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Sa, 20:50 Uhr
25.04.2020
Zum 90. Geburtstag von Inge Sielmann

Erinnerungen an die Grande Dame des Naturschutzes

Im vergangenen Jahr verstarb Inge Sielmann kurz vor ihrem 89. Geburtstag. Ein Jahr später, zu ihrem 90. Geburtstag am 28. April, erinnert die Heinz Sielmann Stiftung an ihr Leben und Wirken als engagierte Naturschützerin, als Stifterin und ihre Rolle an der Seite des berühmten Tierfilmers Heinz Sielmann....

Naturschutz als Lebensmotto
Inge Sielmann war eine kluge und umsichtige Wegbereiterin für den Naturschutz in Deutschland. Mit ihrem Mut, ihrer Besonnenheit und ihrem Weitblick inspirierte sie viele Menschen. Es war ihr besonders wichtig, Kinder und Jugendliche an die Schönheit und Einzigartigkeit der heimischen Natur heranzuführen. All dies leitet sie und ihren Mann Heinz, als sie gemeinsam 1994 die Heinz Sielmann Stiftung gründeten.

Für den Natur- und Artenschutz hat Inge Sielmann als private Stifterin eine über Generationen hinweg eine wegweisende Rolle gespielt. Ihr Engagement wurde im Oktober 2017 mit dem Deutschen Umweltpreis gewürdigt, den sie zusammen mit Dr. Kai Frobel, Prof. Dr. Hubert Weiger sowie den Unternehmern Bernhard und Johannes Oswald erhielt.

Stiftungssitz Gut Herbigshagen in Duderstadt
Duderstadt, mit dem Stiftungssitz Gut Herbigshagen, war für das Ehepaar Sielmann zu einer zweiten Heimat geworden. 2005, anlässlich Inge Sielmanns 75. Geburtstags, wurde den Sielmanns eine besondere Ehre zu Teil: Erstmals und bisher das einzige Mal erhielt ein Ehepaar die höchste Auszeichnung der Stadt, den Ehrenring in Gold. Die enge Verbindung zu Duderstadt bestand nicht nur allein durch den Stiftungssitz auf dem Gut. Seit 1998 trägt die Realschule in der Brehmestadt den Namen von Heinz Sielmann, im Jahr 2000 übernahm Inge Sielmann die Patenschaft für den Städt. Kindergarten Fuhrbach.

Inge und Heinz Sielmann (Foto: Heinz Sielmann Stiftung) Inge und Heinz Sielmann (Foto: Heinz Sielmann Stiftung)

Prominente Ehrenringträger der Stadt Duderstadt – Inge und Heinz Sielmann 2005 im Duderstädter Rathaus. Foto: Heinz Sielmann Stiftung


Inge und Heinz Sielmanns Optimismus und ihr Grundsatz „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ leiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen der Stiftung auch nach dem Tod des Stifterehepaars. „Wir vermissen Inge und Heinz Sielmann schmerzlich. Doch die Aufgabe ihr Erbe fortzuführen, treibt uns im Einsatz für den Naturschutz weiter an. Ihre Visionen von einer nachhaltigen Welt und dem Einklang von Natur und Mensch sind unsere Motivation für die tägliche Arbeit“, erklärt Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrats der Heinz Sielmann Stiftung.

Beim Sichten von Filmmaterial (Foto: Heinz Sielmann Stiftung) Beim Sichten von Filmmaterial (Foto: Heinz Sielmann Stiftung)

Inge und Heinz Sielmann beim Sichten von Filmmaterial

Die Liebe zur Natur verband Inge und Heinz Sielmann während ihrer 55-jährigen Ehe miteinander. Die beiden haben mitunter nächtelang im Schneideraum gearbeitet. „Expeditionen ins Tierreich“ brachten die Artenvielfalt aus fünf Kontinenten auf die Bildschirme in den heimischen Wohnzimmern und schafften ein Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz, aber auch für die Auswirkungen der menschlichen Eingriffe in das Ökosystem.
Autor: ik

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