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Do, 10:38 Uhr
19.09.2019
Ein Blick in die Statistik

Herz-Kreislauferkrankungen Todesursache Nummer Eins

Im Jahr 2017 verstarben 29 361 Thüringer Bürger, davon 14 337 Männer und 15 024 Frauen. Das waren 1 049 Personen bzw. 3,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 78,1 Jahre (2016: 77,6 Jahre)...

Die Thüringer Männer verstarben im Durchschnitt mit 74,6 Jahren, die Frauen mit 81,5 Jahren (2016: 74,0 bzw. 81,3 Jahre).

Die häufigste Todesursache stellte auch im Jahr 2017 eine Herz-Kreislauferkrankung dar. Damit ließen sich 40,1 Prozent aller Todesfälle auf diese Erkrankung zurückführen (11 768 Fälle). Stündlich erlagen durchschnittlich 1,3 Einwohner Thüringens dieser Todesursache. Davon waren Frauen mit einem Anteil von 56,0 Prozent häufiger betroffen als Männer, deren Anteil bei 44,0 Prozent lag. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen. 10 241 Personen bzw. 87,0 Prozent waren 70 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter bei diesem Krankheitsbild betrug 81,8 Jahre und lag damit 3,7 Jahre über dem durchschnittlichen Sterbealter in Thüringen.

Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer Kreislauferkrankung im Alter von 77,8 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich ein Alter von 85,0 Jahren. Rund jeder siebte Verstorbene, der an einer Krankheit des Kreislaufsystems verstarb, erlag einem akuten Myokardinfarkt (1 730 Fälle bzw. 14,7 Prozent).

Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2017 war mit 7 029 Fällen bzw. einem Anteil von 23,9 Prozent eine Neubildung von Körpergewebe (Neoplasie). Darunter erlagen 97,7 Prozent bzw. 6 868 Thüringer einem bösartigen Tumorleiden. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil der an Neubildungen Gestorbenen an den Sterbefällen 24,8 Prozent. Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 6 080 Personen bzw. 86,5 Prozent 60 Jahre und älter. Das mittlere Sterbealter betrug 73,4 Jahre.

Im Jahr 2017 betrug die Zahl der Sterbefälle infolge von Krankheiten des Atmungssystems 2 158 Fälle. In weiteren 1 517 Fällen bzw. bei 5,2 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nicht natürlicher Tod) zum Tod. Im Jahr 2016 betrug der Anteil ebenfalls 5,2 Prozent. Bei den nicht natürlichen Sterbefällen waren Männer mit einem Anteil von 56,8 Prozent etwas häufiger betroffen als Frauen mit 43,2 Prozent. Durch Suizid beendeten 324 Menschen ihr Leben, wobei der Anteil der Männer mit 76,2 Prozent mehr als dreimal so hoch war wie der Anteil der Frauen mit 23,8 Prozent.
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