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Sa, 09:39 Uhr
17.08.2019
Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Baumhaus im Naturparkzentrum gesperrt

Das Jahr 2018 war ein extrem trockenes Jahr. Die Folgen des Wassermagels spiegeln sich derzeit unter anderm in unseren Wäldern wieder. Maßnahmen müssen ergriffen werden, wie beispielsweise jetzt in Fürstenhagen....


Die Kombination von Trockenheit, hohen Temperaturen und permanenter Sonneneinstrahlung bringt die als robust einzustufende Rotbuche inzwischen an ihre Grenzen. Die für den Naturwald Mitteleuropas charakteristische Baumart vertrocknet und stirbt ab.

Seit Ende Mai 2019 sind beispielsweise im Nationalpark Hainich, der räumlicher Bestandteil des Naturparks ist, die Folgen von 2018 in den naturnahen Baumbeständen deutlich sichtbar. „Insbesondere auf den südwestexponierten und besonders flachgründigen Standorten ist die Buche in einem sehr schlechten Zustand. An diesen Standorten ist zirka ein Drittel des Bestandes alter Buchen komplett kahl.

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Der Rest der Buchen weist große Ausfälle in den Kronen auf und hat eine nur spärliche Belaubung mit z.T. sehr kleinen Blättern. Nur wenige Buchen sind normal belaubt. Im Nationalpark Hainich ist davon auszugehen, dass sich schon unter den jetzigen Bedingungen und aufgrund der bereits eingetretenen Schäden die Baumartenzusammensetzung auf diesen Standorten sich in sehr kurzer Zeit sehr deutlich verändern wird.“, resümiert Nationalparkleiter Manfred Großmann die Situation.

Dieser Trend ist auch in den Buchenwäldern des Naturparks zu beobachten. Die Gefährdung auf den Wegen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste ist größer geworden. Aus diesem Grund sollten die Besucher beim Betreten der Wälder des Naturparks und der Benutzung der Wege Vorsicht walten lassen und auf abgestorbene und herabhängende Äste verstärkt achten. Eine Beseitigung dieser waldtypischen, sich aus der Natur ergebenden Gefahren findet grundsätzlich nicht statt.

In Bereichen, in den Besucher jedoch länger verweilen, wie z.B. im Naturparkzentrum Fürstenhagen ist die Beseitigung von Gefährdungen notwendig. Aus diesem Grund ist der Bereich des Baumhauses für die Besucher zurzeit gesperrt. Die Naturparkverwaltung bitte alle Besucher um Verständnis. Das übrige Gelände des Naturparkzentrums ist jedoch weiterhin nutzbar.
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