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So, 08:34 Uhr
07.06.2020
Das Wort zum Sonntag

Vor wem sollen wir knien

Die Kirche begeht das Fest des dreifaltigen Gottes. In Leinefelde hätten katholische und evangelische Christen an diesem Tag dies in der Obereichsfeldhalle im Rahmen des Stadtfestes gefeiert....

In diesem Jahr nicht, aber das Bekenntnis zu Gott bleibt immerwährende Aufgabe. Gott ist zu geheimnisvoll, um ihn auf das Bild einer Person zu reduzieren. Er ist der Schöpfer von Raum und Zeit, Geburt und Sterben, Licht und Leben – Gott über uns, letztlich immer auch unbegreiflich.

Er bekommt in der Person Jesu Christi für uns Menschen ein Gesicht – Gott vor uns. Gott in unserer Geschichte bedeutet aber auch, dass jeder Mensch göttliche Würde hat, an der Seite Jesu steht, der uns kennt.

Das heißt auch: Gottes Geist wirkt in unserer Zeit, fordert und fördert unsere Kreativität – Gott in uns.
Und wenn in diesen Tagen in den USA Demonstranten und Polizisten zugleich angesichts der Gewalt auf den Straßen das Knie beugen, dann geben Sie bewusst oder unbewusst Zeugnis:

Gott ist der Schöpfer, Gott bestimmt unsere Würde, Gott ruft und inspiriert uns zum Dienst.
Eine gesegnete Woche!
Pfarrer Gregor Arndt
Autor: ik

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Kommentare
Real Human
07.06.2020, 18:14 Uhr
Niemand soll vor niemandem knien!
Die Überschrift des WORTES ZUM SONNTAG provoziert bei mir wie bei einem archaischen Kniesehnenreflex sofort als Replik die ersten beiden Zeilen des Vaterlandslieds von Ernst Moritz Arndt, das er 1812 dichtete:

„Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
der wollte keine Knechte, …“

Ein paar Zeilen später beruft sich der Dichter auch auf den Willen Gottes, und schreibt auch noch:

„Wir wollen heute Mann für Mann
mit Blut das Eisen röten,
mit Henker- und mit Knechteblut,
o süßer Tag der Rache!“

Aber auch der Dichter der Marseillaise beruft sich auf Gott und will im Refrain die Furchen Frankreichs mit „unreinem Blut“ tränken.

Der links-anarchistische Gegenentwurf lautet: „Keine Macht für Niemand!“ (Band: Ton Steine Scherben)

Jetzt könnte über die „Hufeisentheorie“ debattiert werden. Den letzten Anhaltspunkt dafür lieferte mir Google, indem es mir nach dem Video zum Vaterlandslied das Video „Preußens Gloria" auf dem Roten Platz in Moskau vorschlug.

Was „Gott“ anbelangt, so haben manche „Patrioten“ wohl vergessen, dass sich Christentum und Islam als universalistische – ja, kosmopolitische! – Religionen verstehen. „Gott“ ist – außer im Judentum! –nicht der Diener selbstgefälliger Völker und derer Demagogen.

Allerdings zeigt die weitere Geschichte nach dem Martertod des legendären Jesus auch, wie gefährlich es wird, wenn Orgel- und Marschmusik das „Sapere aude” (Wage es, weise zu sein!) überdröhnen. Die Mahnung, „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“, wird auch weiterhin systematisch eingelullt.

Wo aber ist der dreifaltige Gott, der Schöpfer und Inspirator? Und was beinhaltet die „Würde des Menschen“ eigentlich?

Das Bemerkenswerteste am Artikel von Pfarrer Gregor Arndt ist aber, was ihm bis jetzt fehlt?:

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