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Do, 13:09 Uhr
21.02.2019
Göttingen

Geplante Preisverleihung scharf kritisiert

Am 9. März soll der Göttinger Friedenspreis an die Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ verliehen werden. Das Göttinger Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus – Jachad hat zu diesem Anlass einen offenen Brief veröffentlicht und die geplante Preisverleihung scharf kritisiert.....

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Marco Peters, Sprecher des Bündnisses erklärt dazu: »Die Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« ist ein Skandal. Wir begrüßen, den Rückzug von Stadt und Universität aus der diesjährigen Preisverleihung. Dies darf aber nicht die einzige Konsequenz bleiben. Es muss aufgearbeitet werden, weshalb die Organisation der Jury prämierungswürdig erscheint und wieso das Kuratorium erst nach massivem öffentlichem Druck intervenierte.«



Die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« ist als offizielle Organisation von BDS in Deutschland gelistet. Die »Boycott, Divest, Sanction« Bewegung ist für ihre antiisraelische Politik bekannt und hat folgerichtig von zahlreichen deutschen Städten ein Veranstaltungsverbot in den Räumlichkeiten der jeweiligen Städte erhalten.



Marco Peters: »Die »Jüdische Stimme« ist bisher ausschließlich als Vorfeldorganisation der Boykottkampagne »BDS« aufgefallen, deren Website sie auch als Unterstützerin aufführt. Die konkreten Aktivitäten des Vereins erschöpfen sich in der Publikation israelfeindlicher Texte. Welchen Beitrag die Forderung nach Beseitigung des jüdischen Staatscharakters Israels zum »Frieden im Nahen Osten« leisten soll, bleibt schleierhaft. Es drängt sich die Frage auf, wie die Auswahl getroffen wurde.«

Mittlerweile gab es ein breites Presseecho und zahlreiche gesellschaftliche Akteure, wie der Zentralrat der Juden oder auch die örtliche FDP haben sich bereits geäußert, doch ebenso wie es die wenig überraschende Unterstützung für die Preisträger aus dem BDS Umfeld gibt, bleiben viele Akteure bislang still.



Marco Peters: »Zwar haben sich Stadt und Universität für die diesjährige Preisverleihung schnell aus der Affäre gezogen, doch bleibt die Verflechtung mit der Stiftung vorerst bestehen. Dieser Vorfall geschah nicht zufällig, sondern reiht sich ein in eine Kette von Fällen, in denen Akteure in der Stadt und Universität kein Bewusstsein hatten, sich kritisch mit Antisemitismus und Antizionismus auseinanderzusetzen, wie bereits an der Auseinandersetzung um die »Nakba-Ausstellung« im Jahr 2016 deutlich wurde.«

Marco Peters abschließend: »Wir fordern daher, dass die Kuratoriumsmitglieder es bei einer bloßen Distanzierung nicht belassen, sondern die Jury neu besetzen, um derartige Vorfälle in Zukunft auszuschließen. Andernfalls müssen Stadt und Universität der Stiftung die Zusammenarbeit zukünftig vollständig versagen und sich von ihr organisatorisch entflechten. Antizionismus und Antisemitismus dürfen keinen Platz in der Göttinger Stadtgesellschaft haben.«
Autor: ik

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