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So, 18:37 Uhr
31.12.2017
Worte zum Jahreswechsel

Deutschland fit machen

Traditionell spricht die Bundeskanzlerin am Silvestertag zu ihrem Volke. In diesem Jahr allerdings nur geschäftsführend. Dennoch wollen wir Ihnen die Ansprache nicht vorenthalten...


„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich grüße Sie herzlich. Ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen auch an diesem Silvestertag einige Gedanken zu sagen, die mich an der Schwelle zum neuen Jahr bewegen.

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Aus zahlreichen Gesprächen und Begegnungen in diesem Jahr weiß ich, dass sich viele von Ihnen Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland machen. Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht.

Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land, in dem die Werte unseres Grundgesetzes gelebt werden. Ein Land, das stark und wirtschaftlich erfolgreich ist. In dem noch nie so viele Menschen Arbeit hatten wie heute. Ein Land mit einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft, mit einem starken Zusammenhalt, in dem sich tagtäglich Millionen Menschen ehrenamtlich für andere engagieren, zum Beispiel im Sport, für Kranke und Schwache oder auch in der Flüchtlingshilfe.

Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben. Die nicht mit dem Tempo unserer Zeit mitkommen. Die sehen, dass es ihre Kinder in die Großstädte zieht und sie allein bleiben, in Gebieten, in denen vom Einkauf bis zum Arztbesuch der Alltag immer schwieriger wird. Die sich sorgen, dass es zu viel Kriminalität und Gewalt gibt. Die sich fragen, wie wir die Zuwanderung in unser Land ordnen und steuern können.

Beides sind Realitäten in unserem Land: der Erfolg und die Zuversicht, aber auch die Ängste und die Zweifel. Für mich ist beides Ansporn. Denn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben uns Politikern den Auftrag gegeben, uns um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und da bei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Auge zu haben. Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.

Denn die Welt wartet nicht auf uns. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es Deutschland auch in 10, 15 Jahren gut geht. Und wirklich gut geht es Deutschland, wenn der Erfolg allen Menschen dient und unser Leben verbessert und bereichert. Dabei kann der Leitgedanke der Sozialen Marktwirtschaft, dass wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten einer Medaille sind, auch in der Zeit des digitalen Fortschritts unser Kompass sein.

Das bedeutet zum einen:
  • bestehende Arbeitsplätze zu sichern wie auch ganz neue Jobs für die Zukunft zu schaffen,
  • die Unternehmen noch mehr bei Forschung und Entwicklung in innovative Technologien zu unterstützen,
  • den Staat zum digitalen Vorreiter zu machen,
  • und vor allem uns und unsere Kinder mit bester Bildung und Weiterbildung auf den digitalen Fortschritt vorzubereiten.
Und das heißt zum anderen:
  • die Familien in den Mittelpunkt zu stellen, sie finanziell zu entlasten, damit sie Familienleben und Beruf noch besser vereinbaren können,
  • eine gute und würdevolle Pflege zu ermöglichen, in dem wir die Pflegeberufe stärken und die Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, noch besser unterstützen,
  • und – nicht zuletzt – für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen unseres Landes zu sorgen - ganz gleich ob in der Stadt oder auf dem Land.
Und wir werden noch mehr in einen starken Staat investieren müssen, der die Regeln unseres Zusammenlebens verteidigt und für Ihre Sicherheit - für unser aller Sicherheit - sorgt.

Ich danke deshalb an dieser Stelle ganz besonders den Polizistinnen und Polizisten, die auch heute Abend für uns da sind und zum Beispiel die vielen Silvesterfeiern im Land schützen, wie auch den Soldatinnen und Soldaten, die hierzulande oder in den Auslandseinsätzen ihren Dienst für unser Land tun.

Die Zukunft Deutschlands ist bei all dem untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden. 27 Staaten in Europa müssen stärker denn je dazu bewogen werden, als eine Gemeinschaft zusammenzuhalten. Das wird die entscheidende Frage der nächsten Jahre sein.

