Mi, 10:07 Uhr
31.01.2018
Arbeitsmarkt-Daten Januar 2018
Starker Rückgang zum Vorjahr
Erwartungsgemäß startete in Nordthüringen das Jahr mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Überraschend kommt dieser Zuwachs jedoch nicht, denn alljährlich steigt die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende nach dem Auslaufen befristeter Verträge und mit Einzug des Winters. Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen deutlich...
Grafik (Foto: Arbeitsagentur)
Die Arbeitslosigkeit konnte erstmals im Januar auf unter 10 000 gesenkt werden, berichtet Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur: Wir haben zehn Prozent Arbeitslose weniger als letztes Jahr. Noch nie habe man im Monat Januar so wenig Menschen ohne Arbeit gehabt.
Die Beschäftigungsverhältnisse sind stabiler geworden. Die wirtschaftliche Lage ist gut und Unternehmen entlassen auch im Winter weniger. Das wirkt entlastend und spiegelt sich im Jahresvergleich wider, so Helbing. 9.753 Männer und Frauen waren Ende Januar auf Jobsuche. Vor fünf Jahren lag die Arbeitslosigkeit noch bei über 15.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug 7,2 Prozent.
Etwas negativer ist sind die Zahlen schon, wenn man die sogenannte Unterbeschäftigung mit in die Statistik einfließen lässt. Dann waren offiziell 13.345 Frauen und Männer ohne Job, die Quote läge dann bei 9,6 Prozent.
Um rund zwei Prozent sank die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Landkreis Nordhausen. 3.500 Männer und Frauen sind derzeit ohne Arbeit. Gegenüber Dezember stieg die Zahl der Erwerbslosen um 12,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 8,2 Prozent.
Im Landkreis Eichsfeld ging die Zahl der Arbeitslosen mit über 17 Prozent zum Vorjahr am stärksten zurück. Erstmals waren mit 2.513 in einem Januar deutlich weniger als 3 000 Menschen auf Jobsuche. Gegenüber Dezember verzeichnete der Landkreis einen Anstieg um 19,1 Prozent. Für Gabriela Helbing nichts Ungewöhnliches. Die Beschäftigung in Außenberufen spiele eine große Rolle, auch wenn in diesem Jahr deutlich weniger entlassen würde. Rund 10 Prozent der Menschen sind in Unternehmen des Baugewerbes tätig, weitaus mehr als das im Bundesdurchschnitt der Fall ist. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Eichsfeld bei 4,6 Prozent.
Binnen Jahresfrist sank die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis um 11,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt mit 9,6 Prozent erstmals im Januar unter der 10-Prozent-Marke. 3.740 Männer und Frauen sind hier noch auf Jobsuche. Im Jahr zuvor waren es noch über 4.200.
Jugendarbeitslosigkeit weiter gesunken
Etwas über 600 arbeitslose Jugendliche waren zu Beginn des Jahres bei der Arbeitsagentur und den drei Jobcentern gemeldet. Das waren über 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Wir konnten die Jugendarbeitslosigkeit weiter senken. Die gute Wirtschaftslage ermöglicht es, dass gut ausgebildete Jugendliche beruflich schnell Fuß fassen.
In den drei Landkreisen habe man bereits Partner dafür gewinnen können. Gabriela Helbing ermutigt Nordthüringer Unternehmen die Zukunft im Blick zu haben und verstärkt neben der reinen Ausbildung auch auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu setzen. Im Bereich der Altenpflege habe man bereits gute Beispiele, wie Hilfskräften der Weg zu höheren Qualifikationen geebnet wurde.
Die ausführliche Statistik findet sich hier .
Autor: red
Grafik (Foto: Arbeitsagentur)
Die Arbeitslosigkeit konnte erstmals im Januar auf unter 10 000 gesenkt werden, berichtet Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur: Wir haben zehn Prozent Arbeitslose weniger als letztes Jahr. Noch nie habe man im Monat Januar so wenig Menschen ohne Arbeit gehabt.
