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Mi, 10:00 Uhr
02.09.2020
ifo München

Deutsche für mehr Bildungszentralismus

Die Deutschen sind für mehr Zentralismus in der Bildung, obwohl sie Ländersache ist. 60 Prozent wollen, dass die wichtigsten bildungspolitischen Entscheidungen vom Bund und nicht mehr von den Ländern getroffen werden. Das geht aus dem ifo-Bildungsbarometer 2020 hervor, für das 10.000 Bundesbürger befragt wurden...


Auch in der Finanzierung der Bildung wünschen sich die Befragten mehr Engagement des Bundes. Sie sprechen sich für mehr Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit im Bildungssystem aus.

70 Prozent der Deutschen befürworten die Einrichtung eines Nationalen Bildungsrates, der nicht-verbindliche Empfehlungen für mehr Einheitlichkeit im Bildungswesen erarbeitet, 83 Prozent einen Bildungsstaatsvertrag mit verbindlichen Vorgaben. Für 88 Prozent der Befragten ist die Vergleichbarkeit von Schülerleistungen zwischen den Bundesländern wichtig.

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Dementsprechend unterstützen klare Mehrheiten Reformvorschläge wie regelmäßig Schülerleistungen für Ländervergleiche zu erheben (76 Prozent), deutschlandweit einheitliche Vergleichstests, die in die Schulnoten einfließen (69 Prozent), deutschlandweit einheitliche Lehrpläne für die gymnasiale Oberstufe (88 Prozent) und ein gemeinsames Kernabitur (84 Prozent). Gleichzeitig sollen die Schulen der Umfrage zufolge selbst Lehrkräfte auswählen dürfen (63 Prozent) und selbst Entscheidungen treffen, wofür sie ihre Mittel verwenden (54 Prozent).

Die meisten Deutschen (63 Prozent) sprechen sich dafür aus, dass sich alle Bundesländer beim Sommerferienbeginn abwechseln. Bayern und Baden-Württemberg sind dagegen und legen ihre Ferien auf den spätestmöglichen Zeitpunkt. Eine komplette Gleichschaltung der Ferien trifft hingegen auf Ablehnung: 64 Prozent der Deutschen sind dagegen.

Befragte aus Ländern mit guten Schülerleistungen sind mit der Bildungspolitik ihres Landes mehrheitlich zufrieden, jene aus Ländern mit schlechten Leistungen sind mehrheitlich unzufrieden. Diese Unterschiede verstärken sich, wenn die Befragten über die tatsächlichen Leistungen in ihrem Land informiert werden.

Für das ifo-Bildungsbarometer 2020 befragte das Institut Respondi vom 3. Juni bis zum 1. Juli genau 10.338 Erwachsene zwischen 18 und 69 Jahren.
Autor: red

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Kommentare
wunderlichwas
06.09.2020, 00:39 Uhr
Integriertes Einzugsgebietsmanagement, statt Kleinstaaterei
Nicht nur die Bildung, auch die Naturresourcen (Wasser, Land- Forstwirtschaft, Naturschutz, Stadtplanung, Infrastruktur, Klima usw...) sollten vom Bund übernommen werden und nach natürlichen Flusseinzugsgebieten verwaltet werden. Denn innerhalb dieser sind sämtliche Ressourcen in einem komplizierten Netzwerk mit einander verzahnt.
In der DDR wurden seit 1975 die Wasserwirtschaftsdirektionen nach Einzugsgebieten ausgerichtet, das hätte 1990 unbedingt auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet werden müssen. Auch das einst flächendeckend Dienstleistungen für die Landwirtschaft erbringende Meliorationswesen wurde 1990 zerschlagen und durch "NICHTS" ersetzt.
Jetzt haben wir einen Scherbenhaufen: Das Einzugsgebiet der Helme ist derzeit aufgeteilt auf 3 Bundesländer: Niedersachsen (Steina, Bad Sachsa, Zorge, Wieda, Hohegeiss), Thüringen (Kreise Nordhausen, Artern ) und Sachsen- Anhalt (Kreis Sangerhausen) . Der Kelbraer Stausee füllt sich mit Schlick; es fehlen dringendst Bodenschutzmassnahmen im oberen Einzugsbereich . Keiner fühlt sich verantwortlich !!! Wenn der Kelbraer Stausee voll ist, kann es jederzeit wieder zu Hochwasser in der unteren Goldenen Aue kommen. Der Bund sollte für sämtliche Naturresourcen verantwortlich sein, niemals die "Ländles"... Man bekommt ja nicht einmal vernünftiges Kartenmaterial, nur die Stückchen des Scherbenhaufens. Dieser Scherbenhaufen politisch zerstückelter Einzugsbereiche müssen dringendst repariert und wieder zur "Schüssel" zusammengeschweisst werden. Und das kann nur der Bund machen.
Die "Kleinstaaterei" kann für eine gesunde Regionalentwicklung ernsthaft hinderlich sein, hier bedarf es einer dringenden Reform !!! sowohl in der Grenzziehung, (Die Sangerhäuser sind genauso "Thüringer" wie ihre Nachbarn in Artern und Nordhausen, durften aber 1990 nicht wählen) als auch in ihrer Aufgabenstellung (Naturresourcen, Bildung, Sicherheit, Gesundheitswesen, usw...)
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