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Di, 10:41 Uhr
30.10.2018
Arbeitsmarkt Oktober 2018

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1990

„Es gibt Licht und etwas Schatten am Arbeitsmarkt“, so Karsten Froböse, Leiter der Nordthüringer Arbeitsagentur. Die Arbeitslosigkeit sei im Oktober in Nordthüringen auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken. Bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern waren 7.824 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 33 weniger als im September und 248 weniger als im Oktober 2017. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober bei 5,8 Prozent...

Grafik (Foto: Arbeitsagentur)
„Trotz dieser guten Nachricht gibt es auch Anzeichen, dass sich die positive Entwicklung abschwächt“ so Froböse weiter. In den zurückliegenden Jahren sei die Beschäftigung stetig gewachsen. Im ersten Quartal diesen Jahres mussten wir erstmals ein geringes Minus (-0,1 Prozent) zum Vorjahr registrieren. Auch geht die Arbeitslosigkeit nicht mehr so stark zurück. Lag die Arbeitslosigkeit im August noch um 7 Prozent unter dem Vorjahr, so sind es jetzt nur noch 3,1 Prozent. Auch bei den Entlassungen gab es mehr als im Vorjahr. Das war über einen längeren Zeitraum nicht so.

Im Landkreis Nordhausen sank die Arbeitslosigkeit noch spürbar. Im Oktober gab es mit 2.852 Jobsuchenden im Südharz den niedrigsten Wert seit 1990. Das sind 1,2 Prozent weniger als im September und 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent. Im Oktober 2017 lag die Quote noch bei 7,2 Prozent.

Im Landkreis Eichsfeld sind derzeit 2.003 Männer und Frauen auf Jobsuche. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vorjahr bei 3,7 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis waren im Oktober 2.969 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ist dieser Wert konstant geblieben. Die Quote liegt bei 7,7 Prozent. Zum Oktober 2017 gibt es jedoch einen leichten Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.

Auch im Oktober zeigte sich, dass die Jugendlichen zuversichtlich auf den Arbeitsmarkt blicken können. Zum Vormonat ging die Zahl der arbeitslosen jungen Leute im Agenturbezirk um 9,1 Prozent auf 522 zurück. Bei den unter 25jährigen beträgt die Arbeitslosenquote 5,5 Prozent. Vor allem junge Fachkräfte werden von den Unternehmen gesucht.

Berufsberatungsjahr endet mit einem Plus an Ausbildungsstellen
Die Jugendlichen hatten auch im zurückliegenden Jahr sehr gute Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt.
Während die Bewerberzahl etwas gesunken ist, nahm die Zahl der gemeldeten Stellen zu. 1.449 Bewerber haben sich seit Oktober 2017 bei den Berufsberatern gemeldet, von den Unternehmen wurden 1.614 Ausbildungsstellen bereitgestellt. Auf 100 Ausbildungsstellen kamen rechnerisch 90 Bewerber. Rund 140 Ausbildungsstellen sind derzeit noch frei.

Mehr als die Hälfte dieser Ausbildungsstellen gibt es in den Bereichen Produktion und Fertigung. 76 Bewerber galten Ende September als nicht versorgt. Diese Ausbildungssuchenden haben entweder keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden oder ihr bestehendes Ausbildungsverhältnis wurde bereits im September wieder beendet.
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Kommentare

30.10.2018, 11.05 Uhr
Bärbel174 | Sieht ja schön aus...
Das sieht ja auf der Grafik sehr schön aus, dass Nordhausen in grünem Licht erstrahlt. Ich hinterfrage trotzdem die Zahlen....
Was ist denn mit den Männern und Frauen, die nicht bei der Arbeitsagentur als "Jobsuchend" gemeldet sind und trotzdem nicht arbeiten? ...und ich rede jetzt nicht von Rentnern, sondern denen, die eigentlich arbeiten könnten und es nicht tun oder "dürfen", warum auch immer...
30.10.2018, 11.35 Uhr
Leser X | Nachdem nun fast alle ehemaligen Arbeitslosen...
... in Billigjobs genötigt wurden, ist der Spielraum nach unten nun natürlich geringer geworden. Bin schon gespannt, welche neuen Tricks dann demnächst angewandt werden, um die Statistik, sie so gar nichts mehr aussagt über das Leben in diesem Land, weiter zu frisieren.
30.10.2018, 12.30 Uhr
Mueller13 | @ Leser X - Aluhut absetzen!
Sie bezweifeln, dass wir wesentlich weniger Arbeitslose haben als vor 10 Jahren?
Sie bezweifeln, dass das durchschnittliche Einkommen in den letzten Jahren gut gestiegen ist?

