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Mo, 15:52 Uhr
15.10.2018
Thüringer HC

In Blomberg wieder punkten

Nach der „Ochsentour“ der letzten Woche, mit einer verkorksten Busfahrt zum VfL Oldenburg und einer ellenlangen Hin- und Rückreise am Freitag und Samstag-Sonntagnacht zur EHF Champions League nach Ljubljana, bei der die Spielerinnen deutlich länger im Bus saßen, als sie im Bett ausschlafen konnten, bleibt keine Zeit, um lange über schmerzhaften Niederlage bei RK Krim Mercator nachzudenken...


Am Montag ist erst einmal Regeneration angesagt, am Dienstag bleibt gerade Zeit für eine Trainingseinheit und am Mittwoch wartet auswärts mit der HSG Blomberg-Lippe eine harte Bundesligahürde auf den Titelverteidiger. Der muss die Favoritenrolle annehmen und auswärts punkten, um die Tabellenspitze zu verteidigen.

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Rückblick: Jetzt ist Geduld gefragt, der Fehlstart in die EHF Champions-League zeigt allzu deutlich, dass die in der Bundesliga so erfolgreiche „neue“ THC-Mannschaft, noch in der Entwicklung steht, was den Sprung auf internationales Niveau angeht. Das ist ein Lernprozess, und der braucht Zeit, und „die müssen wir den jungen Spielerinnen auch zugestehen“, sagt Herbert Müller.

Zwischen der fast spielerisch überlegenen Gangart in der Bundesliga und den Anforderungen auf höchstem internationalem Niveau in der Champions League, ist ein immenser Unterschied, das sind immer noch zwei paar Schuhe.

Durch diese Feuertaufe müssen die jungen Spielerinnen jetzt durch. Herbert Müller ist dabei auch als Psychologe und Motivator gefragt, um die Köpfe wieder freizubekommen. Frei für die Hauptaufgabe der Saison, erfolgreich in der Bundesliga zu spielen und von Spieltag zu Spieltag die Tabellenführung zu verteidigen. Glückwunsch dennoch an den Bundesligakonkurrenten nach Bietigheim zum großartigen Sieg in der EHF Champions League, gegen den Titelanwärter CSM Bukarest, die mit internationalen Stars wie den Welthandballerinnen Cristina Neagu (ROU), Andrea Lekic (SRB), mit den ehemaligen Vardar-Stars Jovanka Radicevic (MNE), Barbara Lazovic (SLO), Dragana Cvijic (SRB) und anderen mehr, hochklassisch bestaufgestellt sind. Das ist ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Bundesligakonkurrenz und zeigt was der direkte Verfolger um das Duell um den Meisterschaftstitel, draufhat. Während die SG BBM Bietigheim damit bereits sicher in die Hauptrunde einziehen wird, ist dieses Ziel für den THC in weite Ferne gerückt.

Zum Mittwochspiel: Jetzt gilt es alle störenden Nebengeräusche auszuschalten und den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Konsequent ist der Schalter auf die Bundesliga umzulegen. Die Aufgabe in Blomberg wird alles andere als leicht. Da ist der klare Heimsieg im Pokalmatch von vor zwei Wochen kein Garant für einen neuerlichen Sieg. Die HSG Blomberg-Lippe ist hervorragend in die neue Saison gestartet. Mit 6:2 Punkten aus den ersten vier Spielen liegen sie, wie Metzingen und Göppingen, unmittelbar auf den Verfolgerplätzen hinter dem Spitzenduo.

Mit dem Heimpublikum im Rücken werden die Gastgeberinnen sich steigern wollen und eine Revanche. „Man sieht sich schnell wieder“, sagt Herbert Müller und sieht vor dem Team eine äußerst schwierige Aufgabe gegen eine junge, eingespielte und erfolgreiche Mannschaft. Das wird überhaupt kein Selbstläufer, und „wir müssen vor allem körperlich präsent sein, auf Franziska Müller und die starke Laura Rüffieux am Kreis achten. Gegen Anna Monz, die eine überragende Saison spielt, konzentriert werfen.“ Er hat dabei die 31 Gegentore vom DHB-Pokalspiel im Hinterkopf. Der gefährliche Rückraum, mit der Dänin Silke Brons Petersen als Spielmacherin und Kathrin Pichlmeier auf Rückraum links, haben dabei 13 Tore gegen den THC geworfen. Die englischen Wochen werden nicht leichter, dennoch ist es das Ziel, die Punkte aus Blomberg mitzunehmen“, sagt Herbert Müller.

Es wird darauf ankommen, ob es der Mannschaft gelingt den Fokus auf die Liga zu legen, auch wenn es am Wochenende schon wieder in der Champions League weitergeht. Dann kommt der Titelverteidiger Györi AUDI ETO KC nach Nordhausen und da wird niemand Wunderdinge von der Heimmannschaft erwarten.

Zum Kader: Alle, bis auf Beate Scheffknecht und Anne Hubinger, sind einsatzbereit. Jana Krause wird wegen ihrer Ausbildung bei der Polizei, nicht mit nach Blomberg reisen.
Autor: red

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