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Do, 17:43 Uhr
11.10.2018
Thüringer HC

Jetzt in Ljubljana punkten

Der Thüringer HC steckt voll in den englischen Wochen. Nach dem misslungenen Start in die EHF Champions League in Nordhausen gegen den kroatischen Meister RK Podravka Vegeta, folgte schon am gestrigen Abend ein wichtiges Auswärtsspiel gegen den VfL Oldenburg, dass der THC überzeugend gewann. Die Anreise nach Oldenburg verlief unter widrigen Umständen...


Eine Buspanne, mit Umstieg und Weiterfahrt in einem Linienbus und Staus sorgten dafür, dass das Spiel erst 40 Minuten verspätet beginnen konnte. Die Heimreise verzögerte sich aufgrund einer Dopingkontrolle weiter und endete in eben jenem Linienbus am Donnerstagmorgen um fünf Uhr in Erfurt.

Schon am Freitag, geht es um 05:30 Uhr mit dem Bus auf die fast 800 Kilometer lange Reise nach Ljubljana, wo am Samstagabend, um 19:00 Uhr das nächste Gruppenspiel für den THC ansteht.

Zum Rückblick: So mitten in den englischen Wochen mit Bundesliga und DHB-Pokal am Mittwoch und EHF Champions League an den Wochenenden, überstürzen sich beim Thüringer HC die Termine. In all den Jahren unter Herbert Müller hat es so eine widrige Anreise noch nicht gegeben. Dabei war das schwierige Auswärtsspiel, wie es Herbert Müller vorausgesagt hatte.

Daran ändert am Ende der klare Sieg nichts. Bereits im Bus hat Herbert Müller seine Kabinenansprache gehalten und die Mädels darauf eingeschworen, nun nicht noch hektisch und nervös zu werden. Stress konnten er und die Mannschaft jetzt nicht noch zulassen. Nach dem Spielverlauf war Herbert Müller mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Nach der Niederlage im Champions League Auftakt war der Trainer enttäuscht, besonders über die Art und Weise der Niederlage. „Sie war zu 100 Prozent selbst verschuldet, durch zu viele vergebenen Chancen am Anfang des Spiels und zu viele eigene Fehler in der zweiten Halbzeit“, sagt Herbert Müller. „Mit der, zum Teil sogar grenzwertigen internationalen Härte, kamen gerade die jungen Spielerinnen noch nicht zurecht, ließen sich davon zu sehr beeindrucken und sich so den Schneid abkaufen“, lautet sein Resümee. Um in der Gruppe anzukommen, muss ein Sieg in Ljubljana her.

Umso besser, dass man gestern die schwere Auswärtshürde mit Bravour gelöst hat. Von den drei Spitzenteams hatte der THC die schwierigste Aufgabe; Metzingen und Bietigheim hatten Heimspiele gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel zu lösen. In Oldenburg musste die Mannschaft erst ins Spiel finden. Gerade am Anfang ließen die Frauen zu viele Chancen aus und konnten sich bis zur 20. Minute nicht absetzen. Erst das Sieben-gegen-Sechs löste das Problem mit der kurzen Deckung gegen Iveta Luzumova.

In der zweiten Hälfte zog der Thüringer HC das Tempo weiter an und hatte bereits nach 45 Minuten das Spiel entschieden. „Damit ist der Einstieg in die Bundesligasaison mit zwei Heim- und zwei Auswärtssiegen erst einmal gelungen“, sagt Herbert Müller. „Da sind wir im Soll, wie auch im Pokal. Herbert Müller hatte gerade die Halle betreten, als schon die ersten Paarungen für das Achtelfinale ermittelt waren, und da waren die Hauptkonkurrenten schon raus aus dem Lostopf, Metzingen, Bietigheim, Dortmund. Mit den Berliner Füchsen ist die Aufgabe lösbar, keine allzu weite Busfahrt, und sportlich ist der Zweitligist, bei allem Respekt vor dem Gegner, eine mehr als lösbare Herausforderung.

Zum Spiel im Ljubljana: Durch die unnötige Auftaktniederlage hat sich der Thüringer HC selbst Druck gemacht. Der Einstieg ging daneben und nun muss ein Sieg her. Das wird in der slowenischen Hauptstadt alles andere als leicht. Herbert Müller will dem von seinem Ziel, Erreichen der Hauptrunde nicht abrücken. Noch ist alles drin. Der erreichen des zweiten Platzes in der Gruppe C, ist nur schwieriger geworden. Die Mannschaft hat die Fehler aus dem ersten Spiel analysiert, brennt darauf, es nun besser zu machen.

Krim Mercator ist besser aufgestellt als im Vorjahr. Mit Tjasa Stanko besitzt die Mannschaft eine gefährliche Spielmacherin und auf Linksaußen spielte Tamara Mavsar bereits bei Vardar Skopje und stand im Finale der Champions League. Die Mannschaft ist mit zahlreichen slowenischen Nationalspielerinnen besetzt. Nach der langen Heimreise ist heute erst Ausschlafen und Regenerierung angesagt. Am Abend steht Videostudium und eine Trainingseinheit auf dem Programm, bevor es am Freitag in der Frühe auf die nächste Busreise geht.

Die Mannschaft fährt mit dem Sieg gegen Oldenburg selbstbewusst nach Slowenien, um dieses Mal die internationale Härte und Aggressivität anzunehmen. Die vielen jungen Spielerinnen, die gegen Podravka ihr erstes Champions League-Spiel hatten, wollen diese Unerfahrenheit so schnell wie möglich ablegen. Der Wille ist da, ob es gelingt, das Wollen in Können umzusetzen, wird sich zeigen. Ob Podravka, Krim Mercator oder der THC, alle drei haben die Chance. Zweiter in der Gruppe zu werden, an Überflieger Györ reicht keiner der drei heran. Dazu muss der THC nunmehr punkten.

Zum Kader: Alle sind bis auf kleine „Wehwehchen“ fit und gesund, Jana Krause, die noch am Mittwoch in Oldenburg fehlte, wird mit von der Partie sein. Herbert Müller will alle spielen lassen.
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