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Fr, 20:04 Uhr
08.05.2020
12. Mai – Internationaler Tag der Pflege und Hebammen:

Eichsfeld Klinikum ehrt die Helden des Klinikalltags

Wegen der Corona-Pandemie kann der Internationale Tag der Pflege und Hebammen am 12. Mai in diesem Jahr nicht wie üblich gefeiert werden. In den vergangenen beiden Jahren hatte das Eichsfeld Klinikum einen Aktionstag mit einem besonderen Programm durchgeführt....

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„Wir bedauern die Absage sehr. Wir sehen uns jedoch in der besonderen Pflicht, die Regeln zum Infektionsschutz einzuhalten. Dass die Veranstaltung ausfallen muss, ist doppelt schade. Denn 2020 jährt sich der Geburtstag von Florence Nightingale, die als Begründerin der modernen Pflege gilt, zum 200. Mal“, erklärt Leandra Conradi, Pflegedirektorin im Eichsfeld Klinikum.

Dennoch hat sich die Klinikleitung etwas einfallen lassen, denn gerade die Pflegekräfte und Hebammen stehen als systemrelevante Berufe in Zeiten der Krise im Fokus – weil sie auch im Eichsfeld Klinikum und seinen angeschlossenen Einrichtungen, wie dem Caritativen Pflegedienst Eichsfeld (CPE) mit seinen Diensten, tagtäglich Großes leisten. Als Anerkennung erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Gedenktag einen Obstkorb auf der Station, wo sie tätig sind; beim CPE ist es ebenfalls eine Aufmerksamkeit.

„Wir möchten unseren Pflegekräften und Hebammen mit dieser, gesunden’ Stärkung für ihr Engagement danken. Denn in der Corona-Zeit sind die ohnehin hohen Anforderungen an die Pflege und die Versorgung rund um die Geburt nochmals gestiegen“, betont Conradi.

Im Eichsfeld Klinikum ist die Pflege und die geburtshilfliche Betreuung eine tragende Säule in der Gesundheitsversorgung – mehr als 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Pflege kümmern sich um das Wohl der Patienten, beim CPE mehr als 150.
Jährlich werden über 18.000 Patienten stationär und über 23.000 Patienten ambulant versorgt, über 900 Patienten täglich beim CPE.

Im Bildungsinstitut am Eichsfeld Klinikum wurden bereits seit 1932 über 1.400 Pflegefachkräfte ausgebildet. Mit aktuell 90 Ausbildungsplätzen insgesamt werden ab diesem Jahr die generalistische dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann sowie mit 18 Ausbildungsplätzen die einjährige Qualifikation in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe angeboten.

Erst im Januar 2020 hat das Pflegeberufegesetz und das Hebammengesetz die bisher geltenden Regelungen abgelöst. Dieses geht mit einer Neugestaltung der bisherigen Pflege- und Hebammenausbildung einher. Ziel war es, die Ausbildungen attraktiver zu machen und die Berufe aufzuwerten.

„Wir erleben gerade eine große Nachfrage nach der neuen Pflegeausbildung, bei der die Auszubildenden ein umfassenderes Pflegeverständnis von der Versorgung von Menschen aller Altersgruppen erwerben. Lediglich für die einjährige Pflegehelferausbildung können wir noch freie Ausbildungsplätze mit Beginn am 1. September anbieten“, führt Dr. Dietmar Wiederhold vom Bildungsinstitut des Eichsfeld Klinikums aus.


Auch in der Hebammenausbildung geht das Eichsfeld Klinikum innovative Wege. In diesem Jahr wird erstmalig in Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena der duale Bachelor-Studiengang zur Hebamme durchgeführt. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, eine der wenigen Partnerkliniken der einzigen Hochschule in Thüringen zu sein, die diese akademische Ausbildung anbietet“, so Dr. Wiederhold weiter.

Nach der Ausbildung stehen den Pflegenden und Hebammen im Klinikum viele Karrierewege offen. Fort- und Weiterbildungen sind ein fester Bestandteil einer zukunftsorientierten Personalentwicklung. Sie bieten je nach Interesse vielfältige Chancen der beruflichen Entfaltung.

In der Weise, wie sich innerhalb der Medizin Spezialisierungen herausgebildet haben, ist es beispielsweise für Pflegende möglich, sich heutzutage vielfältig fachlich weiterzuentwickeln. Interessierte können zum Beispiel Zusatzqualifikationen in der Notfallpflege, im Operationsdienst oder in der Anästhesie- und Intensivpflege erlangen.

An zahlreichen Hochschulen und Universitäten werden zudem mehr als 50 Studiengänge für Pflegende angeboten, die für anspruchsvolle Pflegesituationen in der Klinik oder auch für leitende, forschende oder lehrende Tätigkeiten in allen Einrichtungen, Schulen und Hochschulen des Gesundheitswesens vorbereiten.

Hintergrund: Der Internationale Tag der Pflege und Hebammen wurde in Erinnerung an die Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege, Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 – vor genau 200 Jahren – geboren wurde, ausgerufen. Nightingale war es, die die Pflege, Hygiene und Ernährung der Soldaten in den britischen Lazaretten während des Krimkrieges entscheidend verbesserte. Mit ihrer Popularität war es ihr möglich, 1860 die erste Pflegeschule Englands zu gründen und der Pflege als professionell erlernten Beruf großes Ansehen zu verleihen.

Bei aller seit dieser Zeit hochtechnisierten und spezialisierten Pflege und Therapie bleibt jedoch auch heute noch die sorgende Zuwendung und die Unterstützung im Umgang und im Erleben mit den Auswirkungen von Krankheiten und deren Therapien eine Kernaufgabe der Pflegenden, an die der Internationale Tag der Pflege erinnert.
Autor: ik

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