Di, 12:01 Uhr
24.10.2017
Heilbad Heiligenstadt
Im Kneipp-Kindergarten kann´s losgehen
Und zwar mit der sogenannten energetischen Sanierung. Die Fördermittel wurden gestern übergeben. Dazu war Staatssekretär Dr. Klaus Sühl wieder nach Heilbad Heiligenstadt gereist, um sich auch selbst mal ein Bild vom Kneipp-Kindergarten zu machen....
Und er wurde herzlichst empfangen. Nicht nur von Bürgermeister Thomas Spielmann und der Kindergartenleitung, auch von einigen der 173 Kinder, die diesen Kindergarten besuchen. Die große Gruppe brachte den Gästen ein musikalisches Ständchen (für die anderen Kinder war Mittagsschlaf) und zeigte zugleich, dass sie sich in diesem Kindergarten sehr wohl fühlen.
Auch wenn es den Anschein habe, dass der Kindergarten in Bezug auf das Gebäude intakt ist, dann trüge der Schein, vermittelte der Bürgermeister. Die Dämmung lässt zu wünschen übrig, das Dach ebenso. Die Heizkosten sind zu hoch und bei den Stromkosten ließe sich auch einiges sparen. Doch dazu braucht man nun mal eben die nötigen finanziellen Mittel, um dann sparen zu können.
Der Staatssekretär war natürlich nicht mit leeren Händen nach Heilbad Heiligenstadt gekommen. Er überreichte Thomas Spielmann den Förderbescheid in Höhe von 317 000 Euro und freut sich, dass die Stadt die notwendigen Eigenmittel bereitstellt. Insgesamt kostet die Maßnahme 396 800 Euro. Und dafür soll das Geld verwendet werden: Dämmung der obersten Geschossdecke, Dachdeckerarbeiten, Malerarbeiten Dachgeschoss (Anpassung Dachdeckerarbeiten), Modernisierung der Heizungs- und Warmwasserinstallation sowie der Elektroinstallation, Aufbereitung in den Gruppenräumen mit Elektro Warmwasserwandgeräten, Verbesserung der Wasserhygiene, Rückbau Zirkulations und Warmwasserleitungen, Elektroinstallation Austausch vorh. Beleuchtung gegen LED Beleuchtung, incl. Elektroinstallation Kellergeschoss PV Anlage, Fassadensanierung, Wärmedämmverbundsystem Fassadengestaltung (Dämmung der Fassade+ Malerarbeiten), Planungsleistungen u.a.
Da gibts viel zu tun und Dr. Sühler wünschte eine erfolgreiche Sanierung. Bei der energetischen Sanierung des Kindergartens kommt eine gute Doppelstrategie zum Einsatz. Einerseits wird der Energieverbrauch gesenkt, zudem wird in Zukunft Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern spart auch Kosten im laufenden Betrieb, sagte der Staatssekretär.
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonneneinstrahlung in Energie um. Die Modernisierung der technischen Anlagen und Dämmmaßnahmen am Haus tragen dazu bei, Energie zu sparen. Der Endenergieverbrauch des Gebäudes wird dadurch jährlich um 56,6 Megawattstunden sinken. Das bedeutet eine Unterschreitung der gesetzlichen Energiestandards um 44 Prozent und vermindert den Schadstoffausstoß um 11,6 Tonnen CO2 pro Jahr.
Bei den Gebäuden liegen erhebliche Potenziale, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen. Die nutzen wir durch gezielte Förderung von Vorhaben zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Der Kindergarten Sebastian Kneipp wird deutlich umweltschonender und klimafreundlicher. Gerade für Kinder ist das eine wichtige Botschaft. Ich bin mir sicher, dass auch kleine Kinder sich dafür begeistern können, dass Sonnenlicht auf dem Dach in Strom umgewandelt wird, so Staatssekretär Sühl.
