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Fr, 11:57 Uhr
30.06.2017
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit sinkt vor den Sommerferien deutlich

Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht weiter. Ende des ersten Halbjahres 2017 sank die Zahl der Arbeitslosen in allen drei Landkreisen auf einen neuen Tiefststand, das teilte heute die Nordhäuser Agentur für Arbeit zum Pressegespräch in den Räumen des St. Jacob Hauses der Diakonie...

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Nordhäuser Arbeitsagentur beschreibt die Entwicklung: „Die Personalnachfrage ist im ersten Halbjahr gestiegen, die Zahl der Entlassungen weiter rückläufig.

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Auch wenn ich mich jeden Monat wiederhole, aber an dieser Stelle tue ich das gern: Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1990.“ Noch nie habe man auf eine Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent blicken können. Nordthüringen sei inzwischen vergleichbar mit Mainz oder Bonn und habe eine deutlich bessere Quote als das Bundesland Nordrhein-Westfalen und benachbarte Großstädte wie Hannover oder Kassel, so Froböse.

Die höchste Reduzierung der Arbeitslosigkeit habe man im Eichsfeld registriert. Hier sei die Zahl der Jobsuchenden um rund 14 Prozent zum Juni 2016 gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt erstmals bei glatt vier Prozent. Der Kyffhäuserkreis habe aktuell weniger als 3.200 Arbeitslose, das sei ein Minus von fast 12 Prozent zum Vorjahr. Die Quote habe auch hier mit 8,2 Prozent den niedrigsten Stand seit 1990 erreicht und sei mit Städten wie Ludwigshafen oder Köln vergleichbar. Im Landkreis Nordhausen waren Ende Juni etwas über 3 000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,7 Prozent

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

„Arbeitskräfte sind knapper geworden. Mitarbeiter werden deshalb länger gehalten und weniger schnell entlassen als noch vor ein paar Jahren.“ Das gelte auch für Jugendliche nach dem Ausbildungsende, meint Karsten Froböse. Wer junge Leute qualifiziere, wisse die Fachkraft mehr denn je zu schätzen. Für Fachkräfte sei außerdem das Risiko arbeitslos zu werden, um ein Vielfaches geringer. „Die Medaille hat aber eine zweite Seite. Bei Personen ohne betrieblichen oder schulischen Abschluss ist die Arbeitslosigkeit fünfmal höher. Ein Berufsabschluss bringt eine sichere Zukunft und über das gesamte Berufsleben hinweg rund 200 000 Euro mehr Einkommen gegenüber einem Ungelernten.

Rund 550 Jugendliche sind derzeit in der Agentur für Arbeit und den drei Jobcentern arbeitslos gemeldet. Die Quote liegt aktuell bei 5,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,3 Prozent.

Fachkräfte in der Pflege gefragt

Die Gesundheits- und Pflegebranche boomt. Sowohl in der Kranken- und Altenpflege, als auch in anderen medizinischen Bereichen steigen die Beschäftigungszahlen. Über 7.000 Arbeitnehmer sind in Nordthüringen in Pflegeberufen und Sozialbereichen tätig. Der Beschäftigungszuwachs lag allein in den letzten drei Jahren bei knapp siebzehn Prozent. „Die Menschen werden älter und damit nimmt die Pflegebedürftigkeit zu.“

Seit 2005 habe sich die Zahl der Pflegeeinrichtungen in der Region von 44 auf 75 erhöht. Tendenz steigend. „Hierfür braucht man Personal“, unterstreicht Karsten Froböse. In den letzten Jahren konnten rund 250 Personen mit Hilfe der Arbeitsagentur ihre Qualifizierung im Bereich der Altenpflege abschließen. „Pflegen heißt helfen und kümmern.“ Das sei Dienst am Menschen und eine verantwortungsvolle Aufgabe, so der Agenturchef. Wer helfen möchte, dem steht ab September die Tür in eine neue berufliche Zukunft mit einer Qualifizierung zum Altenpfleger offen.

Noch 600 freie Ausbildungsstellen

Rund 1.300 Bewerber haben sich von Oktober bis Ende Juni bei den Berufsberatern gemeldet. Demgegenüber stehen 1.365 Ausbildungsstellen. Wer noch immer ohne Ausbildungsvertrag ist, sollte kurzfristig den Berufsberater einschalten. Über 600 freie Ausbildungsangebote gibt es aktuell noch. Mit 270 Angeboten kommt der größte Anteil aus dem verarbeitenden Gewerbe. 160 Stellen sind aus dem Dienstleistungssektor und dem Handel.

Der Blick in die Landkreise:

Nordhausen: Die Arbeitslosigkeit hat sich von Mai auf Juni um 48 auf 3.084 Personen verringert. Das waren 277 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 7,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 7,7%. Dabei meldeten sich 636 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 64 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 678 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–140).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.768 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 401 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.914 Abmeldungen von Arbeitslosen (–647). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juni um 5 Stellen auf 347 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Arbeitsstellen mehr.

Arbeitgeber meldeten im Juni 131 neue Arbeitsstellen, 7 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 851 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 15.

Eichsfeld: Die Arbeitslosigkeit hat sich von Mai auf Juni um 164 auf 2.174 Personen verringert. Das waren 350 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 4,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,6%. Dabei meldeten sich 492 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 58 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 659 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+22).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.988 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 353 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.407 Abmeldungen von Arbeitslosen (–271). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juni geringfügig gesunken, und zwar um 2 auf 740; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 30 Arbeitsstellen mehr.

Arbeitgeber meldeten im Juni 158 neue Arbeitsstellen, 1 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.260 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 33.

Kyffhäuserkreis: Die Arbeitslosigkeit hat sich von Mai auf Juni um 88 auf 3.197 Personen verringert. Das waren 427 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 8,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,1%. Dabei meldeten sich 561 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 107 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 643 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–175).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.376 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 520 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.899 Abmeldungen von Arbeitslosen (–602).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juni um 3 Stellen auf 431 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 112 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 95 neue Arbeitsstellen, 32 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 822 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 85.
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
30.06.2017, 15:58 Uhr
Aprilscherz
Haben wir Heute den 1. April ?
Thüringen-Mann
30.06.2017, 19:03 Uhr
Arbeitslosigkeit ??
Arbeitslosigkeit sinkt wo denn. Kenne jemanden in NDH der schon 6-7 Jahre zu Hause ist und H4 bezieht.
Er keine Lust mehr zu arbeiten sagte er.
Ihn geht's so viel besser sagte er. (Auto,Urlaub u.s.w.)
Arbeitsamt NDH sagt das sie eben nix haben für ihn.
Fischkopf
30.06.2017, 19:44 Uhr
tja, wenn man ...
... die 1 € Jobber, Leiharbeiter und die Leute die vom Amt kein Pfennig bekommen ( somit auch nicht in der Statistik ) rausrechnet, dann kann man auch solche " schönen " Zahlen veröffentlichen sich damit rühmen.
geloescht.20250302
30.06.2017, 23:11 Uhr
Der monatliche Froböse-Report!
Man kann ihm die Schönrednerei nicht mal mehr übelnehmen.

Zahlenjongleure haben keine Empathie für die Schicksale dahinter.
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