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Sa, 11:07 Uhr
22.08.2020
Studie bei Senioren in Corona-Zeit:

Frage nach dem Tod und dem Erbe rücken ins Bewusstsein

Angst vor dem Altersheim, Umgang mit dem Erbe, Liquidität als Sicherheit: Die Corona-Pandemie beschäftigt gerade ältere Menschen sehr. Das zeigt eine repräsentativ quotierte Studie unter mehr als 1.000 Senioren, in Auftrag gegeben von der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung...

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„Die Corona-Krise hat ältere Menschen dazu bewegt, sich vermehrt mit essentiellen Lebensfragen zu beschäftigen. Knapp die Hälfte hat intensiv darüber nachgedacht, was im Leben wirklich zählt“, erklärt Özgün Imren, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV zur Vorstellung der Studienergebnisse.

Die Studie zeigt demnach, dass die von Corona hervorgerufene Angst und Unsicherheit die persönliche Lebenssituation und Planung der Rentner in Deutschland konkret beeinflussen. Knapp über 25 Prozent der befragten Senioren haben Angst und fühlen sich im Zuge der Corona-Krise zusätzlich verunsichert. Eine eigene Immobilie spendet indes das Gefühl von Sicherheit. Dies empfinden 74 Prozent der Eigentümer und 62 Prozent der Mieter.

Lebensabend im Altersheim – nein Danke
Jeder vierte Befragte (26 Prozent) hat durch Corona Bedenken, den Lebensabend im Altersheim verbringen zu müssen. Bei dieser Aussage gibt es kaum Unterschied zwischen Eigentümern mit 27 Prozent und Mietern mit 25 Prozent. „Der Weg ins Altersheim wird nicht zuletzt oft durch fehlende finanzielle Möglichkeiten zur häuslichen Pflege ausgelöst. Eine Immobilienverrentung kann ein Ausweg sein, im gewohnten Zuhause zu bleiben und sich dort mit dem Erlös aus der Verrentung individuell pflegen zu lassen“, sagt Özgün Imren, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV

Jeder dritte Rentner denkt durch Corona vermehrt über den Tod nach
Durch Corona hat sich jeder dritte Rentner in Deutschland mit den Themen Endlichkeit, Sterblichkeit und dem eigenen Tod auseinandergesetzt. Das sind 32 Prozent der Mieter und 34 Prozent der Eigentümer. Konkret haben sich laut DEGIV jeweils 13 Prozent der Mieter und 25 Prozent der Eigentümer Gedanken darüber gemacht, was sie hinterlassen und was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Eigentümer beschäftigt die Frage des Vererbens demnach fast doppelt so häufig. Mesut Yikilmaz, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV: „Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen und der Wohnsituation am Lebensabend zu beschäftigen. Bei Immobilien gibt es mehr Optionen als den Verkauf oder das Vererben. Senioren mit Immobilieneigentum und Liquiditätsbedarf sollten die Möglichkeit der Immobilienverrentung prüfen.“ Mit diesem Modell ist es älteren Immobilienbesitzern möglich, die gestiegenen Immobilienpreise in Vermögen zu verwandeln und dennoch lebenslang im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu leben.

Viele kaufen anders ein – und wollen Bargeld
Knapp ein Fünftel aller befragten Senioren hat bereits sein Konsumverhalten wegen Corona angepasst oder wird dies künftig ändern. Verfügbare Bargeldreserven sind laut der Befragung wichtiger geworden: Das meinen 21 Prozent der Eigentümer und 26 Prozent der Mieter.

