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Fr, 15:07 Uhr
12.04.2019
Neues aus Sondershausen

Weitere Informationen zum seismischen Ereignis

In einer Öffentlichkeitsinformation zu einem seismischen Ereignis vom 10.04.2019 (kn berichtete bereits) gibt die Glückauf Sondershausen Entwicklungs - und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) weitere Einzelheiten bekannt...


Am 10.04.2019 ereignete sich um 21:00 Uhr ein seismisches Ereignis im Grubenfeld „Westfeld VI“ der Grube Sondershausen.
Das Ereignis hatte die Lokalmagnitude ML=1,5. Das Ereignis wurde von einigen Anwohnern als starke übertägige Erschütterung wahrgenommen. Der Ereignisherd wird in folgender topografischer Darstellung beschrieben:

Weitere Informationen zum seismischen Ereignis (Foto: GSES)
Foto: GSES

Der Ereignisherd befindet sich in mehr als 900 m Tiefe. In dem Nahbereich des Ereignisses wurde bis Ende der 1970er Jahre Kalisalz gewonnen. Der sehr intensive Abbau hinterließ Abbaukammern mit 6 8 m Höhe, welche zwischen den Jahren 2000 bis 2010 durch die GSES versetzt wurden. Durch diesen Bergversatz wurden die Absenkungen nach Möglichkeit minimiert und das zukünftige Auftreten seismischer Ereignisse reduziert.

Trotz dieser Sicherungsmaßnahme kann es noch Jahrzehnte nach dem Verfüllen der Abbaue zu seismischen Ereignissen der am 10.04.19 registrierten Stärke kommen. Ursache hierfür sind die Abklingprozesse der Senkungen, die bis zum Verfüllen der Abbaue (also zwischen ca. 1970 und 2010) aufgelaufen sind.

Soweit die Meldung der GSES.

Relativ unbemerkt kam es in Sondershausen zu einem seismischen Ereignis in der Nacht vom 26.02.2019 zum 27.02.2019. Wie die Webseite der GSES informiert.

Am 27.2.19 kam es um 02:09:52 Uhr (MEZ) zu einem seismischen Ereignis unter der Stadt Sondershausen. Dieses wurde durch die Anwohner als lauter Knall, lokal auch mit leichten Erschütterungen, wahrgenommen. Das seismische Überwachungsnetz der GSES verzeichnete eine Lokalmagnitude von 1,2.
Der Ereignisherd befindet sich unter der Straße „Am Kaliwerk“ zwischen „Marienhall“ und dem Gewerbegebiet an der B4 Sondershausen (siehe Abbildung). Im Bereich der Grube „Glückauf“ Sondershausen treten durch tektonische (geologische) Ereignisse in Verbindung mit den Auswirkungen des Bergbaus auf Kali, welcher zwischen 1896 und 1991 stattfand, über 200 seismische Ereignisse im Jahr auf. Die dabei gemessenen Magnituden schwanken zwischen 0,1 und 2,5.


Information durch Grubenbetriebsleiter

Der heftige Knall, der in weiten Teilen der Kernstadt Sondershausen am 11.04.2019 gegen 23:45 Uhr zu hören war, resultiert aber nicht aus einem seismischen Ereignis, so Grubenbetriebsleiter Thomas Kießling in einem Gespräch mit kn. Die Ursache dieses Knalls ist immer noch unklar.

Siehe auch:
Keine Explosion unter Tage
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