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Mo, 22:38 Uhr
26.10.2020
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Pro und Contra

Cannabis ist schon lange ein Thema in unserer Gesellschaft. Auch die Debatte, ob man Cannabis legalisieren oder nicht legalisieren soll, führt immer wieder zu Diskussionen. Das Thema ist nicht so einfach und man muss sich darüber auch nicht wundern, denn es hängt vom jeweiligen Gesichtspunkt und der jeweiligen Einstellung ab, wie man diese Angelegenheit betrachtet. Entsprechend werden die Argumente auch unterschiedlich ausfallen...


Es ist klar, dass zum Beispiel Mediziner das Cannabis-Thema anderes beurteilen oder auch Politiker und die Verkehrssicherheitsbeauftragten. Es werden einfach andere Gefahren sehen als es bei Konsumenten der Fall ist. Diese Umstände machen es so schwierig zu entscheiden, ob nun die Legalisierung richtig und sinnvoll ist, oder eben nicht. Dazu müssten auch noch sicherlich die Rahmenbedingungen geklärt werden.

Wie sieht es auf der Welt aus?
Es gibt Länder, dort ist Cannabis für manche kranke Menschen ein durchaus wirksames Medikament und trotzdem steht man dort dem Konsum für Vergnügungszwecke sehr ablehnend gegenüber. Dazu gibt es Dealer, die Cannabis auf den Schwarzmärkten verkaufen. Denen wird mit Sicherheit auch daran gelegen sein, die Legalisierung eher zu unterbinden. Ein Grund dafür ist, dass Haschisch immer noch als Einstiegsdroge gilt. Wer dann „den Einstieg schafft“, nimmt auch harte Drogen und mit diesen wiederum lässt sich viel Geld verdienen. Man sieht, es spielen viele verschieden Dinge eine Rolle und man muss gut überlegen, inwieweit man da eingreifen möchte und auch kann. Wer sich für die Gesetzeslage hier und in Europa interessiert, kann sich ganz gut darüber beispielsweise hier weiterführend informieren. Mögliche Gründe, die für eine Legalisierung von Cannabis sprechen könnten:

Nicht zwangsläufig eine Einstiegsdroge
Es ist zwar so, dass sich das Gerücht hartnäckig hält, dass Haschisch eine Einstiegsdroge wäre, aber tatsächlich soll es so sein, dass mehr Konsumenten auch dauerhaft gar nichts anderes wollten. Sie müssen sich trotzdem ständig mit den illegalen Dealern auf dem Schwarzmarkt auseinandersetzen. Diese würden wiederum gerne lieber andere und teurere Drogen verkaufen. Wenn man Cannabis legalisieren würde, könnte die gefährliche Beschaffungsmöglichkeit endlich wegfallen.

Soll bei Krankheiten Linderung verschaffen
Eine legale Nutzung von Cannabis könnte auch etlichen kranken Menschen helfen, besser mit ihrer Krankheit umgehen zu können. Besonders wirkungsvoll im positiven Sinne soll Cannabis zum Beispiel bei der Schmerzbehandlung sein und auch zur Verhinderung von Übelkeit bei Chemotherapien oder wenn als Hilfe zur Entspannung dienen soll. Es ist die Rede davon, dass für solche Zwecke noch immer deutlich schädlichere Substanzen eingesetzt werden.

Ist schon lange in vielen Kulturen ein Genussmittel
Es gibt einige Kulturen, da ist Cannabis schon seit über Jahrtausenden ein Genussmittel. Einige Künstler nutzen Cannabis zur Erweiterung ihres Bewusstseins. Und das Cannabis eine Einstiegsdroge sein soll, dafür soll es bisher noch keine medizinisch belegbaren Anhaltspunkte geben.

Weniger Strafprozesse wegen Verstoße gegen das Betäubungsmittelgesetz
Wenn der Genuss von Cannabis nicht mehr als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gesehen würde, würde das doch die Gefängnisse und Gerichte entlasten. Denn ein Großteil aller Gefängnisinsassen in Deutschland sollen eine Strafe deswegen absitzen, weil sie eben gegen dieses Betäubungsmittelgesetz verstoßen hätten. Viele davon wurden wegen dem Besitz von Cannabis verurteilt. Man sagt, dass die meisten Verurteilten gar keine Dealer sind, sondern einfache Konsumenten, die sich etwas Cannabis für den persönlichen Vorrat beschaffen wollten. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass legale Drogen, wie beispielsweise Alkohol und Tabak größere Schäden anrichten können.
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