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Sa, 18:11 Uhr
10.08.2019
FSV Wacker 90 Nordhausen - FC Erzgebirge Aue 1:4 (1:1)

Dem Favoriten lange Paroli geboten

Einen beherzten Fight lieferten die Spieler des FSV Wacker 90 heute Nachmittag den favorisierten Zweitligaprofis des FC Erzgebirge Aue. Am Ende scheiden die Nordhäuser hoch erhobenen Hauptes aus dem Pokal aus.


Bei phantastischer Fußballatmosphäre im prall gefüllten Albert-Kuntz-Sportpark legte der FSV Wacker mutig los und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Stauffer, Heidinger und Pichinot machten über rechts ordentlich Druck, Göbel und Mickels versuchten es über links. In der 4. Minute rauschte ein Mickels-Freistoss vors Auer Tor auf Carsten Kammlotts Kopf, doch das Geschoss verfehlte knapp sein Ziel.

Der Favorit kam in der 17. Minute das erste Mal gefährlich vors Tor, als Nazarov frei im Strafraum auftauchte, aber Jan Glinker passte auf und faustete den Ball aus der Gefahrenzone. Wacker blieb weiter am Drücker und wurde prompt für den hohen Aufwand belohnt. Nils Pichinot ließ für Kammlott an der Mittellinie prallen, der bediente den durchstartenden Joy-Lance Mickels und der knallte Kugel trocken flach ins rechte Eck. Der AKS tobte und die Auer Fans verstummten. In der 26. Minute dann fast das zweite Tor. Nach einer Ecke von Tobias Becker kommt der zweite Ball zu Lukas Stauffer, der von der Strafraumgrenze beherzt abzieht und nur knapp rechts vorbei zielt.

In der Folge wurde der FC Erzgebirge Aue offensiver und Wacker versuchte mit langen, präzisen Bällen zu kontern, wobei Auers Hüter Männel in der 32. Minute Kopf und Kragen vor dem heranstürmenden Pichinot riskieren musste. Als die Wacker-Abwehr einen der wenigen konstruktiven Angriffe der Gäste nicht richtig klären konnte, ließ sich Tom Baumgart nicht lange bitten und überwand den chancenlosen Glinker.

Eine Minute vorher hatte sich „Hexe“ Esdorf gerade noch in einen Schuss Baumgarts werfen können. Vor der Pause hatten Hochscheidt auf Auer und Kammlott auf Nordhäuser Seite noch gute Möglichkeiten, doch der rutschte knapp an der Eingabe von Mickels vorbei.


Aus den Kabinen kamen beide Mannschaften hoch motiviert, vor allem Aue drehte jetzt auf und erhöhte das Tempo. In der 49. Minute landete eine Kusic-Flanke bei Testroet, dessen Kopfball aber in Glinkers Armen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch die Wackerspieler hatten jetzt viel wenig Zeit, die Bälle zu kontrollieren. Aue in dieser Phase viel aggressiver und bissiger.


In der 55. Minute zeigte Jan Glinker eine Riesenparade nach einem Kopfball von Testroet. Doch nach einer Rechtsflanke kurz darauf tauchte Hochscheidt allein vorm Wackertor auf und netzte ein. In der 62. Minute fast das 1:3, als Riese links durchging, aber in der Mitte keinen Abnehmer fand. Wacker gab sich nicht auf, fand aber kaum noch Gelegenheiten, hatte Schwierigkeiten die Bälle fest zu machen, so schnell sind die Auer bei ihnen und stören konsequent. In der 63. Minute köpfte Esdorf nach Mickels-Freistoss aufs Tor, aber der Ball geht knapp am Pfosten vorbei.

Wacker versuchte weiter nach vorn zu spielen, doch als Kapitän Tobias Becker nach einem Foulspiel die Ampelkarte sah, war die Partie gelaufen. Trainer Scholz wechselte noch zwei Stürmer ein, aber Aue war nun nicht mehr zu bezwingen und konterte eiskalt. Nach Flanke von Krüger entscheidet Testroet die Partie endgültig und setzt in der 84. Minute noch einen drauf mit dem 4:1. Dank einer sehr guten 2. Hälfte gewinnt der Favorit aus dem Erzgebirge am Ende standesgemäß gegen tapfer kämpfende Nordhäuser, die heute mutigen und beherzten Fußball zeigten, ohne die Sensation vollbringen zu können.

FSV Wacker 90 Nordhausen: Glinker - Stauffer, Esdorf, Pluntke, Göbel - Becker, Löhmannsröben, Heidinger, Pichinot (77. Müller), Mickels (82. Genausch) - Kammlott (82. Beil)

FC Erzgebirge Aue: Männel - Mihojevic (85. Ciftci), Gonther (28. Kalig), Kusic - Rizzuto, Fandrich, Hochscheidt, Riese - Nazarov, Testroet, Baumgart (69. Krüger)

Tore: 1:0 Mickels (22.), 1:1 Baumgart (38.), 1:2 Hochscheidt (57.), 1:3, 1:4 Testroet (80., 84.)

Zuschauer: 4.347

Trainerstimmen:

Heiko Scholz (FSV Wacker 90 Nordhausen):

Wir können stolz auf das sein, was wir heute hier gesehen haben. Zum ganz großen Erfolg hat es diesmal nicht gereicht. Aber wir haben Chancen herausgearbeitet und sie voll gefordert. Das muss man gegen diese starke Mannschaft erst mal machen. Ein Kompliment auch an das Publikum, das uns toll unterstützt hat.

Daniel Meyer (FC Erzgebirge Aue):
Es war ein kompliziertes Spiel. Wir haben im 3-5-2 begonnen, mussten nach Gonthers Verletzung gleich umstellen und haben in den ersten 25 Minuten gefühlt keinen Zweikampf gewonnen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Sieg dann verdient und es hat sich die individuelle Klasse meiner Jungs durchgesetzt. Ein großes Kompliment an die Gastgeber, die uns alles abverlangt haben.
Olaf Schulze
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Kommentare

10.08.2019, 18.29 Uhr
Franz Tabak
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11.08.2019, 10.36 Uhr
Nawiän | Gutes Spiel auf Augenhöhe
Schade. Es war mehr drin. In der ersten Hälfte hat man den zwei Klassen Unterschied nicht gesehen. Die Gelb Rote Karte war dann der Knackpunkt. Aue war dann abgezockt. Das Ergebnis viel dann etwas zu hoch aus.
Danke der Wacker Mannschaft für den guten Fight... Weiter so

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11.08.2019, 11.28 Uhr
rudel | Gutes Spiel auf Augenhöhe?
Vielleicht 30 - 40 Minuten. Danach kam von Wacker kaum noch etwas. Zu viele Fehlpässe und kaum Kreativität im Mittelfeld. Beim Ausgleich sah die Abwehr aus wie eine Schülermannschaft.

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