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Di, 12:31 Uhr
24.03.2020
Verbraucherzentrale Bundesverband schlägt Alarm

Strompreise müssten sinken, nicht steigen

Die Stromanbieter geben den Preisverfall an der Strombörse nicht an die Verbraucher weiter. Zwar hat sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 etwa halbiert und liegt derzeit bei unter zwei Cent pro Kilowattstunde...

digital
Die Verbraucher müssen dennoch höhere Preise bezahlen. Erst am 3. März hatte das Internetportal Verivox berichtet, dass die Stromrechnung aller privaten Haushalte in Deutschland zusammengenommen von 36 Milliarden Euro in 2018 auf 39 Milliarden Euro in 2020 steigen soll. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentiert:

"Die fallenden Großhandelspreise für Strom müssen endlich bei den Verbrauchern ankommen. Es kann nicht angehen, dass viele Stromanbieter ihre Preise sogar erhöhen, obwohl sich der Börsenstrompreis seit dem Jahr 2018 etwa halbiert hat. Würden die Anbieter den gesunkenen Börsenstrompreis vollständig weitergeben, würde ein Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden pro Jahr aktuell rund 75 Euro einsparen.

Angesichts der Corona-Krise müssen die Energieversorger dringend die Verbraucher mit einer niedrigeren Strompreisrechnung entlasten statt eigene Gewinne durch gesunkene Beschaffungspreise zu maximieren.

Deutschland hat bereits die höchsten Strompreise für Verbraucher in der EU. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung zusätzlich die Umlagen, Abgaben und Steuern auf Strom senkt. Diese machen inzwischen 75 Prozent des Strompreises aus. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert diese Senkung zum Beispiel auch bei den Industrieausnahmen bei den Netzentgelten, der Erneuerbaren-Energien-Umlage sowie der Stromsteuer.

Die Verbraucher selbst wiederum können prüfen, ob sie durch einen Anbieterwechsel Kosten sparen können.“
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Kommentare

24.03.2020, 15.00 Uhr
Wolfi65 | Schöne Marktwirtschaft
Die Strompreissenkungen werden an die Verbraucher nicht weitergegeben, damit man die Profite weiter steigern kann.
Zum Schluss wird die jetzige Lage noch ausgenutzt, um staatliche Hilfe für die Energiewirtschaft einzustreichen.
Die Ölpreise sind teilweise unter 30 Dollar für die Sorte Brent gefallen, aber der Preis an der Tanke für Superbenzin, ist gerade mal um 15 bis 20 Cent gefallen.
Da stimmt was nicht.
Die Preise für Energieträger werden künstlich hoch gehalten, um schön weiterkassieren zu können.

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24.03.2020, 16.47 Uhr
Kama99 | @Wolfi65
Warte mal ab was die Marktwirtschaft noch auf Lager hat wenn die Krise überstanden ist. Wir werden uns vor Preis-u. Steuererhöhungen nicht mehr retten können.

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24.03.2020, 18.42 Uhr
diskobolos | Das Ziel eines Unternehmens im Kapitalismus ...
ist die Erzeugung von Gewinn. Das wußte schon K. Marx. Man ändert das auch nicht durch Apelle an die die Kapitalisten.
Würden alle Autofahrer ganz bewußt an einer günstigen Tankstelle tanken, würden alle anderen mit den Preisen runtergehen. Da es einigen aber auf "ein paar Cents" nicht ankommt, sind die Preise, wie sie sind. Für den Strom gilt entsprechendes.

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24.03.2020, 21.38 Uhr
Franziskus | Dann ist es ja
gut , daß keine Planwirtschaft vorhanden ist.

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24.03.2020, 23.10 Uhr
tannhäuser | Falsch Diskobolos!
Wir sind schon mehrfach abends losgafahren (Als wir noch noch nicht Preise wie in Polen hatten, sondern 1,35 € für Super ein Schnäppchen waren) und 12 Stunden später gab es nichts, was man als marktregulierend günstig bezeichnen könnte.

Setzen Sie bitte Ihre rosarote Brille ab.

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25.03.2020, 06.11 Uhr
Wolfi65 | Das glaube ich nicht @diskobolos
Dann zieht auf Grund der Nachfrage diese Tanke die Preise an und die anderen Tankstellen werden billiger.
Bei Strom sieht das wieder ganz anders aus.
Da können Sie nicht mal schnell wechseln zum günstigen Anbieter.
Da sind Sie 12 Monate und mehr an einen Anbieter gebunden.
Der war gestern noch billig und morgen schon gehört er zu den Abzockern, weil die anderen noch billiger geworden sind.
Da man aber im Gegensatz zu einer Treibstofftanke noch Monate oder auch Jahre bei dem Anbieter bleiben muss, ist man in den Pops gekniffen.
So funktioniert Marktwirtschaft.
Dafür bekommt man aber unter Umständen noch eine Waschmaschine oder ein TV Gerät oben drauf, weil man sich nicht an den örtlichen Versorger gebunden und heimische Arbeitsplätze gesichert hat.

