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22.07.2020
Kinderarmut:

Eine unbearbeitete Großbaustelle

Seit Jahren ist Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Eine neue Analyse der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass es im bundesweiten Durchschnitt nur wenig Verbesserung gab. Die Corona-Krise droht das Problem der Kinderarmut zu verschärfen...


Nach wie vor überschattet Armut den Alltag von mehr als einem Fünftel aller Kinder in Deutschland. Das sind 21,3 Prozent bzw. 2,8 Mio. Kinder und Jugend-liche unter 18, die oft viele Jahre ihrer Kindheit in einer Armutslage leben. Das ist das Ergebnis einer kombinierten Armutsmessung, die sowohl die Armutsgefährdungsquote als auch Kinder im Grundsicherungsbezug berücksichtigt.

Die Kinder- und Jugendarmut verharrt trotz langer guter wirtschaftlicher Entwicklung seit Jahren auf diesem hohen Niveau. Kinderarmut bleibt ein ungelöstes strukturelles Problem in Deutschland, mit erheblichen Folgen für das Aufwachsen, das Wohlbefinden, die Bildung und die Zukunftschancen der Kinder. Wirft man alleine einen Blick auf die Kinder, die Grundsicherung (SGB II/Hartz IV) beziehen (das sind bundesweit 13,8%), können auch regionale Entwicklungen der Kinderarmut aufgezeigt werden.

Demnach haben sich etwa in Ostdeutschland Verbesserungen eingestellt. Waren dort 2014 noch 22,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Grundsicherungsbezug, sind dies 2019 nur noch 16,9 Prozent. In Westdeutschland stagniert die SGB II-Quote von Kindern hingegen bei 13 Prozent. Auf Kreisebene leben in einigen Kreisen bzw. Städten bis zu 40 Prozent der Kinder im Grundsicherungsbezug, in anderen sind es nur 2 Prozent. Die materielle Versorgung von Kindern in der Grundsicherung hat sich in den letzten fünf Jahren etwas verbessert – der relative Unterschied zu Kindern in gesicherten Verhältnissen ist je-doch bestehen geblieben.

Insbesondere in den Bereichen Mobilität, Freizeit und soziale Teil-habe sind Familien im SGB II-Bezug teils erheblich unterversorgt. Diese Erkenntnisse zeigt ein aktuelles Factsheet der Bertelsmann Stiftung zu Kinderarmut in Deutschland, das unter anderem auf aktuellen Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) basiert.

Corona-Krise verschärft die Situation armer Kinder
Die Eltern der benachteiligten Kinder und Jugendlichen trifft die Corona-Krise besonders hart: Sie arbeiten häufiger in Teilzeit oder als Minijobber und gehören deswegen zu der Gruppe, die als erste ihre Jobs verlieren oder nur vergleichsweise wenig beziehungsweise gar kein Kurzarbeitergeld erhalten.

Laut Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, drohen viele arme Kinder „durchs Raster zu fallen“. Zahlreiche außerhäusliche Unterstützungsangebote staatlicher oder zivilgesell-schaftlicher Natur konnten während des Corona-Lockdowns nicht fortgesetzt werden – mit Folgen für die bedürftigsten Kinder und Jugendlichen. Auch beim Homeschooling sind Kinder aus armen Verhältnissen benachteiligt, verfügen sie doch seltener über die notwendige technische Ausstattung und haben zum Teil auch keine Rückzugsräume zum ungestörten Lernen.

24 Prozent der Kinder im Grundsicherungsbezug haben keinen internetfähigen PC im Haushalt, 13 Prozent keinen ruhigen Platz zum Lernen. Fast die Hälfte der Kinder wohnt in einer Wohnung, in der nicht ausreichend Zimmer zur Verfügung stehen. Insgesamt kritisiert Dräger die zu geringen Anstrengungen der Politik, um Kinderarmut zu reduzieren: „Die Politik tut zu wenig, um Kindern Armut zu ersparen. Gerade die Corona-Krise droht die Situation noch zu verschärfen. Die Politik muss jetzt handeln!“

Mit einem Teilhabegeld Kinderarmut verhindern
Dräger sorgt sich, dass in der Krise nicht genug gegen Kinderarmut unternommen wird: „Die Vermeidung von Kinderarmut muss gerade in der Corona-Krise politische Priorität bekommen.“ Er fordert deshalb neue sozial- und familienpolitische Konzepte. Notwendig ist eine transparente und Teilhabe-sichernde finanzielle Leistung für Kinder und Jugendliche, die Armut vermeidet. Vorschläge für ein Teilhabegeld oder eine Grundsicherung für Kinder liegen auf dem Tisch. Dazu gehörten laut Dräger auch Strukturen für eine konsequente Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Denn auch hier habe die Corona-Krise gezeigt, wie die Wünsche und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen von der Politik nicht richtig erfasst und sie auf ihre Rolle als Schülerinnen und Schüler reduziert würden.

