünschen gewesen, dass die IHK mit einer differenzierteren Stellungnahme an die Öffentlichkeit gegangen wäre. Die durch die Begriffsbildung "Thüringer Wirtschaft" und die aufwendige Präsentation eines mit der Landesregierung nahezu deckungsgleichen Vorschlages in den Räumen der Staatskanzlei zur Schau gestellte Vereinnahmung auch vieler Eichsfelder Unternehmen wird vom Wirtschaftsforum Eichsfeld e.V. ausdrücklich zurückgewiesen."
Dr. Thomas Simon
Vorsitzender des
Wirtschaftsforum Eichsfeld e.V.
Autor: enIm Kommentar von Hr. Otto zu dieser Veröffentlichung wird gar das Wort 'Schulterschluss' verwendet. Diese grobe Vereinfachung möchten wir ausdrücklich zurückweisen.
Der von den IHK Vertretern präsentierte Vorschlag findet bei den Mitgliedern des Wirtschaftsforums Eichsfeld e.V. keine Zustimmung. Aus wirtschaftlicher Sicht erschließt sich bis heute nicht der Sinn dieser Zwangsfusion.
Die Vergrößerung von Strukturen führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Effizienz; eine Erfahrung die viele Unternehmer selbst gemacht haben. Des Weiteren ist es Aufgabe des Landes, die Strukturen von zwei zu fusionierenden Landkreisen so anzugleichen, dass eine reibungslose Arbeit erfolgen kann. Schließlich ist die Verwaltung einer Region kein Selbstzweck, sondern Dienst an der Bevölkerung.
Aus Sicht des 'Wirtschaftsforums Eichsfeld e.V.' ist es deshalb notwendig, einen neuen Partner des Landkreises Eichsfeld vor einer Zusammenführung seitens des Landes zu entschulden und die Haushaltsführung auf Doppik umzustellen.
Auch der Beitritt einzelner Kommunen in den Landkreis Eichsfeld ist eine Option. Im Vordergrund steht für die Mitglieder des Wirtschaftsforums, dass es keine Vergemeinschaftung von Schulden geben darf, die am Ende zu Mehrbelastungen der Bevölkerung in einem neuen Kreisgebilde führen und damit die Binnenwirtschaft Thüringens und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen belastet.
Es wäre zu wünschen gewesen, dass die IHK mit einer differenzierteren Stellungnahme an die Öffentlichkeit gegangen wäre. Die durch die Begriffsbildung "Thüringer Wirtschaft" und die aufwendige Präsentation eines mit der Landesregierung nahezu deckungsgleichen Vorschlages in den Räumen der Staatskanzlei zur Schau gestellte Vereinnahmung auch vieler Eichsfelder Unternehmen wird vom Wirtschaftsforum Eichsfeld e.V. ausdrücklich zurückgewiesen."
Dr. Thomas Simon
Vorsitzender des
Wirtschaftsforum Eichsfeld e.V.