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So, 11:19 Uhr
31.12.2017
IHK: Rechtsunsicherheit bremst Fortschritt

Umsatzsteigerungen durch Digitalisierung

Jeder zweite Thüringer Betrieb erhofft sich steigende Umsätze im Prozess der Digitalisierung. Das ergab eine Umfrage unter 200 Firmen aus dem Freistaat, die sich an einer bundesweiten Studie beteiligten. Mit Blick auf Umsatzerwartungen und Chancen durch neue Geschäftsmodelle überwiegen bei der Mehrheit die positiven Effekte, meint die Industrie- und Handelskammer...

„Für neun von zehn Thüringer Unternehmen sind der hohe Investitionsbedarf, die Qualifizierung der Mitarbeiter und die Wartung der digitalen Technologien die größten Herausforderungen der Digitalisierung. Zugleich fühlen sich aber rund 75 Prozent der Umfrageteilnehmer steigenden Sicherheitsrisiken ausgesetzt“, fasst Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die Ergebnisse zusammen. Mit fortschreitender Digitalisierung nehme die Komplexität zu und die Firmen setzten sich intensiver mit möglichen Problemen auseinander. Künftig werde die Sicherheit der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur zum entscheidenden Faktor.

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„Vor allem die Themen Datensicherheit und Datenschutz treiben die meisten Befragten um“, berichtet der IHK-Chef. Damit verbundene rechtliche Unsicherheiten würden von mehr als der Hälfte als Hindernis bei der weiteren Digitalisierung ihres Unternehmens angesehen. Darüber hinaus seien die Firmenchefs aber auch hinsichtlich der Basiskompetenzen ihrer Mitarbeiter besorgt.

„Bei der Kundenakquise und Kontaktpflege wird zunehmend auf soziale Medien wie Facebook, Xing, Twitter oder Blogs gesetzt. Zusätzlich kommen Cloud-Anwendungen, digitale Plattformen oder 3D-Druck-Verfahren immer öfter im täglichen Betriebsprozess zum Einsatz. Dafür sind nicht nur die notwendigen Kompetenzen der Beschäftigten erforderlich, Grundvoraussetzung ist auch ein ausreichender Breitbandanschluss“, gibt Grusser zu bedenken und ergänzt: „In den letzten Jahren wurden hier Fortschritte erzielt, jedoch stehen vor allem in ländlichen Gebieten noch immer keine schnellen Internetanschlüsse flächendeckend zur Verfügung.“ Vielerorts unzureichende Breitbandangebote würden eine Teilhabe der Unternehmen an produktivitätsrelevanten Trends sogar erschweren oder verhindern. Nur jedes zehnte Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen fühle sich für das digitale Zeitalter gut gerüstet.

„Das Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 unterstützt Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung und zeigt praktische Umsetzungswege auf“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Grusser. Das Zentrum berate bei allen Fragen zur IT-Sicherheit oder auch Vernetzung betrieblicher Abläufe. Neben zahlreichen Informationsveranstaltungen sei der kostenfreie digitale Selbstcheck das wichtigste Angebot für interessierte Unternehmen. Mit diesem Test fänden Betriebe einen praxisnahen Start in ihre eigene Digitalisierungslösung.
Autor: red

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