Mo, 17:11 Uhr
04.02.2019
Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen
Veranstaltungen im 30. Jahr der Grenzöffnung
Was hat sich vergangenes Jahr im Grenzlandmuseum Eichsfeld getan, was ist in diesem Jahr zu erwarten? Um die Antworten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hatten der Vorstand und die Geschäftsführung des Grenzlandmuseums vor ein paar Tagen die Presse eingeladen.....
Grenzlandmuseum (Foto: Ilka Kühn)
Georg Baumert, Horst Dornieden, Wolfgang Nolte und Mira Keune freuen sich auf die Herausforderungen im 30. Jahr der Grenzöffnung.
Im 30. Jahr des Mauerfalls ist es sicher logisch, dass sich manche Veranstaltung in diesem Jahr diesem Thema widmet. Doch bevor das Programm vorgestellt wurde, gab Horst Dornieden als Vorsitzender des Trägervereins einen Rückblick. Und der sah gar nicht schlecht aus.
Horst Dornieden sprach von leicht gestiegenen Besucherzahlen auf insgesamt 52 718 mit Besuchen des Grenzweges. 2017 waaren es 52 585 Bescuher. Auch bei den Umweltworkshops gab es mehr Interesse.
Das Grenzlandmuseum Eichsfeld sieht sich als Schul-Lern-Ort und kann sich auch über ansteigende Schülerzahlen freuen. So kamen in 2018 rund 4500 Schüler ins Grenzlandmuseum.
In 413 Führungen haben sich Besucher aus den unterschiedlichsten Regionen informieren lassen. Der Fokus soll künftig noch mehr auf jüngere Besucher gelegt werden. So steht die Frage: Was erwarten Schulklassen und Lehrer im Grenzlandmuseum?
Das Team des Grenzlandmuseums freut sich, dass es auf Pädagogen zurückgreifen kann, sowohl aus Niedersdachsen und aus Thüringen, die von den entsprechenden Kultusministerien gefördert werden.
Für den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Nolte war es beim Pressegespräch besonders wichtig, einen Blick nach 1989 zu werfen. Gut, das wir uns bei den Eichsfelder Grenzspuren auf den Weg gemacht haben, sagte er. Alles, war wir in den Jahren geschaffen haben, braucht Sicherung für die Zukunft, fügte er an. Wolfgang Nolte richtete seinen Dank an die derzeit 194 Mitglieder des Fördervereins und hofft, dass es in diesem Jahr noch mehr werden. Dank sagte er aber auch den Landkreisen, dem Freistaat Thüringen und allen die in Verantwortung für das Grenzlandmuseum sind.In Richtung Niedersachsen blickend, wünschte er sich neben der Anerkennung nun auch einen finanziellen Beitrag für das Grenzlandmuseum Eichsfeld.
Das 30. Jahr der Grenzöffnung ist auch ein besonderes für das Grenzlandmuseum, eine besondere Herausforderung. Die soll sich nun in einem speziellen Programm widerspiegeln, dass Geschäftsführerin Mira Keune vorstellte, vor allem erst mal für das erste Halbjahr:
Zwischen Februar und Juli 2019 bietet das Grenzlandmuseum Eichsfeld zehn Veranstaltungen an, die das Themenspektrum ‚Aufarbeitung der SED-Dikatur‘, ‚Demokratie in Deutschland‘ sowie ‚Ökologie und Umwelt‘ umfassen. In diesem herausragenden Jubiläumsjahr 2019 stehen die Friedliche Revolution und der Fall des Eisernen Vorhangs, der Europa über 40 Jahre getrennt hatte, im Vordergrund der vielfältigen Angebote.
Den Auftakt macht der erste Part einer vierteilige Vortragsreihe mit dem Titel Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Sie erinnert an den Fall des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Die 12.500 km lange Vortragsreise durch Europa beginnt im Süden. Im ersten Teil, am 28. Februar 2019, geht es um den Balkan.
Im letzten Teil im Dezember wird die Region Fennoskandien vorgestellt. Historische und ökologische Fachvorträge verdeutlichen dabei die Bedeutung des Eisernen Vorhangs als größte Erinnerungslandschaft des Kalten Krieges und größtes gesamteuropäisches Naturschutzprojekt.
Es wird mit vielen Partnern gearbeitet. So beispielsweise mit der Heinz Sielmann Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung, der Adenauer Stiftung. Aber auch Vereine wie die Goldene Mark und der Verein gegen das Vergessen bringen sich ein. Fachtagungen werden organisiert. Im zweiten Halbjahr wird es ganz spezielle Veranstaltungen zu 30 Jahre Grenzöffnung geben, so zum Beispiel am 9.-11. November ein Gedenkwochenende mit vielen Höhepunkten.