Es wird darum gehen, ob wir Europäer in der globalen und digitalen Welt unsere Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach außen vertreten, ob wir so auch für ein wirtschaftlich erfolgreiches und gerechtes Europa arbeiten und konsequent für den Schutz unserer Außengrenzen wie auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintreten. Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa für die Zukunft fit zu machen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Ringen um richtige Antworten gehört zu einer lebendigen Demokratie. Wir sind – im besten Sinne – eine vielstimmige Gesellschaft. Zugleich einen uns die Werte unseres Grundgesetzes: also die Achtung vor der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen und seiner Freiheitsrechte. Dass wir uns wieder stärker bewusst werden, was uns im Innersten zusammenhält, dass wir wieder deutlicher das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dass wir uns bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, und zwar Achtung im umfassenden Sinne - aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen –, das sind meine Wünsche für das neue Jahr.

Und Ihnen und Ihren Familien wünsche ich Gesundheit, Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr 2018.“
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
31.12.2017, 22:44 Uhr
Man könnte meinen...
...dass die Hurra-Durchalte-Appelle von Kanzlerin und Bundespräsident der selben Feder entstammen wie die Bibelworte des Allmächtigen (Balint).
geloescht.20250302
01.01.2018, 01:04 Uhr
Gähn...
...ich schlaf gleich ein ....

Was quatscht Schnatterinchen schon wieder?!

Zusammenhalt von was/wem? Dem Integrationsterror? ..der Geschwätzwissenschaft von links/rotem Quasselköppen?

....ich wünsche Allen ein (friedliches!) neues Jahr !
Leser X
01.01.2018, 10:51 Uhr
Prost Neujahr!
Das neue Jahr beginnt, wie das alte endete. Mit warmen und doch inhaltslosen Worten. Bruder und Schwester im Geiste erzählen Sachen, die wohl einem Traumland entspringen müssen. Zu diesem Land jedenfalls kann ich keine Parallelen entdecken.

Den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung, die sich da wacker durchgekämpft haben, wünsche ich dennoch ein besseres Jahr, als es diese Reden erhoffen lassen. Möge es bald Neuwahlen geben und ein frischer Wind den Mief der letzten Jahrzehnte vertreiben.
Jäger53
01.01.2018, 12:29 Uhr
Tolle Rede Mutti
Viel geredet und nichts gesagt, also weiter wie bisher. Den angesprochene Riss durch Deutschland
gibt es schon seid der Wende, er ist seit 5 Jahren nur breiter und tiefer geworden. Das muß Mutti
gemeint haben.
Goldene Aue
01.01.2018, 13:59 Uhr
Im Bundeskanzleramt nix neues
"Manche sprechen sogar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht."
Besäße diese Frau auch nur ein Quantum Fähigkeit zur Selbstkritik, müsste sie doch bemerken, dass sie diejenige war, welche dieser Entwicklung überhaupt erst Vorschub geleistet hat! Aber nein, sie weiß ja nicht, was man hätte anders machen sollen.
Der Riss geht übrigens nicht nur durch die Gesellschaft, er geht durch die Herzen Einzelner. Man möge nur an die Eltern der ermordeten Mia denken, deren Tochter das neue Jahr nicht erleben durfte, hätte Frau Merkel nicht vor zwei Jahren eine verhängnisvolle Verkettung von Ereignissen in Gang gesetzt.
Leere Worthülsen wie von ihr gewohnt, haben vielleicht die letzten Reden was gebracht, aber ich denke die Zeiten sind vorbei.
Mit welcher Anmaßung und Ignoranz sie die Rede hält.
Ich hätte eher erwartet das in Zeiten einer geschäftsführenden BK der Bundestagspräsident die Rede hält.
Vielleicht wäre dabei auch mehr Inhalt herumgekommen.
Ich warte mal auf die Analysten der ÖR, die mir dann diese sinnlose Aneinanderreihung von Wörter genau erklären wird.
Ich wünsche uns allen ein glückliches und friedvolles Jahr 2018
Paul
01.01.2018, 18:47 Uhr
Goldene Aue
Ich kann mich ihrem Kommentar nur anschließen. Und ich mag mir garnicht vorstellen wollen wie es den Eltern dieses jungen Mädchen gehen mag und das noch kurz vor dem Jahreswechsel. Es ist furchtbar. Und wenn ich dann immer noch dieses verlogene Gerede von bedauerlichen Einzelfällen höre wird mir schlecht und es zeigt einmal mehr wie sehr der Regierung das Wohl der deutschen Bürger was wert ist. Einfach nur noch erbärmlich.
Andreas Dittmar
01.01.2018, 19:17 Uhr
Blick nach Ungarn
Die Rede von Viktor Orbán an sein Volk, da verblassen Merkels leere Worte eher zum Wetterbericht. Per Goggle findet man auch die deutsche Übersetzung. Hab es hier schon vorbereitet https://goo.gl/Enuks3
Psychoanalytiker
02.01.2018, 14:07 Uhr
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger ...
... es ist uns mit vielen Polizisten, Maschinenpistolen, Pollern und einem Verbot von Feuerwerk und Böllern auf bestimmten Plätzen unseres Landes gelungen, die Silversternacht zu schützen.

