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Di, 19:35 Uhr
18.02.2020
Schülerwettbewerb „INVENT a CHIP“

Wer hat die beste Idee für sichere Mikrochips?

VDE und BMBF suchen junge Talente, die Spaß an Mathematik, Technik und Naturwissenschaften haben und als Chipdesigner in die Welt der Mikrochips eintauchen möchten. Bundestagsabgeordneter Manfred Grund, selbst Elektroingenieur, macht Mut: „Deutschland ist ein Hochtechnologiestandort...

digital
Viele technologische Entwicklungen fanden und finden in Deutschland ihren Anfang. Die Stärken der Ingenieure in Deutschland sind attraktive Produkte, Spitzenforschung und Innovationsfähigkeit. Als rohstoffarmes Land lebt Deutschland vom Wissen und der Kreativität der Menschen. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik nehmen die zentrale Rolle ein. Hochqualifizierte Fachkräfte mit MINT-Kompetenzen sind der Schlüssel für den Erfolg in der Zukunft. Die Mikroelektronik ist beispielsweise eine dieser Schlüsseltechnologien der Zukunft.“

Manfred Grund sagt über den Wettbewerb: „MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie MINT-AGs an den Schulen sind herzlich eingeladen, sich bei „INVENT a CHIP“ zu bewerben. Es sind keine Vorkenntnisse im Chipdesign notwendig. Zusätzlich können sich Erwachsene mit Projektideen für Jugendliche bei LABS for CHIPS bewerben.“

Für die Teilnahme müssen die Jugendlichen zunächst einen Fragebogen mit 20 Fragen rund um die Welt der Mikroelektronik beantworten und ihre eigene Chip-Idee bis zum 29. März 2020 beim VDE, Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V., einreichen. „Die Jugendlichen brauchen keine technologischen Vorkenntnisse, wir vermitteln das Chipdesign im Praxisteil unseres Wettbewerbs bei einem Camp an der Leibniz Universität Hannover. Teambewerbungen sind auch möglich“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsleitung des VDE, Ansgar Hinz.

2019 beteiligten sich bundesweit rund 2.000 Schülerinnen und Schüle an INVENT a CHIP. Ihre Ideen reichten vom Roboter, der Müll erkennt und aufsammelt, über eine intelligente Arzneimittelverwaltung bis zur schlauen Katzenklappe und der sicheren Datenübertragung per Licht.

Brennende Akkus, Hackerangriffe auf digital vernetzte Geräte oder E-Scooter, die durch Funkwellen von der Spur abkommen neue Technologien können störanfällig und somit gefährlich sein. „Die Chips müssen sicher und zuverlässig funktionieren. Das Motto dieses Jahr lautet deshalb „Sichere Mikrochips“. Der Fragebogen gibt einen ersten Einblick in verschiedene Aspekte der Sicherheit und die Welt der Mikrochips“, sagt VDE-Chef Hinz. Die Prüfexperten des VDE-Instituts würden jährlich über 100.000 Produkte vom Elektrogerät über die Ladesäule für Elektroautos bis hin zum Smart Home auf Sicherheit testen.

Für die zehn Teams mit den interessantesten Chipideen führt die Zwischenrunde vom 7. bis 10. Mai an das Institut für Mikroelektronische Systeme an der Leibniz Universität Hannover. „Dort lernen sie von Experten das Chipdesign aus erster Hand. Sie lesen Sensoren aus, steuern Aktoren an oder erfahren, wie sie ihre Projekte mit frei programmierbaren Logikgattern umsetzen“, verrät der Bundestagsabgeordnete. Bis September haben die Praxisteams dann Zeit für ihre Projekte und stehen miteinander und den Experten der Uni im engen Austausch.

Die Sieger stellen ihre Anwendungen im Rahmen des Mikroelektronik-Symposiums am 3. November in Berlin der Öffentlichkeit vor. Sie erwarten neben attraktiven Geldpreisen, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie Messepräsentationen oder Praktika.
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