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So, 11:51 Uhr
16.08.2020
DEKRA Unfallforschung

Was tun, wenn ein E-Auto brennt?

Mit steigenden Zahlen zugelassener Elektro- und Hybridfahrzeuge nimmt auch die Zahl der Feuerwehreinsätze zu, bei denen solche Fahrzeuge in Unfälle oder Brände verwickelt sind. Oftmals tun sich die Einsatzkräfte wegen fehlender Erfahrungen in solchen Fällen noch schwer...

Auf Initiative der DEKRA Unfallforschung ist jetzt eine interdisziplinäre Fachinformation entstanden, die in erster Linie den Feuerwehren helfen soll.

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„Fahrzeugbrände an Elektro- oder Hybridfahrzeugen kommen zwar nicht unbedingt häufiger vor als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Wenn aber die Lithium-Ionen-Batterie eines solchen Fahrzeugs brennt, kann das die Feuerwehren aktuell vor große Herausforderungen stellen“, sagt DEKRA Unfallforscher Markus Egelhaaf, selbst aktives Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr. „Um die Batteriezellen im Normalbetrieb bestmöglich vor äußeren Einflüssen zu schützen, werden sie in einem stabilen, wasserdichten und teilweise thermisch isolierten Gehäuse untergebracht. Das Ganze wird dann in einem Bereich verbaut, der auch bei Unfällen möglichst wenig belastet wird – zumeist unterhalb der Fahrgastzelle. Das hat zur Folge, dass die Batterie im Brandfall für die Feuerwehr nicht besonders leicht zugänglich ist.“

Brennende Akkus von E-Autos sind Herausforderung für Feuerwehren   (Foto: DEKRA e.V.) Brennende Akkus von E-Autos sind Herausforderung für Feuerwehren (Foto: DEKRA e.V.)

Dass Wasser ein geeignetes Löschmittel ist, haben schon 2012 gemeinsame Versuche der DEKRA Unfallforschung mit einem Fahrzeughersteller gezeigt. Wasser kann zum einen zur Kühlung des Batteriegehäuses verwendet werden, um den Verbrennungsprozess im Inneren immer weiter zu verlangsamen. Zum anderen kann es, soweit möglich, direkt ins Batteriegehäuse gespritzt werden, um den Brand dort zu löschen.

Spezialisierte Hersteller bringen nach und nach neue Löschgeräte und Löschmittel auf den Markt oder erweitern bekannte Produkte um die Tauglichkeit für den Einsatz an Elektrofahrzeugen. Diese sind in der Feuerwehrwelt zum Teil aber sehr umstritten. „Brandereignisse aus der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass sich Feuerwehren beim Einsatz an Elektrofahrzeugen schwer tun. Hier wollten wir Hilfestellung geben“, so der DEKRA Unfallforscher.

Gemeinsame Crash- und Löschversuche des Instituts für Verkehrsunfallforschung der Universitätsmedizin Göttingen und der DEKRA Unfallforschung in den Jahren 2018 und 2019 gaben den Anstoß dafür, eine interdisziplinäre Fachinformation zu erstellen. „Wir wollten die Fakten sachlich und verständlich aufbereiten, um unbegründete Ängste zu nehmen und eine gute Grundlage für einsatztaktische Entscheidungen zu schaffen. Damit sind wir bei den Partnern auf offene Ohren gestoßen“, erklärt Egelhaaf.

Die Hinweise wurden gemeinsam mit Experten von Feuerwehren, aus der Brandschutzforschung, von Fahrzeugherstellerverbänden, einem Hersteller von Rettungsgeräten, der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Göttingen, dem österreichischen Bundesfeuerwehrverband, einem österreichischen Institut für Elektrotechnik und Sicherheitswesen sowie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erarbeitet. Sie stehen kostenlos auf den Seiten der DGUV zum Download bereit (https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3907). Eine englische Übersetzung soll in Kürze folgen.
Autor: red