In manchen europäischen Ländern, wie Polen, Ungarn, der Tschechei und der Slowakei hat man nicht so viel für die Bevölkerung getan. Da mussten die Bürgerinnen und Bürger mit der Angst leben, von Anschlägen bedroht zu werden. Diese Länder sind selber Schuld, wenn dort etwas passieren sollte.

In soweit gibt es auch in der EU einen Riss.
Don R. Wetter
02.01.2018, 14:47 Uhr
@Psychoanalytiker/Wichtige Ergänzung !
Sie haben vergessen den vielen Menschen zu danken - die vorsorglich nicht vor die Tür gegangen sind.
Auch der Verzicht auf spontane Partys o.ä. war überaus hilfreich.

"Für ein Land - indem manche sehr gut leben!!"

PS:.. nein - mein(Brokat) Kleid ist nicht von meiner Mutter..!!!
M. Kuester
02.01.2018, 15:27 Uhr
Ja der Viktor und Ungarn sind so toll...
wobei ich mich allerdings Frage, warum ich in Erfurt, bei einem Logistiker, so viele Kollegen aus Ungarn, der Slowakei und anderen östlichen Ländern hatte. Die mit einer Begeisterung an, bei Deutschen unbeliebte, Jobs gingen und sich selbst auf den Mindestlohn freuten.

Ach, jetzt fällt es mir wieder ein. Die Realität fährt dem arg verträumten Besorgtbürger dann doch ziemlich herb in die Parade. Lag daran, dass man in etwa die gleichen Lebenshaltungskosten wie bei uns hier hatte, die Löhne sich aber im Schnitt nur zwischen 500 bis 700 Euro bewegten, mit Mindestlohn nur knapp über 400 zu erreichen sind. Mit Aussicht auf eine Rente, deren Untergrenze nur knapp unter 100 Euro beginnt. So die Quintessenz aus den Erfahrungsberichten gebürtiger Ungarn.

Ein Traum dort zu leben, wirklich. Und ja, sicher ist es dort auch. Verwunderlich, dass sich kein Terrornetzwerk für diese großen und im Anti Terrorkampf stark engagierten Länder interessiert. Hätte doch sicher eine riesen beeindruckende Wirkung auf den Westen. Ein Anschlag auf Berlin, Paris, London oder Madrid ist doch nichts, wenn man ihn in Sifok haben könnte.