Ilka Kühn
Autor: ik
Grenzlandmuseum (Foto: Ilka Kühn)
Georg Baumert, Horst Dornieden, Wolfgang Nolte und Mira Keune freuen sich auf die Herausforderungen im 30. Jahr der Grenzöffnung.
Im 30. Jahr des Mauerfalls ist es sicher logisch, dass sich manche Veranstaltung in diesem Jahr diesem Thema widmet. Doch bevor das Programm vorgestellt wurde, gab Horst Dornieden als Vorsitzender des Trägervereins einen Rückblick. Und der sah gar nicht schlecht aus.
Horst Dornieden sprach von leicht gestiegenen Besucherzahlen auf insgesamt 52 718 mit Besuchen des Grenzweges. 2017 waaren es 52 585 Bescuher. Auch bei den Umweltworkshops gab es mehr Interesse.
Das Grenzlandmuseum Eichsfeld sieht sich als Schul-Lern-Ort und kann sich auch über ansteigende Schülerzahlen freuen. So kamen in 2018 rund 4500 Schüler ins Grenzlandmuseum.
In 413 Führungen haben sich Besucher aus den unterschiedlichsten Regionen informieren lassen. Der Fokus soll künftig noch mehr auf jüngere Besucher gelegt werden. So steht die Frage: Was erwarten Schulklassen und Lehrer im Grenzlandmuseum?
Das Team des Grenzlandmuseums freut sich, dass es auf Pädagogen zurückgreifen kann, sowohl aus Niedersdachsen und aus Thüringen, die von den entsprechenden Kultusministerien gefördert werden.
Für den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Nolte war es beim Pressegespräch besonders wichtig, einen Blick nach 1989 zu werfen. Gut, das wir uns bei den Eichsfelder Grenzspuren auf den Weg gemacht haben, sagte er. Alles, war wir in den Jahren geschaffen haben, braucht Sicherung für die Zukunft, fügte er an. Wolfgang Nolte richtete seinen Dank an die derzeit 194 Mitglieder des Fördervereins und hofft, dass es in diesem Jahr noch mehr werden. Dank sagte er aber auch den Landkreisen, dem Freistaat Thüringen und allen die in Verantwortung für das Grenzlandmuseum sind.In Richtung Niedersachsen blickend, wünschte er sich neben der Anerkennung nun auch einen finanziellen Beitrag für das Grenzlandmuseum Eichsfeld.
Das 30. Jahr der Grenzöffnung ist auch ein besonderes für das Grenzlandmuseum, eine besondere Herausforderung. Die soll sich nun in einem speziellen Programm widerspiegeln, dass Geschäftsführerin Mira Keune vorstellte, vor allem erst mal für das erste Halbjahr:
Zwischen Februar und Juli 2019 bietet das Grenzlandmuseum Eichsfeld zehn Veranstaltungen an, die das Themenspektrum ‚Aufarbeitung der SED-Dikatur‘, ‚Demokratie in Deutschland‘ sowie ‚Ökologie und Umwelt‘ umfassen. In diesem herausragenden Jubiläumsjahr 2019 stehen die Friedliche Revolution und der Fall des Eisernen Vorhangs, der Europa über 40 Jahre getrennt hatte, im Vordergrund der vielfältigen Angebote.
Den Auftakt macht der erste Part einer vierteilige Vortragsreihe mit dem Titel Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Sie erinnert an den Fall des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Die 12.500 km lange Vortragsreise durch Europa beginnt im Süden. Im ersten Teil, am 28. Februar 2019, geht es um den Balkan.
Im letzten Teil im Dezember wird die Region Fennoskandien vorgestellt. Historische und ökologische Fachvorträge verdeutlichen dabei die Bedeutung des Eisernen Vorhangs als größte Erinnerungslandschaft des Kalten Krieges und größtes gesamteuropäisches Naturschutzprojekt.
Es wird mit vielen Partnern gearbeitet. So beispielsweise mit der Heinz Sielmann Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung, der Adenauer Stiftung. Aber auch Vereine wie die Goldene Mark und der Verein gegen das Vergessen bringen sich ein. Fachtagungen werden organisiert. Im zweiten Halbjahr wird es ganz spezielle Veranstaltungen zu 30 Jahre Grenzöffnung geben, so zum Beispiel am 9.-11. November ein Gedenkwochenende mit vielen Höhepunkten.
Ilka Kühn