Die Beschäftigungsverhältnisse sind stabiler geworden. Die wirtschaftliche Lage ist gut und Unternehmen entlassen auch im Winter weniger. Das wirkt entlastend und spiegelt sich im Jahresvergleich wider, so Helbing. 9.753 Männer und Frauen waren Ende Januar auf Jobsuche. Vor fünf Jahren lag die Arbeitslosigkeit noch bei über 15.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug 7,2 Prozent.
Etwas negativer ist sind die Zahlen schon, wenn man die sogenannte Unterbeschäftigung mit in die Statistik einfließen lässt. Dann waren offiziell 13.345 Frauen und Männer ohne Job, die Quote läge dann bei 9,6 Prozent.
Um rund zwei Prozent sank die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Landkreis Nordhausen. 3.500 Männer und Frauen sind derzeit ohne Arbeit. Gegenüber Dezember stieg die Zahl der Erwerbslosen um 12,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 8,2 Prozent.
Im Landkreis Eichsfeld ging die Zahl der Arbeitslosen mit über 17 Prozent zum Vorjahr am stärksten zurück. Erstmals waren mit 2.513 in einem Januar deutlich weniger als 3 000 Menschen auf Jobsuche. Gegenüber Dezember verzeichnete der Landkreis einen Anstieg um 19,1 Prozent. Für Gabriela Helbing nichts Ungewöhnliches. Die Beschäftigung in Außenberufen spiele eine große Rolle, auch wenn in diesem Jahr deutlich weniger entlassen würde. Rund 10 Prozent der Menschen sind in Unternehmen des Baugewerbes tätig, weitaus mehr als das im Bundesdurchschnitt der Fall ist. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Eichsfeld bei 4,6 Prozent.
Binnen Jahresfrist sank die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis um 11,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt mit 9,6 Prozent erstmals im Januar unter der 10-Prozent-Marke. 3.740 Männer und Frauen sind hier noch auf Jobsuche. Im Jahr zuvor waren es noch über 4.200.
Jugendarbeitslosigkeit weiter gesunken
Etwas über 600 arbeitslose Jugendliche waren zu Beginn des Jahres bei der Arbeitsagentur und den drei Jobcentern gemeldet. Das waren über 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Wir konnten die Jugendarbeitslosigkeit weiter senken. Die gute Wirtschaftslage ermöglicht es, dass gut ausgebildete Jugendliche beruflich schnell Fuß fassen.
Weniger Arbeitslosmeldungen als 2017
Weniger Menschen als zuvor haben sich nach dem Erhalt einer Kündigung arbeitslos melden müssen. Um über sieben Prozent sei die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach einer Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt in den letzten vier Wochen zum Vorjahr gesunken, so Gabriela Helbing. Gute berufliche Chancen sieht die Vizechefin nach wie vor in der Pflegebranche. Wir haben in den letzten vier Jahren einen Zuwachs an Beschäftigung um rund ein Viertel. Der Anteil an allen Beschäftigten liegt bei fast siebzehn Prozent. Das steigende Durchschnittsalter und der Fachkräftebedarf würden die Säulen des Beschäftigungsaufwuchses darstellen.Agentur fördert Weiterbildung von Beschäftigten
Neben den Bildungsangeboten für Arbeitslose leistet die Arbeitsagentur vielfache Unterstützung bei der Qualifizierung von Beschäftigten in den Betrieben. Aus Hilfskräften Fachkräfte machen – diese Zielstellung steht für uns im Mittelpunkt. Die Weiterbildungsförderung richten wir an den individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und des Mitarbeiters aus, so Gabriela Helbing. Das ist ein wesentlicher Vorteil und trägt unmittelbar zur Fachkräftesicherung bei.In den drei Landkreisen habe man bereits Partner dafür gewinnen können. Gabriela Helbing ermutigt Nordthüringer Unternehmen die Zukunft im Blick zu haben und verstärkt neben der reinen Ausbildung auch auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu setzen. Im Bereich der Altenpflege habe man bereits gute Beispiele, wie Hilfskräften der Weg zu höheren Qualifikationen geebnet wurde.
Die ausführliche Statistik findet sich hier .