Die Bertelsmann Stiftung will sich in den kommenden Monaten intensiv mit der Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf das Thema auseinandersetzen und startet eine Initiative #StopptKinderarmut in den sozialen Medien.

Zur Methodik:
Unter Zuhilfenahme des repräsentativen Panels Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) kombinieren Torsten Lietzmann und Claudia Wenzig vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zwei gängige Definitionen im Bereich der Armutsforschung – die Armutsgefährdungsquote sowie die SGB II-Hilfequote. Im Ergebnis wachsen 21,3 Prozent aller Kinder in einer Armutslage auf, d.h. in Armutsgefährdung und/oder im SGB-II-Leistungsbezug.

Auf regionaler Ebene ist eine kombinierte Armutsbetrachtung nicht möglich. Hier wird auf den Anteil der Kinder im SGB II-Bezug an der Wohnbevölkerung zurückgegriffen, der in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit ausgewiesen wird. Um etwas über die materielle Versorgung von Kindern und Familien in Armutslagen aussagen zu können, wird im PASS für 23 Güter und Teilhabeaspekte für Haushalte sowie 4 spezifische Aspekte für Kinder abgefragt, ob diese im Haushalt bzw. beim Kind vorhanden sind oder aus finanziellen oder aus sonstigen Gründen fehlen.
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Kommentare

22.07.2020, 08.42 Uhr
Peterchen1983 | Hauptsache
Wir zahlen jetzt 10 Milliarden mehr in die EU und haben davon den wenigsten Nutzen!
Dabei geht es den Familien mit Kindern immer schlechter!
Frau Merkel wer sind eigentlich IHRE Kinder die sie so mit unserem Steuergeld vollstopfen? Unsere Kinder werden diese Schulden später abarbeiten müssen obwohl andere Länder teilweise 10Jahre früher Und mit mehr Bezügen in Rente gehen!

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22.07.2020, 10.05 Uhr
Rieke11.11.11 | Warum...
nimmt man nicht die vielen Milliarden von Euros die der Staat für die Asylanten sinnlos ausgibt und steckt sie in Familien oder Kinder - und Jugendeinrichtungen. Auch die Rentner würden sich freuen wenn nicht ihre Renten hoch versteuert würden.

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23.07.2020, 08.31 Uhr
DerBesitzer | Vielleicht weil Menschen nicht unterschiedlich viel wert sind
Und die Ausgaben auch nur ein Anteil des Haushalts sind (ca 20 Milliarden zu 362 Milliarden). Soweit ich mich erinnern kann werden Renten, Geld für Asylanten und Ausgaben für Soziales auch aus verschiednen Töpfen genommen. Also wenn Sie etwas ändern wollen, dann gehen Sie bitte in die Politik, aber bitte nicht ihren Fremdenhass unter dem Deckmantel der Sorgen um Mitbürger hier herausposauenen. Menschen haben nämlich keine unterschiedlichen Werte, denn Vergleich der jetzt angebracht ist, können Sie sich vermutlich selbst denken.

LG aus dem Gutmenschenbunker
Das letzte Einhorn

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23.07.2020, 10.01 Uhr
Sonntagsradler 2 | Klasse DerBesitzer
In Ihren Kommentar spürt man so richtig die emotionale Leidenschaftlich bin richtig begeistert.
Aber nun zu Ihren Zitat:
»… nicht ihren Fremdenhass unter dem Deckmantel der Sorgen um Mitbürger hier heraus posaunen. «
Ist es nicht so, dass der größte Teil der Hilfebedürftigen Mitbürger genau Ihre „Klienten“ bzw Bürger mit Migrationshintergrund sind und für die Sie einsteht? Überlegen Sie einmal.
Oder ist Ihr „Gutmenschenbunker“ Soooo dick das die Realität nicht hindurch kommt.
Na ja es ist eben jeden selber überlassen wir er darüber denkt.

