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Sa, 23:08 Uhr
22.02.2020
Thüringer HC

Keine Punkte beim Tabellenersten

Der Thüringer HC verliert das Spitzenspiel gegen den BVB Dortmund mit 25:27 (14:12). Nach schwacher Startphase erkämpfte sich der THC die Führung zur Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte entscheiden die Torfrauen die Partie. Jana Krause und Rinka Duijndam überzeugten, im Angriff macht der THC zu viele Fehler im Spielaufbau und Abschluss, die Gastgeberinnen verteidigen die Führung bis zum Ende der zweiten Halbzeit...


Beste Werferin aufseiten der BVB Dortmund Handball Damen war Kelly Dulfer mit neun Treffern. Für den Thüringer HC erzielte Emily Bölk ebenfalls neun Tore. Nachdem der Thüringer HC das Spiel angeworfen hatte, wurde eine Gedenkminute für die Opfer von Hanau abgehalten.

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Im ersten Angriff verlor Alicia Stolle nach einem Ausrutscher den Ball. Der Gegenangriff endet auch für Dortmund torlos. Alexandrea Zych und Bogna Sobiech eröffnen die Torfolge zugunsten des BVB. Kelly Dulfer netzte nach vier Minuten bereits zum 3:0 ein. Mit energischem Antritt erzielte Beate Scheffknecht in der 5. Minute das erste Tor für den THC. Zweieinhalb Minuten später verwandelte Beate Scheffknecht den ersten Strafwurf für die Thüringerinnen zum 4:2.

In der Anfangsphase agierte der amtierende Pokalsieger wie zuletzt sehr nervös in der Abwehr und vergab im Angriff einige Torchancen. Aus spitzem Winkel konnte Jovana Sazdovska auf 6:4 verkürzen (12. Minute). Alexandra Zych nutzte ihre körperliche Überlegenheit gegenüber Mariana Lopes und warf über sie hinweg ins Tor. Wiederholt netzte Kelly Dulfer zum 8:5 und 9:5 ein und so den Tabellenführer mit vier Toren in Führung bringen. Ein ums andere Mal rannten sich die Thüringerinnen in der Dortmunder Abwehr fest und hatten Mühe ihre Torabschlüsse zu finden.Die BVB-Damen agierten offensiv und provozierten so überhastete und ungenaue Abschlüsse ihrer Gegenspielerinnen.

Einigen Paraden von Ann-Cathrin Giegerich und Fehlwürfen auf BVB-Seite war es zu verdanken, dass nach Treffer von Lydia Jakubisova ein 11:9 auf der Anzeigetafel stand. Es waren noch knapp zehn Minuten zu spielen. Bogna Sobiech verwandelte in der 22. Minute einen mit sehenswerten Heber einen Strafwurf der Dortmunderinnen. Die Gäste kamen langsam ins Spiel und nutzten die Konzentrationsschwächen der Gegnerinnen konsequenter. Die Körpersprache der THC-Mädels war eine zunehmend andere. Emily Bölk erzielte sieben Minuten vor dem Pausenpfiff den, aus Sicht des THC, wichtigen 11:12 Anschlusstreffer.

Dies veranlasste BVB-Trainer Andre Fuhr seine erste Auszeit zu nehmen. Lydia Jakubisova netzte von der Außenposition zum 12:12 Ausgleich ein. Der Führungstreffer ging ebenfalls auf das Konto der erfahrensten Spielerin in den Farben der Thüringerinnen. Sekunden vor dem Abpfiff parierte Ann-Cathrin Giegerich und ermöglichte ihrer Mannschaft das Angriffsrecht. Die Angriffsreihe bedankte sich und so ging es mit einer knappen 14:12-Führung für den Thüringer HC in die Kabinen.

Auf beiden Seiten landeten die ersten Torwürfe nicht im Netz des Gegners. Kelly Dulfer verkürzte nach 33 Minuten mit einem Hüftwurf zum 14:15 in der 33. Spielminute. Den besseren Start in die zweite Spielhälfte hatten der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer und Bogna Sobiech erzielte wenig später den 15:15 Ausgleich, Inger Smits legte nach und brachte den BVB wieder mit einem Tor in Front. Nach Foul von Alicia Stolle, verwandelte Bogna Sobiech den fälligen Strafwurf sicher und Inger Smits tankte sich erfolgreich durch die Abwehrlücke des THC und erzielte acht Minuten nach Wiederanpfiff die 18:16 Führung.

Sekunden später musste Almudena Rodriguez wegen Stoßens für zwei Minuten eine Zwangspause einlegen. Der BVB nutzte das Überzahlspiel und so erhöhte Bogna Sobiech für den BVB Dortmund zum 20:16. Herbert Müller nahm ein Team Timeout, um die Mannschaft zu ordnen. In dieser Phase der Partie waren die Thüringerinnen etwas von der Rolle und der BVB setzte sich weiter ab. Jovana Sazdovska verkürzte Mitte der zweiten Halbzeit auf 22:18. Im Duell von der Strafwurflinie fischte die inzwischen im Tor stehende Jana Krause den Heber von Bogna Sobiech aus der Luft. Der BVB zeigte in der Standardsituation Nerven, von insgesamt fünf Strafwürfen, konnte die Mannschaft, die sicher an der Tabellenspitze steht, nur zwei verwandeln.

Saskia Weisheitel brachte die Dortmunder Frauen erneut auf vier Tore vor und machte nachdrücklich klar, wer hier das Hausrecht innehat. Andre Fuhr zog seine grüne Karte und bat seine Damen zum Gespräch. Es war die Phase, in der beide Torfrauen mit tollen Aktionen glänzten. Den zweiten Strafwurf auf ihr Tor parierte Jana Krause genauso sicher, wie den nächsten Gegenangriff. Eine doppelte Zeitstrafe, Beate Scheffknecht (48.) und Lydia Jakubisova (50.) überstand der THC mit nur einem Gegentreffer von Kelly Dulfer. Mariana Lopes wirbelte durch die Dortmunder Abwehr, scheiterte mit ihrem Wurf jedoch an der sehenswert parierenden Rinka Duijndam. In der 51. Spielminute scheiterte Caroline Müller-Korn an der glänzend aufgelegten Jana Krause von der Strafwurflinie.

Noch acht Minuten waren zu spielen, als Emily Bölk ihrerseits einen Strafwurf erst zum 24:21 und einen weiteren in der 54. Minute im Netz des BVB unterbringen konnte. Die Partie blieb spannend, der THC ließ sich nicht abschütteln und blieb auf Schlagdistanz und Jana Krause zeigte ihrer Mannschaft mit ihren Emotionen und Paraden, dass es noch nicht vorbei ist.Der THC zeigte Kampfgeist, das Spiel nahm an Intensität zu. Besonders Emily Bölk übernahm in der Schlussphase Verantwortung und ließ keinen Treffer der Gastgeberinnen unbeantwortet. Gut zwei Minuten vor der Schlusssirene erzielte Emily Bölk den 25:24 Anschlusstreffer. Den BVB verunsicherte das nicht mehr und Bogna Sobiech brachte ihre Mannschaft wieder mit zwei Toren in Front. Die Chance das Spiel zu kippen, waren dahin. Kelly Vollebregt setzte den Schlusstreffer vom Kreis und machte den 27:25-Sieg für den BVB Dortmund klar.
Andreas Hofmann/Bernd Hohnstein
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