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Kommentare
LithiumTim
16.08.2020, 14:30 Uhr
Wasser ist bei offenem Batteriebrand-Lithium eher risikofördernd,
denn es gibt bereits in der Parxis besser Lösungen, die 10x besser kühlen und den Batteriebrand Lithium-Ionen-Batterien echt stoppen, DRYcloud, meint unterdrücken und dessen Fortsetzung (Propagation) verhindern. Wasser kann dagegen zu Risiken führen, wie Kurzschlüssen, Nebenraktionen, Wasserstoffbildung, höherer Umweltverschmutzung, große Mengen heißer Dampf (Gefahr), flash over. Auch Gase mit HF sind ein Risikofaktor. Was wir an sich alle wissen, soll man ein elektrisches Gerät mit Wasser fluten? Und das dann bei Hochvoltbatterien? Auch wenn es nur noch 48V-Gleichstrom sind, die Energie ist noch drin in den Elektroauto- Hybrid- Batterien, und Wasser kann den Brand sogar risikovoller machen! Wenn es mal brennen sollte. Nur weil die Feuerwehrt Wasser hat, man tatsächlich kühlen kann, ok, brennt die Batterie offen, schafft Wasser es nicht mehr, sondern, siehe oben...
Paulinchen
16.08.2020, 16:30 Uhr
Da hilft nur...
... die Versicherung anrufen, zwecks Schadensregulierung. Das nächste Auto ist dann wieder ein Diesel oder ein Diesel.
Psychoanalytiker
16.08.2020, 17:38 Uhr
Sag ich doch ...
... Fahrzeuge mit alleinigem E-Antrieb sind derzeit mehr als ungenügend durchdacht.
Der Ladestrom kommt meist aus Kohle und Atomen, Kinder mit großen traurigen Augen und abgemagertem Körper müssen Seltene Erden oder andere Rohstoffe aus Stollen oder aus der Erde kratzen, damit Automobilhersteller und deren Aktionäre gut Geld verdienen. Nur so können sie das "güne" Fahrzeug überhaupt bauen. Die Preise sind unterirdisch hoch. Ich lernte einmal, das E-Motoren sehr preiswert herstellbar sind, jetzt kosten sie zusammen mit dem Akku mehr, als ein Dieselmotor nebst Tank.
Wie man hier liest, sind brennende Fahrzeuge wenig beherrschbar. Brennt ein Fahrzeug vollständig ab, wird es sicherlich von der Versicherung bezahlt, die machen das aber nicht umsonst, die Policen werden mit Sicherheit sehr, sehr teuer. Jeder will doch dann ein Stückchen vom Kuchen haben. Und über mögliche Entsorgungskosten will ich noch gar nicht nachdenken.
Ich habe mir übrigens mal eine Stromsäule in einem Einkaufspark angesehen. Wie ich schon vor längerer Zeit vermutete und hier schrieb: Jetzt schon 3 (in Worten: drei) unterschiedliche Stecker, und das mit unterschiedlichen Ladeströmen standen zur Auswahl. Toll dachte ich, ein erneutes Versagen der EU. Keine Einigung auf eine Steckerart, genau so wie bei Handys, Navis und anderen akkubetriebenen Kleingeräten. (Derzeit vier unterschiedliche Stecker)

Ich mache es wie Paulinchen. Ich kaufe mir einen Diesel, danach wieder einen Diesel dann wieder einen Diesel und Fahrverbote ignoriere ich genau so, wie die Ordnungsbehörden die Corona- Maskenpflicht. (Ich kann es mir leisten) ...
harzblume
16.08.2020, 20:51 Uhr
omg
Warum schreiben hier so viele einen Text, wenn sie überhaupt keine Ahnung davon haben!
Motte83
17.08.2020, 09:28 Uhr
Ladestecker
Es gibt durchaus in Europa eine Verständigung der Automobilindustrie auf einheitliche Ladeanschlüsse, @Psychoanalytiker.
Für das Laden mit Wechselstrom ist es ein Typ2 Stecker und bei Gleichsteom ein CCS-Stecker.
Die öffentlichen Schnellladesäulen haben dann meist noch einen Chademo-Anschluss, ebenfalls für das Laden mit Gleichstrom.
Wolfi65
17.08.2020, 09:49 Uhr
Man sollte sich die Natur als Vorbild nehmen
Da gibt es einen einheitlichen Stecker, welcher in jede Buchse passt.
Fönix
17.08.2020, 10:11 Uhr
OMG Harzblume,
wenn ich keine Argumente habe, werde ich persönlich!?
Das ist in meinen Augen die schlechteste aller Möglichkeiten, sich hier an der Diskussion zu beteiligen.
Fakt ist, dass E-Mobile derzeit einen erheblichen Anteil schmutzigen Strom aus dem Netz saugen und solange wir für unsere Stromnetze keine zufriedenstellende technische Lösung zur Speicherung haben wird das auch auf absehbare Zeit so bleiben. Es war und ist der falsche Weg, erst die Gesetze zum Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe zu beschließen und dann, wenn die Landschaft unabhängig vom Winddargebot komplett verspargelt ist, über effiziente Speichertechnolgien nachzudenken. Es gibt viele interessante Ansätze dafür, technisch einsatzbereit in den entsprechenden Dimensionen ist noch keiner davon, nicht mal ansatzweise. Das ist fatal und kann Deutschland in zeitnah eine verheerende energiepolitische Krise stürzen.
Verantwortlich für dieses enorme Risiko sind die gleichen Personen und Parteien, die auch unberechtigterweise den Dieselmotor verteufeln, obwohl die Emissionen eines modernen Benzin-Diekteinspritzers wesentlich gesundheitsgefährdender sind.
Also sind E-Auto's wirklich die beste Alternative?
Mitnichten, solange o.g. Aufgabenstellungen nicht vollumfänglich gelöst sind.
Die derzeit beste Alternative besteht darin, den im Zuge der sogenannten Globalisierung überbordenden Güterverkehr wieder auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Mit der Reregionialisierung der Wirtschaftskreisläufe insbesondere für die Waren des täglichen Bedarfs könnten wir hier einen entscheidenden Beitrag leisten, die Schaffung regionaler Arbeitsplätze wäre ein angenehmer Nebeneffekt.
Für die verantwortlichen Politiker samt den dazugehörigen (Kasper-) Vereinen wie DUH ist das aber alles keine Option.
Warum wohl?

PS. - kleiner Denkanstoss für alle, die nicht gleich die richtige Antwort finden:

Wem nutzt es? !!!
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