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25.03.2020, 07.11 Uhr
Henkel | diskobolos,
im Sozialismus kostete der Sprit überall das gleiche. Zur Freude derer, die nach 18 Jahren ihre Rennpappe hatten.

Wie man lesen kann, sind 26% für Netznutzungsentgelte, 18% geht an die Stromversorger und der Rest für Abgaben, Steuern und Umlagen. Dank sozialistischer Methoden bei erneuerbaren Energien geht unser Geld für den Irrsinn drauf. Wir bezahlen, damit man uns in windreichen Zeiten den Strom abnimmt, dann zahlen wir für Strom, wenn wir welchen brauchen, alles ans Ausland. Und wir zahlen, wenn Windräder angehalten werden. Jeden Monat hunderte Millionen.

Und die Sozialismus Fans werfen den Stromerzeugern vor, dass sie bei den 18% nicht variabel sind. Was der Staat mit planwirtschaftlichem Versagen vernichtet, interessiert niemand.

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25.03.2020, 11.59 Uhr
diskobolos | @ tannhäuser, Wolfi und Henkel
Ihre Argumentationen sind einfach falsch. Sie ignorieren, dass es die Preisunterschiede ganz real und immer gibt. Darüber kann man sich im Netz leicht informieren. Das tun aber offensichtlich zu wenige. In NDH habe ich schon Unterschiede von 15 ct zur gleichen Zeit gesehen. Die Leute tanken trotzdem beim teureren Anbieter.
Es gibt in jeder mittleren Stadt Tankstellen, die im Durchschnitt 3-5ct billiger sind als andere. Wenn die Kunden ihre Nachfragekraft nicht einsetzen, sollten Sie sich auch nicht über die Anbieter beschweren.
Die Preisbildung im Sozialismus folgte anderen Prinzipien. Der Rückblick nützt uns da gar nichts.

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25.03.2020, 12.30 Uhr
Henkel | diskobolos,
hier geht es um Strom. Bei wem ich tanke, darf ich ja erfreulicherweise noch selbst entscheiden. Zudem hilft es mir bei Strompreisen nicht weiter. Da hier der Staat und die grüne Lobby, welche mit grüner Energie Geld verdienen will, abzockt und Werte vernichtet. Nicht der Anbieter. Welcher Preisbildung der Sozialismus folgte, spielt keine Rolle. Ihre permanente Argumentation geht in die gleiche Richtung, unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit. Somit nützt ein Rückblick schon, um zu wissen, was linkssozialistische Politik am Ende bedeutet. Der Strom ist ein super Beispiel. Anstatt bei der Zusammensetzung des Strompreises bei sich selbst anzufangen, haben doch gerade die Ökofreaks den Strompreis in die Höhe getrieben, wird am kleinsten Posten gejammert, weil die Firmen auch noch so böse sind, Geld verdienen zu wollen. Während die Ökogrünen unser Geld sinnlos verballern.

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25.03.2020, 18.20 Uhr
A-H-S | ein paar Zahlen zum Strompreis
Einfach mal ein paar Zahlen zum Thema:

7,6 Cent Stromerzeugung, Beschaffung, Vertrieb
6,4 Cent EEG Umlage (die berühmte Kugel Eis)
7,2 Cent Netzentgelt (Aufbau, Instandhaltung Stromnetz)
9,6 Cent Steuern und Umlagen
30,8 Cent Summe für die kWh

Nichtmal 25% des Strompreises sind für Erzeugung, den Vertrieb und die Abrechnung fällig.
23% des Strompreises gehen für den Stromnetzbetreiber drauf. Das ist regelmäßig ein Monopolist und ganz besonders schön: circa 80% des deutschen Stromnetzes gehören ausländischen Staaten. Hinter Tenet steht der holländische Staat (grob Bayern, Hessen, Niedersachen), hinter 50Hertz steht der belgische Staat (ehemalige DDR), hinter Amprion stehen Schweizer (NRW, RLP, SL), nur BaWü ist noch in deutscher Hand.

52% des Strompreises müssen wir für die glorreiche, sozialistische Energiewende und Steuern aufbringen.

Wenn die Verbraucherzentrale also den Strompreis kritisiert, dann sollte sie sich mit dem Staat auseinandersetzen, weil der nämlich der Kostentreiber ist.

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13.05.2020, 23.40 Uhr
Franziskus | Von der Marktwirtschaft
hat da Jemand nichts verstanden.
Das braucht dann eben noch Jahrzehnte,
wenn überhaubt. . .

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