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Do, 11:18 Uhr
07.11.2019
Thüringer Landesamt für Statistik

Inflationsrate bei einem Prozent

Gegenüber dem Vormonat verzeichneten die Verbraucherpreise im Oktober, nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik einen leichten Preisanstieg von 0,1 Prozent und erreichten ei- nen Indexstand von 106,2 Prozent (Basis 2015=100).



Die Jahresteuerungsrate schwächte sich den 4. Monat in Folge ab und ist mit 1,0 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit fast 3 Jahren. Zuletzt hatte die Inflationsrate im November 2016 bei 0,9 Prozent gelegen. Im Wesentlichen wurde diese Entwicklung von den weiterhin rückläufigen Preisen für Heizöl (-17,5 Prozent) sowie der Preise für Kraftstoffe (-7,9 Prozent) bestimmt. Ohne die Preisentwicklung der Mineralölprodukte würde die Jahresteuerung 1,6 Prozent betragen.

Deutlich über dem Vorjahresniveau lagen die Preise für Andere Waren und Dienstleistungen (4,3 Pro- zent), hier insbesondere für die Dienstleistungen der häuslichen Pflege (20,3 Prozent) sowie die Dienstleistungen für Altenwohnheime und ähnliche Einrichtungen (12,5 Prozent), im Bereich Bildungswesen (3,1 Prozent), insbesondere die Studien- oder Immatrikulationsgebühren (9,1 Prozent) sowie die Preise für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (2,6 Prozent).

Die Preise der Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke verteuerten sich im Vergleich zum Oktober 2018 um durchschnittlich 0,5 Prozent. Nennenswerte Preiserhöhungen wurden für Fische, Fischwaren und Meeresfrüchte (4,5 Prozent), für Fleisch und Fleischwaren (4,0 Prozent) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (2,5 Prozent) beobachtet. Günstiger als im Vorjahresmonat wurden Speisefette und Speiseöle (-13,1 Prozent) sowie Gemüse (-4,9 Prozent) angeboten. Besonders stark fielen die Preise für Blumenkohl (-29,4 Prozent), für Möhren (-22,8 Prozent), für Gurken (-18,1 Prozent) und Tomaten (-15,3 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat verzeichneten die Verbraucherpreise einen leichten Anstieg um durch- schnittlich 0,1 Prozent. Spürbar teurer wurden im Monatsvergleich Bekleidung und Schuhe (1,2 Pro- zent) sowie die Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (3,4 Prozent). Indexdämpfend wirkten sich die Preissenkungen für Dienstleistungen im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur (-0,5 Prozent) sowie für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,4 Prozent) aus.
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