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Di, 11:23 Uhr
26.12.2017
Bundesweites Aktionsbündnis fordert:

Fuchsjagd muss ein Ende haben

Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die meist ganzjährig bejagt werden – ohne, dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe. Organisationen aus ganz Deutschland haben sich daher einer gemeinsamen Erklärung angeschlossen, in der sie die Abschaffung der Fuchsjagd fordern...


Etwa eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr getötet. Bei der Jagd kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz.

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Anders als vom Deutschen Jagdverband (DJV) und seinen Landesverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu jagen, keine Rede sein.

Unser Nachbarland Luxemburg ist dieser Argumentation bereits 2015 gefolgt. Seitdem wird dort der Fuchs ganzjährig geschont. Von einer im Vorfeld von Jagdorganisationen heraufbeschworenen zügellosen Vermehrung der Füchse gibt es keine Spur. Entsprechend hat weder die Anzahl von Hasen oder Fasanen abgenommen noch sind Probleme mit Wildtierkrankheiten aufgetreten.

Um der Forderung nach einer Einstellung der Fuchsjagd auch hierzulande weiteren Nachdruck zu verleihen, unterstützen Organisationen aus ganz Deutschland eine gemeinsame Erklärung des Aktionsbündnisses Fuchs. Die 27 bislang beteiligten Organisationen und Initiativen – darunter Animal Public, Wildtierschutz Deutschland, TASSO, der Bund gegen den Missbrauch der Tiere, die Tierversuchsgegner Deutschland u.a. – begründen darin, warum die Abschaffung der Fuchsjagd längst überfällig ist.

Der Wortlaut der Erklärung samt den sich daraus ergebenden Forderungen findet sich auf der Webseite des Aktionsbündnisses: www.aktionsbuendnis-fuchs.de. Neben einer Liste aller aktuellen Mitgliedsorganisationen findet sich dort auch eine umfassende Stellungnahme, die die Forderungen des Bündnisses mit zahlreichen Quellen wissenschaftlich untermauert. Auf einer gleichnamigen Facebook-Seite kann jeder Einzelne durch ein “LIKE“ Partei für die Füchse ergreifen und weitere Beiträge zum Aktionsbündnis verfolgen.

In den nächsten Monaten werden die Unterstützer des Bündnisses in weiteren Veröffentlichungen über den Fuchs und die Fuchsjagd informieren. „Die durchweg positive Resonanz bei den diversen Organisationen hat uns eigentlich nicht mehr überrascht“, bestätigt Daniel Peller – Fuchskenner, Gründer des „Fuchshilfsnetzes“ und einer der Initiatoren der Erklärung. „In den vergangenen Jahren ist durch die Medien und insbesondere die Aufklärungsarbeit von Tier- und Naturschutzverbänden sehr viel mehr Transparenz in das grausame und überflüssige Geschehen rund um die Bejagung von Füchsen gekommen.

Immer mehr Menschen lehnen die Fuchsjagd ab, welche die persönlichen Freizeitinteressen und Traditionen einer Minderheit über das Leben von jährlich rund einer halben Million Füchsen stellt und dabei die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnislage sowie die unabsehbaren negativen Folgen dieser massiven Eingriffe für Tiere, Umwelt und Menschen weitgehend ignoriert.“
Autor: red

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Kommentare
Katzengreis
26.12.2017, 12:14 Uhr
Welcher Grund Wildtiere zu töten ist sinnvoll?
Nun ja, die einen schlachten sinnlos Füchse ab, andere fahren Wälder kaputt und nennen das Motorsport, kippen Glyphosat auf die Felder, schreddern Küken ,züchten Antibiotikaschweine und viele Perversitäten mehr. Uns Menschen fällt schon was ein wie wir die grässliche Natur kaputt machen können. Dabei kennen wir nur einen ganz kleinen Teil, wie alles in der Natur zusammenhängt.
Aber egal, Hauptsache einige haben ihren Spaß. .
Der Rest muss dann mit den, bisher nicht absehbaren, Konsequenzen leben.
geloescht.20250302
26.12.2017, 12:28 Uhr
Da haben Sie Recht Katzengreis!
Sie kennen sicherlich die Chaostheorie?

Alles, was wir heute tun, hat Einfluss auf die Gegenwart und Zukunft!

Glücklicherweise hat Hawking die Zeitreisetheorien dahingehend präzisiert, dass niemand die Vergangenheit oder Zukunft ändern kann.

Ich möchte nicht morgens aufstehen und in einer völlig veränderten, noch schlimmeren Welt aufwachen.

Wer sich dem Thema unterhaltsam, aber fachlich fundiert nähern möchte, dem sei "Der Anschlag" von Stephen King empfohlen.
Bodo Schwarzberg
30.12.2017, 11:44 Uhr
Fuchsjagd contra Fuchbandwurm? - komplexe Ökologie
Sich klar pro oder contra Fuchsjagd zu positionieren ist einfach. Vielfach aber sind es menschgemachte Probleme, die die Jagd mitunter legitimieren oder die dazu führen, dass Jäger die Jagd für unumgänglich halten. Die Jagdgegner würden nämlich ganz anders argumentieren, wenn wir in der Region noch Tollwutfälle bei Füchsen hätten und wenn, wie etwa bei der überzogenen Argumentation gegen Wölfe deutlich wird, eine Gefahr für Leib und Leben befürchtet würde. Bekanntlich wurde die Tollwut auch durch Jäger mit beseitigt und natürlich durch das Ausbringen von Impfködern, also durch künstliche Maßnahmen. Die Tollwut als natürlicher Regulationsmechanismus der Fuchsbestände fiel weg, die Füchse vermehrten sich infolgedessen und ein neues menschgemachtes Problem verstärkte sich: das des Fuchsbandwurms. Er nahm zu, weil der Mensch die Tollwut ausgerottet hatte und er nahm/nimmt zu durch den Klimawndel: dieser nämlich bewirkt eine Stressreaktion der Bäume. Sie tragen in Hitzejahren mehr Früchte als normal (sog. Mastjahre) was wiederum zur Vermehrung der Zwischenwirte des Fuchsbandwurms, also der Nager, führt. Diese wiederum werden von Füchsen gefressen, die ebenfalls viele Kinder bekommen und parallel die Finnen des Fuchsbandwurms aufnehmen. Noch wissen wir nicht abschließend, wieviele Menschen sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren werden. Die Zahlen nehmen aver zu. Erst viele Jahre nach der Aufnahme von Eieren zeigen sich Symptome.
Die Jagd auf Füchse ist als unnatürliche, ethisch hinterfragenswerte Maßnahme wohl bedenklich, jedoch muss sich der Mensch fragen lassen, als wie groß er die Gefahr durch die rasante Zunahme von mit dem Fuchsbandwurm befallenen Füchsen ansieht. Wenn er diese Gefahr als groß ansieht, dann müsste er folgerichtig der Jagd auf den Fuchs zustimmen. Ansonsten wäre die vielfache Hysterie gegen den Wolf nicht konsequent. Oder aber, er hinterfragt seinen gesamten Umgang mit unseren Lebensgrundlagen, der letztlich auch das Problem Jagd entstehen ließ.
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