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Di, 11:06 Uhr
17.09.2019
Stiftung Warentest

Alters­vorsorgeberatung mit großen Mängeln

Die Beratung der Deutschen Renten­versicherung zur Alters­vorsorge zeigt deutliche Schwächen. „Das Ergebnis hat nicht über­zeugt. Mehr als ein Ausreichend konnten wir nicht vergeben“, sagte der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus, bei der Vorstellung der Unter­suchung in Berlin.

„Das muss im Interesse der 55 Millionen gesetzlich Renten­versicherten besser werden“. 80 Tester hatten Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung aufgesucht, um sich zu ihrer Alters­vorsorge beraten zu lassen.

Renten­versicherte haben einen Anspruch darauf, sich von der gesetzlichen Renten­versicherung kostenlos zu allen Renten beraten zu lassen. Dazu gehören neben den gesetzlichen auch Riester- und Rürup-, betriebliche sowie private Renten­anwart­schaften. Versicherte sollen so die Möglich­keit bekommen, ihre Renten­einkommen nach Abzug von Steuern und Sozial­abgaben einzuschätzen und Auskünfte erhalten, wie sie darüber hinaus Rentenlü­cken schließen können.

Es waren vor allem die Informationen zum eigenen gesetzlichen Renten­anspruch, die im Test noch akzeptabel waren. Viel zu selten ermittelten die Berater aber das Gesamt­renten­einkommen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge und gaben Rat zum Ausbau der Renten­ansprüche. Den Teil­bereich „Lösen des Beratungs­anliegens“ bewerteten die Tester deshalb mit mangelhaft. In 80 Beratungen bezogen nur 15 Berater alle Renten gesetzlich, betrieblich, privat mit in die Analyse ein,
benutzten nur 15 Berater für die systematische Erfassung der Renten­ansprüche den haus­eigenen Analysebogen, sprachen nur 14 Berater über­haupt das Thema Rentenlücke an.

Alternativen zur Beratung durch die Renten­versicherung gibt es allerdings kaum. Die Stiftung Warentest rät, sich vor dem Beratungs­termin selbst ein Bild über die eigene Vorsorge zu machen
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