Die Erhebung wurde in den Monaten Mai und Juni 2020 von der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung unter 1.067 Senioren, sowohl EigentümerInnen als auch MieterInnen, in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork GmbH durchgeführt.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
22.08.2020, 12:32 Uhr
Das ist mir schon klar
Jetzt rücken auch noch die Immobilien und Bargeldreserven der Alten (falls vorhanden) in den Fokus für windige Geschäftemacher.
Nicht genug, dass viele ihre Lebensversicherungen an diverse Kapitalhändler zwangs-verkaufen mussten, weil sie in das von einer sozial-demokratischen Partei erfundenes Armutsprogramm gefallen sind, wird jetzt noch auf die verbliebenen Immobilien zum Sturm geblasen.
Es wird selbstloses Geschäftsverhalten und Verständnis geheuchelt.
Dabei geht es nur um ein knallhartes Geschäft mit den letzten Gesparten der Nachkriegsgeneration.
Was man sich über Jahrzehnte angespart hat, soll nun in klingende Münze verwandelt werden.
Dabei lässt man ausser Acht, dass im Falle der Plege, dem Plegeheim und oder der Sozialkasse sowieso der Rest des Vermögens( falls noch vorhanden) zwangsläufig zufällt.
Wer das Glück hat, noch Zuhause gepflegt werden zu können, wird gnadenlos von diesen Immobilien Verwendungs GmbH abgezogen.
Die Kinder der Gepflegten Eltern haben dann nur noch dass Recht, für das spätere Begräbnis aufzukommen und die endlosen Behördengänge abzulatschen.
So ändern sich die Zeiten.
Vererbt werden nur noch Kosten und Pflichten.
Real Human
22.08.2020, 15:50 Uhr
„Das letzte Hemd hat keine Taschen.“
Das sagt schon der Volksmund ganz drastisch. Aber es gibt trotzdem immer wieder Leute, die sich an dem unvermeidlichen Schicksal jedes Menschen bereichern oder wenigstens davon leben wollen. Sargmacher, Krematoriumsbetreiber und Totengräber sind dabei wohl die einzigen Seriösen.

Altersheime bekommen immer mehr den Ruf von Folterkammern mit schlecht bezahltem und motiviertem Personal. Es gibt da ein ultimatives Medikament namens Natrium-Pentobarbital. Wenn die Apotheken es frei verkaufen würden, würden sie sich aber das Geschäft mit Medikamenten – die den Tod auch nicht verhindern können! – weitgehend kaputtmachen. (Stichwort: "Eugen Roth, Doktor") Paternalistische Gesetze schieben sowieso einen Riegel vor den Giftschrank.

Der § 217 StGB, „Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“, ist am 26.02.2020 vom BverfG für nichtig erklärt worden. Sofort ist unter den Quacksalbern, die am Leiden von Menschen verdienen, und deren Lobbyisten (die mehr oder weniger in allen Parteien zu finden sind!) ein fürchterliches Gejaule ausgebrochen.

Übrigens:

• STERBEN kann sehr qualvoll sein. Wer aber TOT ist, hat keine Schmerzen. Das beste aber ist: Er/sie weiß es dann nicht einmal und kann sich folglich nicht mal darüber ärgern.

• Wer den Tod verbannen will, sollte konsequenterweise aufhören, Kinder zu zeugen. (Eros und Thanatos sind eine dialektische Einheit und bedingen einander.)

• Wer um das „Ewige Leben“ bittet, sollte über dessen mögliche Konsequenzen nachdenken, ja überhaupt erst mal mit dem Denken beginnen!

Filme und Literatur zum Nachdenken:

• „Der 200 Jahre Mann“, basierend auf der Erzählung „Der Zweihundertjährige“ von Isaac Asimov

• „Replay – Das zweite Spiel“, ein Roman von Ken Grimwood

• „Die vielen Leben des Harry August“, ein Roman von Claire North (Catherine Webb)

Es ist nicht das Schlechteste, Krisenzeiten wie die Covid-19-Pandemie mal zum Nachdenken über den Sinn des Ganzen zu nutzen, statt davor (vergeblich!) in die Ferne zu fliehen. Das sollte Menschen vor Tieren auszeichnen, die nicht einmal wissen, wie sie heißen bzw. von Menschen genannt werden.
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