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Mi, 09:14 Uhr
24.04.2019
Beuren

Überschaubare Runde

Gestern Abend war im Leinefelde-Worbiser Ortsteil Beuren Einwohnerversammlung. Doch offensichtlich war es nicht bekannt. Gerade Mal 13 Leute waren gekommen, wo doch Beuren sich sonst mit Interesse und einer regen Beteiligung zeigt.....



Da war wohl was schiefgelaufen. Die Stadtverwaltung hatte eine Anzeige in einer Tageszeitung geschaltet, doch die war nicht erschienen. In der anschließenden Diskussion verwies Werner Hunold aus Beuren darauf, dass man doch lieber eine Postwurfsendung hätte machen sollen.

Bürgermeister Marko Grosa begrüßte die Besucher der Einwohnerversammlung aufs herzlichste, drückte sein Bedauern aus, dass die Einladung nicht angekommen war und sagte aber auch, dass er die versammlung durchgeführt hätte, auch wenn nur einer dagewesen wäre.


In einer halben Stunde gab er allgmeine und aktuelle Informationen das gesamt Stadtgebiet betreffend, umrahmt mit einer Bildpräsentation. Da ging es um Bauplätze, Straßenbau, Wirtschaft, Neuansiedlung für Unternehmen. Er verriet, dass die Stadt im nächsten Jahr eine eigene Forst- und Landwirtschaftsabteilung aufbauen möchte. Damit habe die Stadt bessere Chancen für die künftige Entwicklung.

Marko Grosa verwies darauf, dass derzeit Bauern von außerhalb Flächen im Stadtgebiet aufkaufen (im Hintergrund sollen größere Unternehmen die Fäden dafür spinnen) und niemand weiß, was darauf später entstehen soll.

Natürlich stand die Entwicklung Beurens mit einem Hauptpunkt auf der Tagesordnung. Da Ortsteilbürgermeister Uwe Kaufhold aus Krankheitsgründen nicht an der Versammlug teilnehmen konnte und sicher auch noch länger ausfallen wird (Wir wünschen gute Besserung!), hatte Uwe Seeland ihn vertreten.

Zu Beginn führte Marko Grosa aus, dass die Vermarktung der Burg Scharfenstein besser gelungen ist, als man annehmen konnte. Was jetzt fehlt, sind Übernachtungsmöglichkeiten. Auf der Burg selbst werden derzeit bereits 36 Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Der Burgbetreiber interessiert sich auch für das leerstehende Gebäude neben der Gaststätte Burgtor, dass man als Übernachtung beispielsweise für Mitarbeiter und Handwerker herrichten könnte. (Etwa als Personal-Hotel - Die Redaktion).

In diesem Zusammenhang erklärte Marko Grosa, dass man im gesamten Stadtgebiet kaum noch ein altes, leerstehendes Haus finden würde. In Kirchohmfeld habe die Stadt erst jüngst ein abrissreifes Gebäude gekauft, abgerissen und stellt es jetzt als Bauland zur Verfügung.

Gebaut wird auch in Beuren weiter. Die Flächen im neuen Wohngebiet sind verkauft, es kommt jetzt aber eine neue Möglichkeite für Interessierte. Wo Am Burgweg Reihenhäuser entstehen sollten, die nicht so Anklang finden, werden demnächst noch Eigenheime gebaut werden können.

Die weiträumige Baumfällung kam ebenso zur Sprache. Mehrere Wanderwege sollen entstehen. Der Forst will eventuell auch Flächen tauschen, da er sonst für alles zuständig sei, auch die Sicherheit auf den Wegen.

Im Gewerbegebiet wird sich ebenfalls etwas tun. Es soll erweitert werden. Das es nun größer werden soll, als urspürnglich vorgesehen, ist auch eine Sache der Förderung. Das Unternehmen Beuko wird sich auch vergrößern.

Doch alle gute Entwicklung hat immer auch einen Wehrmutstropfen. So auch in Beuren. Werden wir Kallmerode 2? Diese Frage stand während der anschließenden Diskussion im Raum. Werner Hunold verwies darauf, das im Zuge der sogenannten Westspange, die in Leinefelde und Breitenbach den Verkehr umleitet, Beuren das gesamt Verkehrsaufkommen dann auffängt.

Das bedeutet ein Vielfaches von dem, was jetzt schon durch den Ort fährt. Roland Senft vom Bauamt sagte, dass die Stadt noch Einsprüche geltend machen könne und sagte, das man auf verkehrsberuhigte Straße (also mit 30 kmh durch den Ort) und Fußgängerüberwege schaffen wolle. Doch es ginge ja auch um den Lärm. Einige Bürger haben dafür kein Verständnis. Marko Grosa sagte, dass es wichtig für Beuren eine Umgehung wichtig sei. Aber das Straßenbauamt sehe das wohl anders. Auf den anderen Seite steht, wenn die Westspange nicht kommt, wird es schlecht für das Gewerbegebiet in Breitenbach, wo sich größere Unternehmen ansiedeln wollen, ein McDonalds entsteht und auch das "Glashaus" hinziehen will.

Eins steht auch fest: wenn von Beuren keine Reaktion kommt, wird sich auch nichts tun - das ist aber meine Meinung. Ich hatte auch im Namen einiger junger Mütter angefragt, was es denn mit dem neuen Spielgerät auf sich habe, das schön aussieht, aber niemand weiß so richtig, für welches Alter es gedacht ist und wie man damit spielen kann. Das konnten auch die Stadtvertreter nicht wirklich beantworten. Auf Vorschlag von Ortsratsmitglied Katrin Oberthür war das Spielgerät auf den jetzigen Spielplatz angebracht worden. Sie konnte aber ebenfalls aus Krankheitsgründen nicht an der Einwohnerversammlung teilnehmen. Wir werden jetzt mal bei der Firma, die es gebaut hat, anfragen. Dieses Thema sorgte etwas für Heiterkeit im Saal.

Die wenigen Leute, die zur versammlung gekommen waren, zeigten sich sehr interessiert und scheuten sich auch nicht, Fragen zu stellen, die auch gern beantwortet wurde. Auf manche wusste man auch noch keine Antwort, beispielsweise wohin mit den parkenden LKW. Da wird im gesamten Stadtgebiet nach einer Lösung gesucht.

Eine Lösung für einen neuen Spielplatz in Beuren mit den dazupassenden Spielgeräten ist längst gefunden. Jetzt soll der künftige Spielplatz auch mit einem Zaun versehen werden und die Autos dürfen dort auch nur 30 kmh fahren.

Mit dem neuen Kriegerdenkmal sei nun auch alles in Sack und Tüten. Ein Salutschießen durch den Schützenverein wird es aber auf dem Friedhof nicht mehr geben, wegen der Totenruhe.

Es wurde noch über die Wahl gesprochen. Darüber werden wir noch gesondert schreiben.
Ilka Kühn
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