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Di, 14:32 Uhr
08.01.2019
Neues aus dem Bistum Erfurt

Junge Eichsfelder fliegen zum Weltjugendtag nach Panama

Für elf junge Thüringerinnen und Thüringer beginnt das neue Jahr mit einer Reise über den „großen Teich“: Sie fliegen zum 34. Weltjugendtag nach Panama-City, wohin Papst Franziskus Jugendliche aus aller Welt eingeladen hat. Darunter auch Eichsfelder...

Rund 250.000 junge Menschen, darunter 2.300 aus Deutschland, haben sich angemeldet. Das Treffen findet vom 22. bis 27. Januar statt und steht unter dem Motto: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“. Ein Satz, den die Gottesmutter Maria im Lukas-Evangelium (1,38) bei der Ankündigung der Geburt Jesu spricht.

Bevor die neun Frauen und zwei Männer im Alter von 20 bis 35 Jahren, die meisten aus dem Eichsfeld, am Samstag, 12. Januar aufbrechen, erhalten sie in der Vorabendmesse der Erfurter Pfarrei St. Laurentius den Reisesegen von Jugendpfarrer Thomas Gehlfuß (Lorenz-Kirche, 18 Uhr). In München vereinigt sich die Gruppe mit jungen Erwachsenen aus den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz, um am Sonntag früh nach Panama-City zu fliegen.

„Diese 42 Teilnehmende aus Ostdeutschland erwartet ein riesiges Glaubensfestival mit neuen Impulsen für das eigene Glaubensleben.“ Carmen Bröckl macht aus ihrer Begeisterung keinen Hehl. Als Bildungsreferentin des Bereiches Kinder und Jugend im Seelsorgeamt kümmert sie sich im Bistum Erfurt um die Vorbereitung und Durchführung der Reise.

Die 29-Jährige freut sich besonders auf die Tage der Begegnung im panamaischen Bistum Santiago de Veraguas, wo die Ostdeutschen in Gastfamilien untergebracht sind. Diese Tage gehen den Veranstaltungen mit dem Papst in Panama-City voraus. „In Santiago de Veraguas erleben wir hautnah, wie die Menschen in Panama leben und glauben“, sagt Bröckl. Das seien sehr intensive Momente, die lange nachwirkten.

In Panama-City werden 250.000 junge Menschen am Donnerstagabend (24.1.) den Papst willkommen heißen. Drei Gottesdienste feiert Franziskus mit der Jugend an den drei folgenden Tagen. Der letzte ist am Sonntag (27.1.) um 8 Uhr früh, der Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages. Die Treffen mit dem Papst sind gewiss Höhepunkte, aber sie allein machen nicht den Weltjugendtag aus. Es gibt weitere Großveranstaltungen, Konzerte, Theater, Gesprächsrunden mit Bischöfen und ein tägliches Jugendfestival. „Das ist Weltkirche pur“, freut sich Carmen Bröckl auf den Austausch mit jungen Katholikinnen und Katholiken von allen Kontinenten der Erde.

Sie bedauert, dass dieses Mal nur eine kleine Gruppe aus Thüringen zum Weltjugendtag fahren kann, zumal vor und nach dem internationalen Treffen noch Gelegenheit ist, Panama ein wenig besser kennen zu lernen. „Wir reisen auf der berühmten Panamericana, die Alaska im Norden Amerikas mit Feuerland im Süden verbindet, und natürlich überqueren wir auch den Panama-Kanal.“ Insgesamt sei man drei Wochen unterwegs zu lang für Schülerinnen und Schüler außerhalb der Sommerferien, und auch für viele Studierende und Jugendliche im Arbeitsleben. Aber aus klimatischen Gründen findet der Weltjugendtag im Januar statt. Dann reist es sich in Panama am besten, weil die Trockenheit die Regenzeit abgelöst hat.

Zum Trost für die Daheimgebliebenen verweist Carmen Bröckl auf das Internet und die sozialen Medien, wo man den Weltjugendtag live von daheim aus verfolgen und mit der Gruppe Kontakt halten kann: www.panama2019.de, facebook.com/jugendbistumerfurt, instagram.com/bkj_bistum_erfurt
Peter Weidemann

Stichwort „Weltjugendtag“

Weltjugendtage lassen junge Menschen auf eindrucksvolle Weise die katholische Kirche als Weltkirche erleben. Auf Initiative von Papst Johannes Paul II. entstanden die Weltjugendtage 1984 als Orte der Begegnung und Glaubensfeste junger Menschen. Sie finden alle zwei bis drei Jahre als internationale Veranstaltungen und in den Jahren dazwischen auf regionaler Ebene in den einzelnen Diözesen statt. Die letzten Weltjugendtage wurden 2016 in Krakau und 2013 in Rio de Janeiro gefeiert.

Panama ist das bisher kleinste Land, das den Weltjugendtag ausrichtet. Die jungen Christinnen und Christen feiern bei den Gottesdiensten ihren Glauben, hören Bibel-Texte und sprechen darüber. Außerdem gibt es ein umfangreiches Kulturprogramm mit Konzerten, Ausstellungen und Theatervorführungen. Für die Jugendlichen sind die Weltjugendtage auch Gelegenheit, vielfältige interkulturelle Kontakte zu knüpfen. www.wjt.de
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