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Fr, 16:35 Uhr
16.02.2018
Erfurter Bischof schreibt Hirtenbrief zur Fastenzeit

Familien für Weitergabe des Glaubens unverzichtbar

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr hat in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit die Bedeutung der christlichen Familie für die Weitergabe des Glaubens unterstrichen....


„Ohne die Familie als Hauskirche können Kinder nicht in den Glauben hineinwachsen“, schreibt der Bischof. Katholischen Kindergärten, Religionsunterricht, die Erstkommunion- und die Firmvorbereitung könnten die religiöse Erziehung in der Familie nur unterstützen, aber nicht ersetzen.

In den Kirchengemeinden müssten junge Familien erfahren, dass sie mit ihren Kindern willkommen sind. „Kinder sind lebhaft. Wenn Sie einmal während des Gottesdienstes ein Kind stört, denken Sie daran, dass Jesus sich über die Anwesenheit des Kindes sehr freut“, mahnt Neymeyr.

In einer eigens für Kinder und Jugendliche geschriebenen Version des Hirtenbriefes, der am ersten Fastensonntag (18. Februar) in allen Gottesdiensten verlesen wird, macht Bischof Neymeyr darauf aufmerksam, dass es drei wichtige Worte im Leben der Christen gebe, die man am besten in der Familie lernen könne.

Danke, bitte und Entschuldigung seien eine großartige Hilfe für das Leben. „Sie helfen uns, dass wir das Schöne im Leben auch wahrnehmen und genießen. Sie stärken unser Vertrauen, dass andere für uns sorgen und auf uns Acht geben, und sie helfen uns als unvollkommenen Menschen, gut miteinander zu leben“, erklärt Neymeyr den jungen Christen.


Zum „Hirtenbrief“

Der Hirtenbrief ist das Schreiben eines Bischofs an die Gemeinden bzw. Gläubigen seines Bistums. Darin äußert sich der Bischof als Leiter des Bistums und oberster Priester zu Problemen der Zeit, zu theologischen oder seelsorglichen Fragen. Die Briefe werden in der Regel im sonntäglichen Gottesdienst verlesen.

Ihr frühestes Vorbild haben die Hirtenbriefe in den Apostelbriefen im Neuen Testament. Mit ihren Schreiben haben die Apostel den Kontakt zu den Gemeinden gehalten, das Gemeindeleben geordnet sowie Streitigkeiten und theologische Grundsatzfragen geklärt. Auf dieser Linie liegen auch die Hirtenbriefe heutiger Zeit.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts ist es in deutschen Bistümern üblich, zu Beginn der Fastenzeit einen Hirtenbrief an die Gemeinden zu schreiben.
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