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So, 07:00 Uhr
16.08.2020
Hinweise aus der Inneren Medizin

Alkohol und Sommer – maßvoll genießen

An einem lauen Sommerabend, zum Grillen oder bei der Geburtstagsparty im Garten – für viele gehört ein kühles Bier, ein Glas Wein oder ein Cocktail im Sommer einfach dazu. Schnell bleibt es in geselliger Runde jedoch nicht bei einem Glas. Grundsätzlich stellt sich deshalb die Frage: Wie viel Alkohol ist eigentlich erlaubt und kann man im Sommer unbedenklich Alkohol konsumieren?

„Regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum wirkt sich immer negativ auf unsere Gesundheit aus. Gerade aber bei sommerlichen Temperaturen muss man vorsichtig sein, denn Alkohol und Hitze vertragen sich nicht sehr gut“, erklärt Dr. Gerd-Wilm Schute, Chefarzt für Innere Medizin der Helios Kliniken Lutherstadt Eisleben und Hettstedt.

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Bei hohen Temperaturen verliert der Körper mehr Flüssigkeit und verträgt den Alkohol schlechter, er wirkt dadurch schneller und stärker. „Es kommt zu einer Erweiterung der Gefäße und der Blutdruck sinkt. Das kann zu starken Kreislaufproblemen führen“, fasst der Mediziner zusammen. Und auch der Glaube, ein kühles Bier löscht bei Hitze den Durst, erweist sich bei näherer Betrachtung als Trugschluss. Das erfrischende Gefühl im ersten Moment kehrt sich schnell ins Gegenteil um, denn der Körper erzeugt zusätzliche Wärme, um die drastische Kühlung durch das Getränk auszugleichen. Dann steigt der Alkohol im wahrsten Sinne zu Kopf.

„Der Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Die Schweißproduktion wird dadurch gehemmt, der Körper kann sich in der Folge nicht mehr ausreichend gegen die Hitze schützen. Es besteht dadurch die Gefahr eines Kreislaufkollapses oder eines Hitzschlags.“ Besser ist es daher, bei warmem Wetter ausreichend Wasser, nur leicht gekühlte Tees oder verdünnte Säfte zu trinken. Und wer gar nicht auf einen Schluck Alkohol verzichten mag, sollte ganz bewusst genießen, wenn die Tageshitze abgenommen hat.


Wichtig ist, ein „gesundes Maß“ zu finden. Eine Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit kommt zu dem Schluss, dass die risikoarme, maximale Trinkmenge für eine gesunde Frau bei 12 Gramm und für einen gesunden Mann bei 24 Gramm reinen Alkohol täglich liegt. Zur Orientierung: Ein kleines Bier als auch ein Glas Wein enthalten 12 Gramm reinen Alkohol. „Der tägliche Alkoholkonsum über diese risikoarme Trinkmenge hinaus erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. So kann der Verzehr alkoholischer Getränke etwa die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigen. Auch andere Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse oder der Magen-Darm-Trakt können durch zu viel Alkoholgenuss geschädigt werden“, weiß Dr. Schute. Der Mediziner empfiehlt deshalb, diese empfohlenen Grenzwerte nicht zu überschreiten und an mindestens zwei bis drei Tagen in der Woche gar kein Alkohol zu trinken.

Wichtig bleibt es, und ganz egal zu welcher Jahreszeit, die Menge immer im Auge und somit in einem vernünftigen Maß zu halten. Am besten ist es, bei Feiern immer zwischen einem alkoholischen und einem alkoholfreien Getränk zu wechseln. So bleiben Wein- und Bierliebhaber auch bei warmen Temperaturen hydriert - außerdem nehmen sie weniger Alkohol zu sich.
Autor: red

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Kommentare
toni
16.08.2020, 10:45 Uhr
Kein Alkohol für Schwangere
Der Kollege hätte noch erwähnen müssen, dass Alkohol in der Schwangerschaft absolut tabu sein muss. Gefährlich sind vor allem die ersten Wochen, in denen manche Frau noch nichts von der Schwangerschaft weiß. Alkohol wirkt als Zellgift auf das kindliche Gehirn und die in Entstehung begriffenen Organe. Dosisabhängig können beim Kind Intelligenzminderung, Wachstumsverzögerungen, Fehlbildungen, Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche und Störungen im Sozialverhalten auftreten. Das Krankheitsbild heißt FAS bzw. FASD und ist immer noch zu wenig bekannt. Eine Therapie ist nicht möglich. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für angeborene Intelligenzminderung! Wer mehr wissen möchte, kann gern FAS/FASD googeln.
Es hilft nur Aufklärung und Prävention.
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