Mi, 09:14 Uhr
27.12.2017
Sammelstellen im Eichsfeld
Alte Handys für guten Zeck
Ayline Plachta ist in den vergangenen zwölf Monaten zur leidenschaftlichen Handysammlerin geworden. Über 2.000 abgelegte Mobiltelefone, Smartphones und Tablets hat sie in dieser Zeit mit Helfern zusammengetragen. Behalten werden sie aber keines, die Handys sind für einen guten Zweck und hier erfahren Sie, wo sie gesammelt werden.....
Alte Handys für einen guten Zweck
Jedes Sammelstück geht an die Aktion Schutzengel. Für "Familien in Not des katholischen Hilfswerkes Missio, dessen Referentin im Bistum Erfurt Ayline Plachta ist. Missio führt die Handys dem umweltgerechten Recycling zu und lässt noch nutzbare Geräte zur Wiederverwendung aufbereiten. Für jedes Handy erhält das Hilfswerk bis zu einem Euro. Mit dem Geld werden weltweit Familien in Not unterstützt.
Die Aktion hat enormes Potential, denn allein in Deutschland gibt es rund 100 Millionen ausgediente Handys, die nutzlos in Schubladen herumliegen. Dabei enthalten sie wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer und Coltan. In nur 41 Handys steckt so viel Gold wie in einer Tonne Gold-Erz, weiß Ayline Plachta zu berichten. Eigentlich gebietet es schon der Umwelt- und Ressourcenschutz, diese Rohstoffe erneut zu gewinnen.
Tatsächlich geht es aber um mehr, es geht buchstäblich um Leben und Tod. Kein Handy, kein Smartphone funktioniert ohne Coltan, sollen sie nicht überhitzen und in Brand geraten. Auf Platz zwei der Hauptförderländer dieses seltenen Erzes liegt die Demokratische Republik Kongo, wo seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg tobt.
Dass Coltan als Konfliktmineral gilt, hat hier seinen Grund. Die verfeindeten Milizen erobern die Coltan-Minen und verkaufen das geförderte Erz illegal, um davon Waffen zu kaufen und ihre Kriegszüge zu finanzieren. Ganze Dörfer werden überfallen, geplündert und gebrandschatzt, die Bewohner systematisch vergewaltigt und ermordet.
Missio appelliert darum per Unterschriftensammlung an führende Mobilfunkunternehmen, kein illegales Coltan aus der Konfliktregion zu verwenden, um den Milizen das Geld zu entziehen und den Bürgerkrieg nicht noch anzuheizen, sagt Ayline Plachta.
Ayline Plachta freut sich, dass es auch nach dem Aktionsjahr noch weitere Sammelstellen im Bistum Erfurt gibt, etwa im Eichsfeld, Erfurt, Gotha, Weimar und in Sömmerda. Jedes gespendete Handy hilft, sagt sie. Zum Beispiel im Kongo: Dort hat Missio auch dank der Erlöse aus der Schutzengel-Aktion sechzehn Trauma-Zentren mit aufgebaut, damit die Opfer des Bürgerkrieges medizinischen und seelischen Beistand erhalten können.
Adressen der Sammelstationen:
• Beberstedt, St. Martin, Unterdorf 7
• Dingelstädt, Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg, Kefferhäuser Str. 24, 8-15 Uhr
• Diedorf, St. Alban, Kirchstr. 1, zu den Gottesdienst- und Kirchenöffnungszeiten
• Dünwald, St. Martin, Oberdorf 44
• Heiligenstadt, Bergschule, Friedensplatz 5/6, 8 – 15 Uhr
• Heiligenstadt, Marcel-Callo-Haus, Lindenallee 21, 8-15 Uhr
• Helmsdorf, St. Peter und Paul, Pfarrgasse 4
• Heyerode, St. Cyriakus, Johannesstraße 11, zu den Gottesdienst- und Kirchenöffnungszeiten
• Uder, Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld, Eichenweg 2, Mo-Fr 8.30-12 Uhr und 13-15 Uhr
• Zella/Eichsfeld, St. Nikolaus, Wiesenstraße 1
Autor: enAlte Handys für einen guten Zweck
Jedes Sammelstück geht an die Aktion Schutzengel. Für "Familien in Not des katholischen Hilfswerkes Missio, dessen Referentin im Bistum Erfurt Ayline Plachta ist. Missio führt die Handys dem umweltgerechten Recycling zu und lässt noch nutzbare Geräte zur Wiederverwendung aufbereiten. Für jedes Handy erhält das Hilfswerk bis zu einem Euro. Mit dem Geld werden weltweit Familien in Not unterstützt.
Die Aktion hat enormes Potential, denn allein in Deutschland gibt es rund 100 Millionen ausgediente Handys, die nutzlos in Schubladen herumliegen. Dabei enthalten sie wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer und Coltan. In nur 41 Handys steckt so viel Gold wie in einer Tonne Gold-Erz, weiß Ayline Plachta zu berichten. Eigentlich gebietet es schon der Umwelt- und Ressourcenschutz, diese Rohstoffe erneut zu gewinnen.
Tatsächlich geht es aber um mehr, es geht buchstäblich um Leben und Tod. Kein Handy, kein Smartphone funktioniert ohne Coltan, sollen sie nicht überhitzen und in Brand geraten. Auf Platz zwei der Hauptförderländer dieses seltenen Erzes liegt die Demokratische Republik Kongo, wo seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg tobt.
Dass Coltan als Konfliktmineral gilt, hat hier seinen Grund. Die verfeindeten Milizen erobern die Coltan-Minen und verkaufen das geförderte Erz illegal, um davon Waffen zu kaufen und ihre Kriegszüge zu finanzieren. Ganze Dörfer werden überfallen, geplündert und gebrandschatzt, die Bewohner systematisch vergewaltigt und ermordet.
Missio appelliert darum per Unterschriftensammlung an führende Mobilfunkunternehmen, kein illegales Coltan aus der Konfliktregion zu verwenden, um den Milizen das Geld zu entziehen und den Bürgerkrieg nicht noch anzuheizen, sagt Ayline Plachta.
Ayline Plachta freut sich, dass es auch nach dem Aktionsjahr noch weitere Sammelstellen im Bistum Erfurt gibt, etwa im Eichsfeld, Erfurt, Gotha, Weimar und in Sömmerda. Jedes gespendete Handy hilft, sagt sie. Zum Beispiel im Kongo: Dort hat Missio auch dank der Erlöse aus der Schutzengel-Aktion sechzehn Trauma-Zentren mit aufgebaut, damit die Opfer des Bürgerkrieges medizinischen und seelischen Beistand erhalten können.
Adressen der Sammelstationen:
• Beberstedt, St. Martin, Unterdorf 7
• Dingelstädt, Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg, Kefferhäuser Str. 24, 8-15 Uhr
• Diedorf, St. Alban, Kirchstr. 1, zu den Gottesdienst- und Kirchenöffnungszeiten
• Dünwald, St. Martin, Oberdorf 44
• Heiligenstadt, Bergschule, Friedensplatz 5/6, 8 – 15 Uhr
• Heiligenstadt, Marcel-Callo-Haus, Lindenallee 21, 8-15 Uhr
• Helmsdorf, St. Peter und Paul, Pfarrgasse 4
• Heyerode, St. Cyriakus, Johannesstraße 11, zu den Gottesdienst- und Kirchenöffnungszeiten
• Uder, Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld, Eichenweg 2, Mo-Fr 8.30-12 Uhr und 13-15 Uhr
• Zella/Eichsfeld, St. Nikolaus, Wiesenstraße 1