Er verabschiedete sich aus Heilbad Heiligenstadt natürlich nicht, ohne sich den Kindergarten auch angesehen zu haben. Michaela Mock, Leiterin, hattes bereits beim Empfang die Einrichtung vorgestellt. Der Heiligenstädter Kneipp-Kindergarten sei einer von insgesamt vier in ganz Thüringen und der einzige im Eichsfeld, der nach dem kneippschen Prinzip die Kinder betreut.
Was sie alles aufzählte, hörte sich sehr gesund an, wovon sich der Staatssekrtär dann auch selbst überzeugen konnte. Im einstigen Keller ist ein großes Wassertretbecken, denn Wasser ist das A und O bei Kneipp. In der für die Kinder gebauten modernen Küche lernen die Mädchen und Jungen gesundes Essen zuzubereiten. Die Freianlage bietet viele Möglichkeiten zum Spiel draußen, außerdem geht es so oft wie möglich in den angrenzenden Wald.
Ilka Kühn
Wissenswert:
Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass den Thüringer Kommunen in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 232 Mio. Euro an EFRE-Fördermitteln zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung stehen. Insgesamt 40 Thüringer Kommunen haben sich in einem vom TMIL durchgeführten Wettbewerb als antragsberechtigte EFRE-Kommunen qualifiziert.
Die Mittel werden für vier thematische Schwerpunkte eingesetzt. Für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude stehen 30 Mio. Euro bereit. Die energetische Stadt- und Quartierssanierung wird mit 50 Mio. Euro gefördert. Für Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung stehen 132 Mio. Euro zur Verfügung und 20 Mio. Euro für die Revitalisierung von Brachflächen.
Die meisten der 40 antragsberechtigten EFRE-Kommunen haben Vorhaben angemeldet oder bereits beantragt. Das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde im Auftrag des TMIL wird im Laufe des Jahres weiteren Förderanträgen stattgeben und EFRE-Mittel in Millionenhöhe bewilligen. Dennoch werden auch für die folgenden Programmjahre noch ausreichend EFRE-Mittel für kommunale Projekte in allen vier Schwerpunkten zur Verfügung stehen.
Die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien dient dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Versorgungssicherheit und leistet einen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und Deutschland. Hauptziel der kommunalen Projekte nachhaltiger Stadtentwicklung ist es, attraktive Wohn-, Mobilitäts- und Wirtschaftsbedingungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen und zu erhalten.
Autor: enUnd er wurde herzlichst empfangen. Nicht nur von Bürgermeister Thomas Spielmann und der Kindergartenleitung, auch von einigen der 173 Kinder, die diesen Kindergarten besuchen. Die große Gruppe brachte den Gästen ein musikalisches Ständchen (für die anderen Kinder war Mittagsschlaf) und zeigte zugleich, dass sie sich in diesem Kindergarten sehr wohl fühlen.
Auch wenn es den Anschein habe, dass der Kindergarten in Bezug auf das Gebäude intakt ist, dann trüge der Schein, vermittelte der Bürgermeister. Die Dämmung lässt zu wünschen übrig, das Dach ebenso. Die Heizkosten sind zu hoch und bei den Stromkosten ließe sich auch einiges sparen. Doch dazu braucht man nun mal eben die nötigen finanziellen Mittel, um dann sparen zu können.
Der Staatssekretär war natürlich nicht mit leeren Händen nach Heilbad Heiligenstadt gekommen. Er überreichte Thomas Spielmann den Förderbescheid in Höhe von 317 000 Euro und freut sich, dass die Stadt die notwendigen Eigenmittel bereitstellt. Insgesamt kostet die Maßnahme 396 800 Euro. Und dafür soll das Geld verwendet werden: Dämmung der obersten Geschossdecke, Dachdeckerarbeiten, Malerarbeiten Dachgeschoss (Anpassung Dachdeckerarbeiten), Modernisierung der Heizungs- und Warmwasserinstallation sowie der Elektroinstallation, Aufbereitung in den Gruppenräumen mit Elektro Warmwasserwandgeräten, Verbesserung der Wasserhygiene, Rückbau Zirkulations und Warmwasserleitungen, Elektroinstallation Austausch vorh. Beleuchtung gegen LED Beleuchtung, incl. Elektroinstallation Kellergeschoss PV Anlage, Fassadensanierung, Wärmedämmverbundsystem Fassadengestaltung (Dämmung der Fassade+ Malerarbeiten), Planungsleistungen u.a.