Bescheidenheit ist keine Tugend der heutigen Zeit. Täglich erklären uns Politik-, Wirtschafts-, Terror- oder Gesundheitsexperten die Welt. Unsere Welt ist voll von Experten und Auskennern. Leider wird oft viel geredet, ohne etwas zu sagen. Unser Land ist voll Bundestrainern, Alles- und Besserwissern.
Aber eine schöne selbst Betitelung „ letzte Einhorn“

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23.07.2020, 11.35 Uhr
Kobold2 | Recht frühe Erkenntniss
Mit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren war das schon zu sehen, das dieses Land für seine Kinder und damit auch für die Zukunft wenig übrig hat....
Jetzt sucht man die Schuld wieder an andere Stelle....

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23.07.2020, 11.47 Uhr
P. Kortschagin | Kinderarmut und seine Ursachen:
Die „Agenda 2010“ war eine sogenannte "Reform" des deutschen Sozialsystems, die einen ganzen Cocktail von sozialen Grausamkeiten enthielt. Sie wurde in den Jahren 2003-2005 durch eine Rot-Grüne Bundesregierung unter dem Bundeskanzler G. Schröder (SPD) umgesetzt! Wobei viele Politiker wie zum Beispiel Dagmar Schipanski (CDU), im Jahre 2004 Landtagspräsidentin des Thüringer Landtages, von notwendigen Schritten sprach. Obwohl Sozialverbände und Sozialwissenschaftler damals schon warnten, dass mit den Hartz 4 Gesetzen ca. 2 Mio Kinder zusätzlich von Armut bedroht sein werden. Mit anderen Worten sagte diese CDU- Frau also das es eine Notwendigkeit ist dass 2 Mio Kinder mehr in Deutschland in Armut leben!

Die "Agenda 2010" enthielt nicht nur die Hartz 4 Gesetze sondern unter anderem auch die Rentenreform die ab 2030 die Altersarmut sprunghaft anwachsen lassen wird (Renteneinstieg mit 67, mit 42% vom letzten Netto)!

Das Ganze wurde medial durch eine Hetzkampagne gegen Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger moralisch gerechtfertigt! Was zu einer beispiellosen Entsolidarisierung unter den ausgebeuteten Massen führte, die bis heute anhält und dringend überwunden werden muss!

Auftraggeber für diese Politik war das Kapital, so konnte es davon profitieren, dass mit dem Erpressungswerkzeug Hartz 4 der Niedriglohnsektor von 4,8 Mio auf mehr als 9 Mio Stellen anwuchs. Weil Lohn und Gehalt auf der Kostenseite stehen, schmälern sie die Profite! Und das ist der Grund für den Lohn und Rentenklau!

Beschlossen zu einer Zeit als noch kein Flüchtling im Boot saß! Wofür kein Flüchtling oder Ausländer verantwortlich zu machen ist!

Diese Zustände sind im Rahmen des Kapitalismus nicht zu beseitigen! Dazu bedarf es einer sozialistischen Gesellschaftsordnung, in der die Produktionsmittel (Fabriken, Maschinen, Anlagen, Verkehrswege usw.) vergesellschaftet sind. Und der von allen Werktätigen erarbeitete gesellschaftliche Reichtum auch jedem nach seinen Bedürfnissen zur Verfügung steht.
Armut ist kein Schicksal, sondern ein Symptom kapitalistischer Ausbeutung und Ökonomie, wer das ändern will gehört auf die Linke – revolutionäre Seite der Arbeiterbewegung! Auf die Seite der Marxisten Leninisten!

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23.07.2020, 12.58 Uhr
Frank1966 | So ein Leben im Bunker...
...scheint auch nicht förderlich zu sein.
Eines Tages siniert man von vollen Töpfen, die schier unerschöpflich gefüllt sind. Hat nur noch der Spruch mit dem Honig gefehlt.
In die Politik zu gehen löst keine Probleme! Das beweisen uns doch unsere Volksvertreter nahezu täglich. Würde da ein Leistungsprinzip und Verantwortlichkeit gelten, wäre der Laden so gut wie leer. Der Plenarsaal des Bundestages, könnte dann einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.
Mehr direkte Demokratie, Volksabstimmungen und Interessenvertretungen die auf ein Miteinander abzielen, das wäre meiner Meinung nach, der bessere Weg.
Sie werden nicht einen Politiker finden, der etwas von seinem Sahneschnittchen abgeben würde.

