Di, 11:30 Uhr
16.05.2017
Leinefelde
Ausstellung zur Landesgartenschau eröffnet
Ein kleiner Vorgeschmack auf die Landesgartenschau im Jahr 2024 gab es gestern im Sozialen Zentrum in Leinefelde. Die Stadtverwaltung hatte Vertreter verschiedener Institutionen eingeladen zur Eröffnung einer Wanderausstellung, die von der jetzigen Landesgartenschau-Stadt Apolda ins Eichsfeld gebracht wurde und zwei Wochen besucht werden kann.....
Herzlich begrüßte Bürgermeister Marko Grosa die Gäste, darunter auch den Geschäftsführer der Landesgartenschau Apolda GmbH, Detleff Wierzbitzki und dessen Mitarbeiterin Nancy Hampel. Es waren aus der Südstadt auch einige Bewohner gekommen, die ihren Protest lautstark verkündeten. Sie bangen um ihre Garagen und machen der Stadt den Vorwurf, sie einfach abreißen zu wollen. Er sei darüber verwundert, sagte Bürgermeister Gros zu Beginn.
Detleff Wierzbitzki, Marko Grosa und Roland Senft (v.li.)
Doch eins ist auch klar: Die Stadtverwaltung kann es tun, ohne jemand vorher fragen zu müssen. Soweit wollte es Bürgermeister Marko Grosa eigentlich nicht kommen lassen und der Zuschlag war ja auch noch nicht erteilt für die Landesgartenschau.
Wie die Entwicklung von der Idee bis zur Umsetzung verlief, davon berichtete der Geschäftsführer. Es sei ein steiniger Weg gewesen und habe sieben bis acht Jahre gedauert. Aber es ist für eine Stadt auch von enormer Bedeutung. Schließlich ist es eine Chance für die Stadtentwicklung, Projekte können vorangetrieben werden, für die das Geld fehlte. Detleff Wierzbitzki sagte, dass nur Maßnahmen gemacht worden sind, die sowieso hätten gemacht werden müssen und die von dauerhafter Bedeutung sind.
Was zeichnet nun die Landesgartenschau in Apolda aus?
Die 15 h große Parkanlage entstand vor mehr als einhundert Jahren. Die Gesamtfläche der beiden Teiche (Lohteich und Friedensteich) beträgt 22.000 m². Sie werden während der Landesgartenschau unterschiedlich bespielt. Die Parkwege ermöglichen interessante Sichtachsen auf Wiesen und Solitärbäume. Dabei haben die ältesten Bäume ein geschätztes Alter von 150 und 190 Jahren. Im gesamten Park wurden 140 Bäume, 3.300 Sträucher, 12.000 Stauden und 150.000 Zwiebeln neu gepflanzt.
An 149 Tagen wird ein breites Veranstaltungsprogramm präsentiert; so u. a. Ausstellungen, Führungen, Blumenschauen sowie ein buntes Programm aus unterschiedlichen Veranstaltungen der Genres Pop, Klassik, Schlager, Volkstümliche Musik, Zauberei und Comedy.
Was sich durch die Landesgartenschau in Leinefelde alles verändern könnte, darüber sprach Roland Senft vom Bauamt der Stadt. Er betonte, dass es eine genauso große Herausforderung sei, wie vor 20 Jahren, als die Teilnahme an der Expo 2000 ins Leben gerufen wurde.
Roland Senft zeigte auch die Entwicklung kurz auf, die sich in Leinefelde getan hat und dass wir alle von solch einer Maßnahme, wie der Landesgartenschau nur profitieren können. Die Stadt hatte auch Stellwände mitgebracht, in denen man einen Eindruck davon bekam, wie das Gebiet in Leinefelde einmal aussehen könnte.
Die Vertreter der Stadt standen noch für Fragen und Antworten bereit und wurden von den Garagenbesitzern auch dicht umlagert. Wie aus den Gesprächen zu entnehmen war, ging es nicht um Veränderungen in der Stadt, da sei man durchaus dafür. Es geht darum, dass für eine Garage in der Südstadt jetzt lediglich 4 Euro (!) im Monat an Miete gezahlt werden muss. Ein sicher einmaliger Preis in ganz Deutschland.
Die jetzigen Garagenbesitzer fürchten, dass sie für neue Garagen mehr bezahlen müssen. Fast ein Drittel hat aber schon bekundet, dass sie keine Garage mehr möchten. Und eins muss man auch wissen: der Garagenkomplex ist in den Jahren von seiner Entstehung zu DDR-Zeit bis heute zum Treffpunkt geworden, auch wenn in mancher Garage gar kein Auto mehr steht. Und das möchten manche auch nicht missen.
Allerdings ist es nicht gerade schön, wenn in einer Ausstellungseröffnung, wo Gäste ihre Erfahrungen mitteilen wollen, Mitarbeiter der Stadt auch noch von Garagenbesitzern beleidigt werden. So wurde einer Mitarbeiterin, die Getränke verteilte, gesagt, verschwinde mit deinem Tablett, wir sind nicht käuflich...