Ihr Aluhut ist von guter Qualität. Er schützt Sie erfolgreich vor der Realität.

PS: dass die Abzüge zu hoch sind, stelle ich nicht in Frage. Dass wir mittlerweile über 70% abführen, ist absurd. Aber darüber beschweren Sie sich nicht, das finden Sie normal. Lieber mutmaßen Sie gefälschte Statistiken.
30.10.2018, 12.58 Uhr
Leser X | Mueller13
Zunächst: ich bin kein Hutträger.

Ansonsten haben Sie offenbar nicht verstanden, um was es mir ging: In der Statistik sind weniger Arbeitslose. Das scheint Ihnen sehr wichtig und damit hätten Sie Recht.

Aber: Weniger Arbeitslose werden heute mit Nötigung zum Lohnverzicht, unbezahlter Mehrarbeit und und und erkauft. Obwohl sich die Wirtschaft insgesamt dumm und dämlich verdient.

Als Erpressungsmittel wurde von der SPD Hartz IV erfunden. Funktioniert alles "hervorragend" und entfaltet seine Langzeitwirkung wie jüngst in Bayern und Hessen. Aber das wäre schon wieder ein anderes Thema.
30.10.2018, 14.10 Uhr
Leo 1A5 | 5,5% im Kyffhäuserkreis
Bei den unter 25 Jährigen!

Sind bei den 5,5% auch schon Die mit eingerechnet die durch Drogenkonsum nicht mehr arbeitsfähig sind?

Da das als Krankheit gilt hat der Jugendliche von heute die Wahl arbeiten oder Drogen konsumieren bis zum umfallen.

Viele die eigentlich arbeiten könnten haben sich selbst durch Drogenkonsum in die Arbeitslosigkeit befördert durch zuspät kommen auf Arbeit oder Fahrten unter Drogen .

Dann ,,Harz IV und der Tag gehört dir" und weiter unter Drogen Auto fahren und Nachts die Bevölkerung erleichtern (Einbruch,Diebstahl ) und wenn man sie dann erwischt nach einer Verfolgungsjagd durch den halben Kreis ?

Sind sie ganz schnell wieder draußen und 4 Wochen später sieht man sie schon wieder am Steuer eines KFZ an der Tankstelle am helichten Tag im bekannten Agregatzustand(besoffen oder zugedröhnt).

Das ist die Realität im Kyffhäuserkreis und für sowas gehen wir alle mitarbeiten!

EINFACH NUR GEIL
30.10.2018, 14.47 Uhr
Leser X | Leo1A5, das tut mir sehr leid...
... dass es in Ihrer Heimat so schlimm steht. Hier bei uns im LK NDH gibt es einen solchen von Ihnen geschilderten Alltag nur am Rande.
30.10.2018, 16.01 Uhr
Mueller13 | @ Leo1: Sozialdarwinismus
Diesbezüglich (Alkohol, Drogen, Faulheit) plädiere ich für Sozialdarwinismus. Wer sich selbst schädigt, trotz aller Hilfen sein Leben nicht in den Griff bekommt, kann nicht von der Gesellschaft erwarten, dass sie ihn dauerhaft versorgt.
30.10.2018, 16.57 Uhr
Leo 1A5
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrages
30.10.2018, 21.23 Uhr
RWE | Keine Hartzer und keine Drogen in NDH??
Lieber Leser X, Schauen sie sich doch mal um in der Uferstraße, den Petersberg oder an diversen Lebensmittelläden um. Was sich da so an Nichtsnutzen den Verstand wegballert. Und dazu muß man nicht mal den Einbruch der Dunkelheit abwarten, wo man in NDH auch allerelei Sachen außer geistigen Getränke problemlos erwerben kann.
Ich meine ich will nicht die Weltrevolution wie sie, aber Mißbrauch von Zeitarbeit und Befristungen verurteile ich auch. Auch kann es jeden mit der Arbeitlosigkeit erwischen. Aber manche wollen nicht und/oder haben selber schuld.
30.10.2018, 22.08 Uhr
Friedrich1. | Richtig RWE
nur so geht es .
Und hütet Euch vor denen , die sagen , geht nicht arbeiten.
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