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23.07.2020, 13.00 Uhr
Sonntagsradler 2 | P. Kortschagin / Haben wir schon Wahlkampf
Was soll dieses Linksgefasel
Hier ist wieder ein typischer Kommentar von den Linken um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Fürs nichts tun das gleich oder nur etwas weniger Geld bekommen zu wollen.
Man sollte erst einmal das Gehirn einschalten um so etwas wieder zu Vordern.
Wer soll diese Unsummen erarbeiten?

Die Löhne steigen und steigen. Demzufolge steigen auch die Renten.
Hartz 4 finde ich in Ordnung. Wer mehr Geld will oder nicht zurechtkommt sollte sich bewegen.
Gerade jetzt wo langsam die Geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen wird es doch nicht als zu schwer fallen einen Job zu bekommen.
In den Medien werden doch Fachkräfte gesucht.
Also wer wirklich will der bekommt auch Arbeit und kann sein Lebensunterhalt selbst verdienen.
Ich kenne genug Leute die sich zusammen gerissen haben um aus Hartz 4 rauszukommen. Darunter befinden sich auch Leute mit Gleichstellung. Diese sind auch mit recht stolz auf ihren Erfolg. Anderster als so ein Gesunder Hartzierumhänger oder so manches Goldstück...
Das haltet euch mal immer vor Augen.

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23.07.2020, 13.10 Uhr
Frank1966 | Die Unfähigkeit, das Unmögliche zu vermuten!
"Beschlossen zu einer Zeit als noch kein Flüchtling im Boot saß! Wofür kein Flüchtling oder Ausländer verantwortlich zu machen ist!"

Die Flüchtlinge sind auch nicht schuldig, das behauptet niemand. Schuldig daran ist "Wir schaffen das".

Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, das die "Erfinder" der EU, mit all den folgenden Entscheidungen, nicht auch das aktuelle Migrationsszenario durchgespielt haben und die mit der "Schaffung" von Kinderarmut freiwerdenden finanziellen Mittel, etwas anderes bezwecken?

Kann aber auch nur eine Verschwörungstheorie sein! Aber ich habe das so meine Zweifel mit den vielen Zufällen und deren zeitlichen Abläufen.

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23.07.2020, 14.01 Uhr
DerBesitzer | Post aus dem Bunker
Ich beziehe mich ja auf den Kommentar, das Asylgelder unnütz wären und es für Rentner und Hartzer aus zu geben seien soll, ich hab jetzt noch mal nachgeschaut und vermutlich wussten ich und Rieke nicht wie hoch der Migrationsanteil bei Hartz 4 Empfängern ist. Das muss eine Aufgabe unserer Politiker seien, viele Leute aus solchen Leistung in ein abgesichertes Leben zu bringen, auch jene die nach dem Asylantrag erstmal keine Arbeitsstelle gefunden haben.

Ich weiß ja nicht wo ich von vollen Töpfen und Honig philosophiere, ich habe gesagt, das die Gelder von verschiednen Quellen kommen. Politik ist ja nicht gleich das korrupte Lobbygeschäft, eigentlich bedeutet es das Handeln und Zusammenleben der Menschen in einem Staat zu beeinflussen. Dass, wenn wir an Politik denken, wir an schmutzige Geschäfte denken, ist Kandidaten wie Amthor zu verdanken. Mehr Miteinander finde ich auch gut, denke aber das Volksabstimmungen kaum der richtige Weg sind ( Grossbritanien hat sich da selbst ins Bein geschossen), da halt 80 Millionen keine Bundestrainer, Klimaexperten, Wirtschaftsprofis oder sozial Veranlagte sind. Manchmal muss man nichtmal in der Politik kompetent genug für den Job sein siehe unsere Drogenbeauftragte.

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23.07.2020, 14.13 Uhr
Frank1966 | Wer ist denn nun Schuld Kobold2 ?
All Ihre Kommentare haben nur eine Aussage: Der Betroffene sucht die Schuld bei Anderen und ist doch eigentlich selber Schuld.
Demzufolge sind die Kinder an ihrer Armut selber schuldig, oder wie?
Wir haben Politiker, welche Gesetze auf den Weg bringen. Gehen wir hier einmal davon aus, das der ein oder andere gute Gedanke dabei ist. Es stellt sich aber nun heraus, dass getroffene Entscheidungen nicht das erreichen was sie sollten, sondern ins Gegenteil führen. Sind dann nicht die Politiker, welche diese offensichtlichen Missstände nicht beseitigen, verantwortlich?

