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Sa, 07:07 Uhr
30.03.2019
Friedland

LKW blockierte im Heidkopftunnel

Ein Sattelzug kam mit einem Reifenschaden in der Südröhre des Heidkopftunnels auf dem Hauptfahrstreifen zum Stillstand. Aufgrund der Gesamtsituation mußte die Südröhre des Heidkopftunnels gesperrt werden.....

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Während der Fahrt hatte sich die Zwillingsbereifung linksseitig infolge gebrochener Radbolzen komplett von der Achse gelöst.

Nach Entfernung aller Fahrzeugteile von der Fahrbahn und Absicherung des Sattelzuges wurde der vor Südröhre aufgestaute Verkehr an der Schadensstelle mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigeleitet. Zeitgleich wurde der Nachfolgende Verkehr an der AS Friedland abgeleitet.

Hier staut sich der Verkehr aktuell auf ca. 3 km Länge. Aufgrund umfangreicher Reparatur- und Schlepparbeiten muss mit einer längeren Sperrung der BAB 38 an der AS Friedland gerechnet werden.
Autor: ik

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Kommentare
Real Human
30.03.2019, 12:02 Uhr
„Pars pro toto“:
Habe mal nach „LKW Verursacher Fahrbahnschäden“ gegoogelt und auf Zeit-Online vom 28. Juli 2011 unter „Stimmts-Strasse“ (Kolumne von Christoph Drösser) folgendes Rechenbeispiel gefunden:

„Ein gewöhnlicher Pkw mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Straße, das ist das 15-Fache. Das Vierte-Potenz-Gesetz sagt nun: Die Belastung für die Straße und damit der angerichtete Schaden ist pro Achse nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern der Faktor beträgt 15⁴, also 15x15x15x15, das ist 50.625.

Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw, schädigt er die Straße sogar mehr als 100.000-mal so stark. […]

Das sollten vielleicht auch die Befürworter einer Pkw-Maut bedenken: Geht es nur um den tatsächlichen Schaden, den ein Pkw im Vergleich zum Lkw an der Straße anrichtet, dann dürfte ein Personenwagen für die Bruchteile eines Cents quer durch die Republik fahren. “

Nun meine Meinung:
Nach einem weithin bekannten Zitat von Churchill sollte man nicht nur gegenüber allen Statistiken, sondern auch gegenüber allen Berechnungen skeptisch sein. Das waren auch die Kommentatoren zu diesem Artikel. Real belastet ein LKW seine Infrastruktur wohl 40 mal mehr als ein durchschnittlicher PKW? Das ist aber immer noch mehr als schlimm genug.

ABER: Ohne die „dicken Brummis“ würde Deutschland wohl in eine extremen Krise geraten – vergleichbar mit einem Patienten, den man vom lebenswichtigen Tropf nimmt. Diese Abhängigkeit ist aber auch (metaphorisch) das Wesen der Krankheit. Einer Krankheit, von der die Götter in Nadelstreifen gut leben können. Sie selbst haben ja freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder – auch –mit vom Steuerzahler finanzierten dicken PKW.

Die Einzigen, die dagegen andenken, sind die „Links-Grün-Versifften“, was weitestgehend AfD-Sprech entspricht. Damit scheidet diese „Alternative“ als Wahlalternative gegen diesen konkreten Missstand aus.

Konstruktiv wäre eine Rückbesinnung auf das Transportmittel Schiene, das umweltpolitisch viel weniger Probleme verursachen würde. Eine Voraussetzung wäre eine weitestgehend störungsfreie Stromversorgung – möglichst aus nichtfossilen Energiequellen. Die klimabedingt häufigeren Unwetter zerstören aber immer öfter die Oberleitungen. Eine interessante stabilisierende Technologie sind Akkutender bzw. „E-Tender“:

„Seit 2012 ist die Entwicklung von „E-Tendern“ für Elektrolokomotiven geplant, um in Batterien gespeicherte Elektroenergie mitführen zu können: Damit sollen Züge mit Elektrolokomotiven auch nicht-elektrifizierte Streckenabschnitte ohne einen Lokwechsel befahren können. Dies sieht eine gemeinsame Entwicklung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Deutschen Bahn vor.“ (Wikipedia)

Selbstverständlich könnten diese „nebenbei“ auch zur Netzstabilisierung verwendet werden.

Das KI-basierte autonome Fahren auf Straßen wird noch viele Rückschläge erfahren. Es werden Unfälle passieren, die zum Teil zurecht den Programmierern angelastet werden. (Kein Programm ist fehlerfrei!) KI auf der Schiene lässt systembedingt viel weniger Fehler zu. Züge ohne Lok- und Zugführer sind keine Utopie mehr, haben aber selbstverständlich (beherrschbare!) Nebenwirkungen.

Der Bundesregierung fehlt aber nach der Helmut-Schmidtschen Fehlleistung die Traute zu Visionen, noch dazu, wenn man für deren Realisierung sehr „dicke Bretter bohren“ müsste. Also viel Glück beim Durchtunneln der Deutschen Einheit und anderen störanfälligen ewigen Baustellen!

Wer hat die AfD-Vorstufen eigentlich gewählt?

Jörg Birkefeld
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