Also auf in das gelobte Land, liebe Besorgtbürger. Der Viktor freut sich auf euch, ganz bestimmt.
Psychoanalytiker
02.01.2018, 17:26 Uhr
@ den Kuester
Ich verstehe Ihren Kommentar leider nicht. Sie fordern die Besorgtbürger auf, zu Viktor zu fahren. Warum die Besorgtbürger und nicht unsere Neubürger? Die wären doch in dem von Ihnen genannten gelobten Land auch in europäischer Sicherheit, nur mit weniger Mindestlohn und weniger Rente. Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie noch nicht erkannt haben, warum wir seit 2015 eine neue Sicherheitspolitik auf Märkten, Veranstaltungen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen und Plätzen, gesichert mit Maschinenpistolen und Pollern, brauchen. ln Osteuropa wären Menschen, die in Europa Gutes wollen, die unsere Gesetze und Werte achten wollen und wirklich Hilfe brauchen, auch in Sicherheit, nur würden sie dort sehr wenig Geld geschenkt bekommen. Wollen sie mehr, und benennen sie exakt ihre bevorzugten Länder, sind sie nur noch Wirtschaftsflüchtlinge. Ich vertehe daher einfach nicht, warum unsere Besorgtbürger dort hin ziehen sollen. Also übersetzen Sie mir bitte mal Ihren Kommentar ins Deutsche.
Paul
02.01.2018, 19:58 Uhr
Psychoanalytiker
Ihr Kommentar ist vöölig korrekt. Man trifft halt immer wieder die Leute die mit absoluter Blindheit geschlagen sind was die deutschen Bürger belangt. Wem die ganzen Ausländer so gut gefallen, der kann doch da mit hin auswandern wo die alle herkommen. Ich meine die Anspielung darauf, das ja die Deutschen evtl. nach Ungarn ziehen sollen.
M. Kuester
02.01.2018, 20:01 Uhr
Das ist doch ganz einfach...
ich sehe hier und anderswo keinen einzigen "Neubürger", der oft und gerne von diesen Ländern schwärmt. Das tun in der Regel einzig und allein Besorgtbürger. Daher liegt es doch nahe, das da irgendwo Fernweh bestehen muss.

Und natürlich. Die Welt ist absolut nicht komplex und wir regeln alles simpel und natürlich national. Warum versteht das einfach nur keiner? Grenzen dicht, Problem gelöst. Warte! Stellt überhaupt noch jemand das Stützwandelement UL 12.11 her und können wir wieder zehntausende Grenzer über die Wehrpflicht ziehen, um eine wirklich sichere Grenze gewährleisten zu können? Halt! Das Internet müssen wir noch abschaffen, nicht das sich wieder jemand radikalisieren kann, der ohnehin schon vorher hier war. Oder stutzen wir es auf ein Intranet. Kim Jong Un hat doch da das passende know how, um dieses Problem zu lösen. Mist! Was machen wir mit denen, die urdeutscher Abstammung sind, sich aber ebenfalls radikalisieren? Wir brauchen ein neues Ministerium und das muss alles wissen. Am besten noch, bevor es überhaupt gedacht wurde. Weitere Maßnahmen wären....

Und schon haben wir die globalen Probleme komplett einfach mal gelöst. Warum erkennt das nur keiner?
Psychoanalytiker
03.01.2018, 08:24 Uhr
Nochmal an M. Kuester
Ich verstehe Ihre Kommentare leider immer noch nicht, kann Ihr Anliegen nur erahnen.

Es geht hier nicht um Besorgtbürger, es geht darum, dass Menschen ins Land kommen, die dringend Hilfe benötigen, aber auch Menschen ins Land kommen, die es nur aus wirtschaftlichen Gründen tun. Und dann kommen einige wenige hinterher, die Randale wollen, die aus weltanschaulichen Gründen unschuldige Menschen töten, verletzen oder sexuell missbrauchen. Wenn selbst der Imam von Mekka dazu aufrief, Christen, Juden und Ungläubige in einem "heiligen Krieg" zu beseitigen, dann finde ich dies einfach nicht gut.

Frau Merkel hat leider auch solche Chaoten ins Land geholt. Die Innenministerien von Bund und Ländern kennen einige davon, schieben sie aber offenbar nicht ab, weil Gesetze dies verhindern oder falsch ausgelegt werden.

Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei waren da etwas schlauer, zumindest hört man nichts davon, dass dort Gefahr für deren Menschen besteht. Diese Länder machten sich unattraktiv und brauchten bisher keine Polizei und keine Poller zum Schutz der Märkte, Bahnhöfe und öffentlichen Plätze oder Einrichtungen.

Europa gab sich einst Regeln, die Kriegsflüchtlingen und wirklich Asylsuchenden helfen sollten, aber in diesem Punkt ist Europa gescheitert. Selbst Staaten wie Schweden und Österreich wandten sich von der Merkelschen Willkommenskultur ab, warum nur?

Frau Merkel und die Herren Seehofer / Söder machen auch immer mehr eine Rolle rückwärts, biedern sich den einstigen Thesen der AfD an, warum wohl?
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