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Mi, 11:52 Uhr
09.01.2019
DRK Eichsfeld

Pflegebegleiter helfen Angehörigen

Wird jemand in der Familie sehr krank und sogar zum Pflegefall, dann wissen die Angehörigen oft nicht, was sie tun können oder wer ihnen Rat geben kann. Das DRK Eichsfeld hatte sich deshalb 2016 Jahr dem Netzwerk der Pflegebegleiter angeschlossen. Was es konkret bedeutet, lesen Sie hier....

Ansprache Reinhardt (Foto: Ilka Kühn)
Es ist ein Projekt, das von der Alzheimer Gesellschaft Thüringen begleitet wird und sich an die Angehörigen wendet, die jemanden pflegen.

Am 17. August 2016 war die Gründungsveranstaltung im Rahmen des Sommerfestes der Pflege im DRK-Seniorenheim. Projektinitiatoren sind Marianne Richter, Nicole Gatzemeier und Stephan Köhler. Als Pflegebegleiter konnten bereits acht Frauen und ein Mann gewonnen werden, die alle ehrenamtlich tätig sind.

Natürlich mussten auch sie erst einmal lernen, was denn ein Pflegebegleiter alles wissen muss und tun kann. So erfolgte eine konkrete Ausbildung, in über 60 Stunden erhielten die Pflegebegleiter ihr Rüstzeug sozusagen. Einiges hat jeder einzelne von ihnen bereits mitgebracht, denn alle waren schon in irgendeiner Weise mit Krankenpflege oder auch Telefonseelsorge vertraut.

Monatlich einmal kommen die Pflegebegleiter in Worbis zusammen. Da werden Erfahrungen ausgetauscht und neues Wissen vermittelt. Natürlich trafen sich alle auch vor Weihnachten. Doch das war ein ganz besonderer Termin. Die Pflegebegleiter erhielten ihre Zertifikate, wo ihnen bestätigt wird, dass sie über das nötige Wissen verfügen und als Pflegebegleiter unterwegs sein können.

Pflegebegleiter erhielten Zertifikate (Foto: Ilka Kühn)
Es war eine würdige Feierstunde. Der Präsident des DRK-Eichsfeld, Gerd Reinhardt, würdigte die Arbeit der Pflegebegleiter und übermittelte die herzlichsten Glückwünsche. In den Schulungen ging es um solche Themen wie Fürsorge und Selbstsorge pflegender Angehörigen, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und es gab Vorträge über Demenz, Schmerzmedikation und Naturheilverfahren.

Was jemand leisten muss, der einen Angehörigen pflegt, kann man sich vorstellen. Doch was haben Pfelgebegleiter für Aufgaben? Sie sind für die Angehörigen und Familien da, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Es geht in erster Linie darum, demjenigen, der pflegt, etwas Gutes zu tun. Das ist es schon wertvoll, wenn er nur mal jemand hat, mit dem er reden kann. Die Pflegenden sollen spüren, dass auch jemand für sie da ist. Sie können sich zu den verschiedensten Themen Rat holen, auch wenn es um Hilfsmittel geht, die angeschafft werden können oder um Vergütungen.

Die Pflegebegleiter kommen dabei zu den Angehörigen vor Ort oder treffen sich auf "neutralem" Gebiet, wenn der Angehörige zu Hause keinen Besuch wünscht. Die Pflegebegleiter hören zu und behandeln vor allem die Sorgen und Probleme ganz diskret, da sind sie verpflichtet. Individuell und vor allem auch unbürokratisch werden Wege und Lösungen für Probleme gesucht. Sie haben aber nichts mit der Pflege eines Menschen zu tun.

Die derzeit acht Pflegebegleiter sind im ganzen Landkreis unterwegs. Sie würden sich über Verstärkung freuen. Also, wer anderen ehrenamtlich helfen möchte, braucht sich nur zu melden, am besten in der Koordinationsstelle beim DRK in Worbis unter der Telefonnummer 036074-964 14.

Seit dem vergangenen Jahr sind die Pflegebegleiter auch mit einem Infomobil im Eichsfeld unterwegs. Zum Infomobil kann jeder kommen und sich erste Infos über die Pflegebegleitung holen und sein Anliegen dort im Infomobil bereits vortragen. Es gibt verschiedene Termine in diesem Jahr. Der in Grobodungen steht bereits fest: dort wird das Infomobil am 27, März am Edeka Markt halten in der Zeit von 14 bis 17 Uhr.

Und übrigens: die Leistungen der Pflegebegleiter sind für die Angehörigen kostenfrei.
Ilka Kühn
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