Da gibts viel zu tun und Dr. Sühler wünschte eine erfolgreiche Sanierung. Bei der energetischen Sanierung des Kindergartens kommt eine gute Doppelstrategie zum Einsatz. Einerseits wird der Energieverbrauch gesenkt, zudem wird in Zukunft Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern spart auch Kosten im laufenden Betrieb, sagte der Staatssekretär.
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonneneinstrahlung in Energie um. Die Modernisierung der technischen Anlagen und Dämmmaßnahmen am Haus tragen dazu bei, Energie zu sparen. Der Endenergieverbrauch des Gebäudes wird dadurch jährlich um 56,6 Megawattstunden sinken. Das bedeutet eine Unterschreitung der gesetzlichen Energiestandards um 44 Prozent und vermindert den Schadstoffausstoß um 11,6 Tonnen CO2 pro Jahr.
Bei den Gebäuden liegen erhebliche Potenziale, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen. Die nutzen wir durch gezielte Förderung von Vorhaben zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Der Kindergarten Sebastian Kneipp wird deutlich umweltschonender und klimafreundlicher. Gerade für Kinder ist das eine wichtige Botschaft. Ich bin mir sicher, dass auch kleine Kinder sich dafür begeistern können, dass Sonnenlicht auf dem Dach in Strom umgewandelt wird, so Staatssekretär Sühl.
Er verabschiedete sich aus Heilbad Heiligenstadt natürlich nicht, ohne sich den Kindergarten auch angesehen zu haben. Michaela Mock, Leiterin, hattes bereits beim Empfang die Einrichtung vorgestellt. Der Heiligenstädter Kneipp-Kindergarten sei einer von insgesamt vier in ganz Thüringen und der einzige im Eichsfeld, der nach dem kneippschen Prinzip die Kinder betreut.
Was sie alles aufzählte, hörte sich sehr gesund an, wovon sich der Staatssekrtär dann auch selbst überzeugen konnte. Im einstigen Keller ist ein großes Wassertretbecken, denn Wasser ist das A und O bei Kneipp. In der für die Kinder gebauten modernen Küche lernen die Mädchen und Jungen gesundes Essen zuzubereiten. Die Freianlage bietet viele Möglichkeiten zum Spiel draußen, außerdem geht es so oft wie möglich in den angrenzenden Wald.
Ilka Kühn
Wissenswert:
Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass den Thüringer Kommunen in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 232 Mio. Euro an EFRE-Fördermitteln zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung stehen. Insgesamt 40 Thüringer Kommunen haben sich in einem vom TMIL durchgeführten Wettbewerb als antragsberechtigte EFRE-Kommunen qualifiziert.
Die Mittel werden für vier thematische Schwerpunkte eingesetzt. Für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude stehen 30 Mio. Euro bereit. Die energetische Stadt- und Quartierssanierung wird mit 50 Mio. Euro gefördert. Für Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung stehen 132 Mio. Euro zur Verfügung und 20 Mio. Euro für die Revitalisierung von Brachflächen.
Die meisten der 40 antragsberechtigten EFRE-Kommunen haben Vorhaben angemeldet oder bereits beantragt. Das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde im Auftrag des TMIL wird im Laufe des Jahres weiteren Förderanträgen stattgeben und EFRE-Mittel in Millionenhöhe bewilligen. Dennoch werden auch für die folgenden Programmjahre noch ausreichend EFRE-Mittel für kommunale Projekte in allen vier Schwerpunkten zur Verfügung stehen.
Die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien dient dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Versorgungssicherheit und leistet einen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und Deutschland. Hauptziel der kommunalen Projekte nachhaltiger Stadtentwicklung ist es, attraktive Wohn-, Mobilitäts- und Wirtschaftsbedingungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen und zu erhalten.
















