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Di, 12:32 Uhr
01.01.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Geldtransporte werden deutschlandweit bestreikt

Banken und Geschäfte sollen ohne frisches Bargeld. Verhandlungen werden morgen fortgesetzt. Dazu diese Meldung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)...



Hunderte Geldtransporte in ganz Deutschland werden ab Mittwochmorgen (2.1.) bestreikt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen.


Nach fünf ergebnislosen Runden mit den Arbeitgebern werden die Tarifverhandlungen am 3. und 4. Januar in Bad Nauheim fortgesetzt. „Unsere Botschaft an die Arbeitgeberseite ist klar: Wenn wieder kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liegt, werden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes.


Durch die Streiks wird der Bargeldverkehr in Deutschland erheblich gestört. Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekommen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer sind, werden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht sichergestellt.


ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr, bzw. eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. Durch die Angebote der Arbeitgeberseite würden sich die Verdienstunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern noch vergrößern.


„ver.di hat sich in den Verhandlungen kompromissbereit gezeigt, aber solche Vorschläge sind nicht kompromissfähig“, sagte Peukes. Die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer, die bewaffnet sind und einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, liegen im Osten bei 1.800 bis 2.400 und im Westen bei 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat. Die Beschäftigten der Branche leben in der Regel in Ballungsgebieten mit hohen Mieten und Lebenshaltungskosten. Die Gewinne der Unternehmen der Geld- und Wert-Branche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

Die zentrale Streikkundgebung für die Streikenden aus der mitteldeutschen Region findet ab 10:30 Uhr am Volkshaus Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 30, statt.

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Kommentare

01.01.2019, 20.57 Uhr
Realist 1.0 | Richtig so, das der Geldtransport streikt aber
ziemlich niedrige Forderung der Gewerkschaft, da sollte sich Verdi ein Beispiel bei den Bahngewerkschaften nehmen.Es ist schon irgend wie seltsam in der Sicherheitsbranche, alle wollen sie Sicherheit, aber soll so gut wie nichts kosten. Es wird wirklich mal Zeit das da was bewegt, gerade die Geldtransporter haben es wirklich verdient.

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