Auch in Apolda gab es in der Vorbereitungszeit Leute, die der Landesgartenschau kritisch gegenüber standen, aber mit der Zeit und der fortschreitenden Entwicklung wichen Protest und Skepsis der Meinung, dass doch sehr Schönes entstehen würde. Heute ist die Nachfrage, auch nach Dauerkarten groß, verriet uns Nancy Hampel vom Team der Landesgartenschau Apolda.
Ilka Kühn
Autor: enHerzlich begrüßte Bürgermeister Marko Grosa die Gäste, darunter auch den Geschäftsführer der Landesgartenschau Apolda GmbH, Detleff Wierzbitzki und dessen Mitarbeiterin Nancy Hampel. Es waren aus der Südstadt auch einige Bewohner gekommen, die ihren Protest lautstark verkündeten. Sie bangen um ihre Garagen und machen der Stadt den Vorwurf, sie einfach abreißen zu wollen. Er sei darüber verwundert, sagte Bürgermeister Gros zu Beginn.
Detleff Wierzbitzki, Marko Grosa und Roland Senft (v.li.)
Doch eins ist auch klar: Die Stadtverwaltung kann es tun, ohne jemand vorher fragen zu müssen. Soweit wollte es Bürgermeister Marko Grosa eigentlich nicht kommen lassen und der Zuschlag war ja auch noch nicht erteilt für die Landesgartenschau.
Wie die Entwicklung von der Idee bis zur Umsetzung verlief, davon berichtete der Geschäftsführer. Es sei ein steiniger Weg gewesen und habe sieben bis acht Jahre gedauert. Aber es ist für eine Stadt auch von enormer Bedeutung. Schließlich ist es eine Chance für die Stadtentwicklung, Projekte können vorangetrieben werden, für die das Geld fehlte. Detleff Wierzbitzki sagte, dass nur Maßnahmen gemacht worden sind, die sowieso hätten gemacht werden müssen und die von dauerhafter Bedeutung sind.
Was zeichnet nun die Landesgartenschau in Apolda aus?
Die 15 h große Parkanlage entstand vor mehr als einhundert Jahren. Die Gesamtfläche der beiden Teiche (Lohteich und Friedensteich) beträgt 22.000 m². Sie werden während der Landesgartenschau unterschiedlich bespielt. Die Parkwege ermöglichen interessante Sichtachsen auf Wiesen und Solitärbäume. Dabei haben die ältesten Bäume ein geschätztes Alter von 150 und 190 Jahren. Im gesamten Park wurden 140 Bäume, 3.300 Sträucher, 12.000 Stauden und 150.000 Zwiebeln neu gepflanzt.
An 149 Tagen wird ein breites Veranstaltungsprogramm präsentiert; so u. a. Ausstellungen, Führungen, Blumenschauen sowie ein buntes Programm aus unterschiedlichen Veranstaltungen der Genres Pop, Klassik, Schlager, Volkstümliche Musik, Zauberei und Comedy.
Was sich durch die Landesgartenschau in Leinefelde alles verändern könnte, darüber sprach Roland Senft vom Bauamt der Stadt. Er betonte, dass es eine genauso große Herausforderung sei, wie vor 20 Jahren, als die Teilnahme an der Expo 2000 ins Leben gerufen wurde.
Roland Senft zeigte auch die Entwicklung kurz auf, die sich in Leinefelde getan hat und dass wir alle von solch einer Maßnahme, wie der Landesgartenschau nur profitieren können. Die Stadt hatte auch Stellwände mitgebracht, in denen man einen Eindruck davon bekam, wie das Gebiet in Leinefelde einmal aussehen könnte.
Die Vertreter der Stadt standen noch für Fragen und Antworten bereit und wurden von den Garagenbesitzern auch dicht umlagert. Wie aus den Gesprächen zu entnehmen war, ging es nicht um Veränderungen in der Stadt, da sei man durchaus dafür. Es geht darum, dass für eine Garage in der Südstadt jetzt lediglich 4 Euro (!) im Monat an Miete gezahlt werden muss. Ein sicher einmaliger Preis in ganz Deutschland.
Die jetzigen Garagenbesitzer fürchten, dass sie für neue Garagen mehr bezahlen müssen. Fast ein Drittel hat aber schon bekundet, dass sie keine Garage mehr möchten. Und eins muss man auch wissen: der Garagenkomplex ist in den Jahren von seiner Entstehung zu DDR-Zeit bis heute zum Treffpunkt geworden, auch wenn in mancher Garage gar kein Auto mehr steht. Und das möchten manche auch nicht missen.
Allerdings ist es nicht gerade schön, wenn in einer Ausstellungseröffnung, wo Gäste ihre Erfahrungen mitteilen wollen, Mitarbeiter der Stadt auch noch von Garagenbesitzern beleidigt werden. So wurde einer Mitarbeiterin, die Getränke verteilte, gesagt, verschwinde mit deinem Tablett, wir sind nicht käuflich...
Auch in Apolda gab es in der Vorbereitungszeit Leute, die der Landesgartenschau kritisch gegenüber standen, aber mit der Zeit und der fortschreitenden Entwicklung wichen Protest und Skepsis der Meinung, dass doch sehr Schönes entstehen würde. Heute ist die Nachfrage, auch nach Dauerkarten groß, verriet uns Nancy Hampel vom Team der Landesgartenschau Apolda.
Ilka Kühn