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23.07.2020, 14.52 Uhr
Frank1966 | Gestalten und nicht beeinflussen!
Genau darin liegt der Fehler. Schön das Sie ihn, ob willentlich oder unbedacht, geäußert haben. Politik muss den Rahmen stellen und nicht beeinflussend agieren, das ist meine Meinung.
Fehlerhaft empfinde ich auch, ihre Aussage zu Volksentscheiden. Ohne zu wissen, was aus England wird, bewerten sie diesen Entscheid als negativ. Warum können Sie im Gegenzug die funktionierenden Volksentscheide in der Schweiz, nicht auch bewerten? Möchten Sie vielleicht garnicht, das Menschen über ihr Zusammenleben entscheiden?
Wenn die Engländer merken, das ihre Entscheidung falsch war, werden sie diese korrigieren. Vielleicht wieder mit einer Volksbefragung, mit einem dann, ganz Wissensstand.
Volksentscheide sind nicht gewollt, weil es bedeuten würde, das sich die Politik ehrlicher machen müsste. Man müsste um Mehrheiten werben.
Aber aktuell erhalten diese ihre Macht, in dem alle paar Jahre mal gewählt wird.
Ein Bsp. Für eine Volksbefragung:
1. Wollen wir Zuwanderung?
2. Wollen wir Zuwanderung unter Einhaltung unseres Grundgesetzes?
Ich bin mir relativ sicher, das es ein abweichendes Ergebnis bringen würde.
Die Politik hat keinen Mut mehr zur Wahrheit.
„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre Regierungsmacht unseres Landes ist.“ (Edward Bernays)

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23.07.2020, 16.33 Uhr
P. Kortschagin | Sonntagsradler 2 / Wahlkampf?
Warum äußern Sie sich nicht zum Inhalt meines Kommentars? So sind nun mal die gesellschaftlichen Zusammenhänge!

Und bloße Kapitalismuskritik ist nutzlos, wenn diese nicht mit einer gesellschaftlichen Alternative verbunden ist. Wer GEGEN den Kapitalismus ist muss eben auch wissen WOFÜR er ist. Die Alternative zum Kapitalismus heißt eben nicht noch mehr Kapitalismus sondern Sozialismus! 30 Jahre real existierender Kapitalismus (genauer Imperialismus) lassen für einen klassenbewußten Arbeiter gar keinen anderen Schluss zu!
Übrigens für Marxisten- Leninisten ist IMMER Wahlkampf!

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23.07.2020, 17.29 Uhr
Kobold2 | Ja die Schuld
schiebt man gern den Zuwanderern zu.
Die Taktik ist geschichtlich noch nie auf fruchtbaren Boden gefallen . Dabei bestehen die Probleme schon länger.
Z.B. die " Sparsamkeit" bei Erzieher und Lehrern die mangelnde Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf, untauglichen Öffnungszeiten von Kindertagesstätten zu gleich zu wenig Plätze, Vermieter, die lieber Hunde, als Kinder im Haus haben wollen, Gerichtsurteile gegen Lärm von Spielplätzen, Arbeitgeber mit zu wenig, oder gar keinem Sinn für Kindererziehung ( Dabei könnte es Ihr Fachkräftenachwuchs sein). Nachlässigkeiten und Versäumnisse der Ämter in Bezug auf säumige Unterhaltszahler.....
Mehr fällt mir grad nicht ein .....

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23.07.2020, 17.31 Uhr
AJ1967 | Wie der Stahl gehärtet wurde
Sozialismus und marxismus -leninismus habeN bisher gezeigt das dieses System nicht funktioniert. Manch glühender Verfechter kann in die Länder mit real existierenden Sozialismus auswandern und glücklich sein.

Geschichte ist auch stalin und weitere genossen.

Sicher ist Kinderarmut nicht tolerierbar. Jedoch was passiert teilweise mit den Menschen in den sozialistischen, kommunistischen Ländern? Unterdrückung der Individualität, Hungersnöte und auch Folter.

Das brauchen wir nicht.

Kapitalismus ist nicht das beste, jedoch das einzige was funktioniert.

Wir hatten vor der Wende genug Zeit zum probieren, hat nicht funktioniert

Nur wenn Unternehmen Geld erwirtschaften ist auch ein soziales umverteilen möglich.
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Anm. d. Red.: Mit diesem Statement beenden wir dann auch die Systemdiskussion. Keine weiteren Kommentare möglich.

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