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Do, 11:42 Uhr
22.11.2018
NABU Thüringen

llegale Wolfstötungen sind kein Kavaliersdelikt

Mit Blick auf die heute vorgelegten offiziellen Zahlen zur Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland kritisiert der NABU Thüringen die gestiegene Zahl illegaler Wolfstötungen...


„Auch bei uns im Freistaat wird von politisch motivierten Kreisen ein Klima der Verunsicherung erzeugt, dass den illegalen Abschuss von geschützten Arten, wenn nicht rechtfertigt, aber zumindest anfeuert“, sagt Silvester Tamás, der Sprecher der Landesarbeitsgruppe Luchs und Wolf.

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Als Beispiel nennt er die jüngst vom CDU-Landtagsabgeordneten, Egon Primas, gemachten Äußerungen während der Veranstaltung „Landtag im Dialog“ in Nordhausen. „Wir brauchen keinen Wolf – wehret den Anfängen – weg Schluss aus - weg damit – schießen“, so Primas. „Wir können nicht akzeptieren, dass politische Mandatsträger sich hinreißen lassen, streng geschützte Arten wie den Wolf und auch Luchs öffentlich zu verunglimpfen und sogar zu deren Tötung und Abschuss aufzurufen."

„Aus juristischer Sicht sind Äußerungen wie von Egon Primas zum Abschuss von Wölfen in der Öffentlichkeit äußerst problematisch und könnten bei Bekanntwerden auch durch amtliche Stellen zur Strafanzeige gebracht werden“, so Katy Wächter, Juristin und stellvertretende Sprecherin der Landesarbeitsgruppe Wolf und Luchs beim NABU Thüringen.

Allein in diesem Jahr wurden in Deutschland bereits acht Wölfe mit Schussverletzungen tot aufgefunden. Seit 2003 wurden bundesweit 35 Tiere illegal geschossen. Die Dunkelziffer ist mit großer Wahrscheinlichkeit viel höher. „In Thüringen wurde nach aktuellem Kenntnisstand noch kein Wolf illegal getötet. Äußerungen wie die von Primas können aber den Boden dafür bereiten.“

Der NABU Thüringen kritisiert Vertreter aus Politik und Landwirtschaft sowie Teile der Jagdlobby, die immer wieder aufs Neue eine fachlich völlig unzureichend begründete Bejagung der Wölfe fordern, und dies auch noch unter dem Deckmantel des Herdenschutzes. Bejagung ersetzt keinen Herdenschutz.

Hintergrund: 73 Rudel, 30 Paare und drei territoriale Einzeltiere – das sind die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) offiziell vorgelegten Bestandszahlen von Wölfen in Deutschland aus dem Monitoringjahr 2017/18. Der Zuwachs der Territorien von rund 27 Prozent ist aus biologischer Sicht vollkommen normal für die Entwicklung der Wolfspopulation. Einen günstigen Erhaltungszustand hat die Population noch nicht erreicht.
Autor: red

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Kommentare
blondchen
22.11.2018, 12:33 Uhr
Das geht gar nicht
Was Herr Primas hier sagt geht gar nicht. Zeigt aber seine Einstellung.Das ist mindestens Aufruf zu einer Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat und sollte von Amtswegen verfolgt werden. Bestrafen wir doch den Herrn bei der nächsten Wahl mit seinen eigenen Worten "wir brauchen keinen Egon Primas -wehret den Anfängen -weg Schluss aus-weg damit, "
Gallo
22.11.2018, 13:32 Uhr
Wenn diese Aussage wirklich so gemacht wurde,
ist das ein Aufruf zum Rechtsbruch. Es ist weder christlich noch demokratisch, zum Töten aufzurufen. Aber was soll man auch von einem Vertreter dieser Partei erwarten.
Kritiker2010
22.11.2018, 19:24 Uhr
Liebe Wolfs-Romantiker,
wenn sich Canis lupus in der Nähe meiner Behausung zeigen sollte, werde ich wirklich versuchen, die übrigen Menschen davon abzuhalten, ihn direkt zu liquidieren.

Wir werden uns mühen, das edle Tier lebend zu fangen und direkt in die Nabu-Zentrale zu bringen. Natürlich können wir ihn dort nicht eingesperrt lassen, schließlich handelt es sich um ein Wildtier, das braucht Auslauf.

Und dann möchte ich mal die Blicke der dort "arbeitenden" Wolfsschützer sehen, wenn sie der hungrigen Realität in die blitzenden Augen blicken - so wie vielleicht irgendwo anders ein kleines Mädchen beim Blumenplücken auf der Wiese hinterm Haus - aber das sind ja alles nur Horrorgeschichten.

So ein moderner Wolf kommt sicher nur auf der Suche nach WLAN-Empfang in die Nähe des Menschen.
Emerson
22.11.2018, 20:00 Uhr
Wolftötungen
Die Einstellung von Herrn Primas kann ich nur begrüßen. Hundert Jahre gab es keinen Wolf in Deutschland und jetzt auf einmal ist er das wichtigste was es gibt. Und die Grünen die sowieso nicht ganz richtig sind im Kopf, die ja auch 6-7 € für Benzin oder Diesel zahlen wollen, regen sich mächtig auf wenn mal durchgegriffen wird. Ich sage immer 80 % der Deutschen sind bescheuert und es trifft auch zu.
egw
23.11.2018, 00:01 Uhr
#emerson
Lieber Emerson,
der Wolf war hier über Jahrtausende zu Hause, ehe er von Menschen ausgerottet und verdrängt wurde. Er ist der Urvater eines unserer beliebtesten Haustiere, dem Hund. Zum Glück wird uns Herr Primas nicht so lang begleiten und hoffentlich auch nicht seine mittelalterlichen Ansichten. Aber ... selber Jäger- was soll man da erwarten???
Leo 1A5
23.11.2018, 07:49 Uhr
der Wolf
ist auch teilweise ein Aaßfresser das sollte man auch bedenken.

Schafherden kann man durch Herdenschutzhunde und durch Esel effektiv vor Wölfen schützen das wird überall von Anatolien bis nach Ungarn so gehandhabt. der Esel stellt sich dem Wolfsrudel und lenkt dadurch von den Schafen.

Das Problem hier sind dann eher die Spaziergänger die denken sie müssen durch die Schafherde laufen und der Herdenschutzhund macht da keinen Unterschied zwischen Wolf und Wanderer mit Stock also Beisunfall!

Der beste Schutz für Schafe besteht aus Elektronetzen und min. zwei Herdenschutzhunden (Kaukase oder Marema Abruzen Berghund) in der Herde.

Diese Hunde kosten Geld und Futter und das müsste durch Fördermittel den Schäfern erstattet werden.

Der Wolf füllt eine Lücke, man muss naürlich wenn der Bestand zu groß wird auch wieder über ein teilweises bejagen des Wolfes nachdenken.

Von unnötiger Panik in dem Zusammenhang halte ich jedenfalls nichts.

Genauso das Panikgemache mit der Afrikanischen Schweinepest wo jedes Wildschwein weggeschossen werden sollte.
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