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So, 10:32 Uhr
08.11.2020
Schwerste Lkw-Unfälle

Nicht mehr akzeptabel

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland insgesamt 27.103 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen (Lkw). Der Verband der Deutschen Bahnkunden fordert endlich mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlegen...

Die erschreckende Bilanz dieser Unfälle: 37.287 Verunglückte, darunter 6.956 Schwerverletzte und 684 Getötete (Quelle: Statistisches Bundesamt). Allein auf den durch das Bundesland Brandenburg führenden Autobahnen BAB 10 und BAB 12 sind die Folgen von zum Teil schwersten Unfällen, langen Staus, stundenlangen Sperrungen von Autobahnabschnitten und chaotischen Zuständen auf den Umleitungsstrecken praktisch täglich spürbar (auf der BAB 12 zuletzt wieder am 03. November 2020). Neben dem erheblichen menschlichen Leid ist die Umweltbelastung bereits bei „normal“ laufendem Verkehr immens und nicht mehr akzeptabel.

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Ein „Weiter so“ ist keine tragfähige Option
Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 12. März 2018 ist dagegen festgelegt, dass mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden soll. Entgegen der unverbindlichen Aussage im Koalitionsvertrag ist im Masterplan Schienenverkehr vom 30. Juni 2020 für den Schienengüterverkehr ein Anteil am Modal Split von mindestens 25 Prozent an der gesamten Transportleistung bis 2030 festgelegt worden. Dies ist u. a. ein wesentliches Element, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen.

Die Verkehrspolitik des Bundes, aber auch der betroffenen Bundesländer, muss nun dafür sorgen, dass benanntes Ziel konsequent umgesetzt wird!

Mit einem zügigen Ausbau des Kombinierten Verkehrs (KV) Schiene/Straße bestehen dazu auch entsprechende Möglichkeiten; dies beweisen Länder wie Österreich und die Schweiz bereits seit Jahrzehnten sehr erfolgreich! Mit innovativen Systemen des KV wie z. B. Megaswing oder NiKRASA (Nicht kranbare Sattelauflieger) existieren mittlerweile praxisbewerte Umschlagsysteme auch für den erheblichen Anteil nicht kranbarer Sattelauflieger (Anteil auf dem europäischen Markt 85 bis 90 Prozent). Einige der neuen Umschlagsysteme im KV benötigen dabei nicht einmal mehr eine aufwändige Terminalinfrastruktur.

Ein Lastwagen mit 10 Tonnen Achslast beansprucht zudem die Verkehrswege pro Entfernungseinheit 160.000-mal stärker als ein Pkw mit einer Achslast von 0,5 Tonnen. Damit ist der Lkw-Verkehr der entscheidende Faktor für die Beanspruchung des Straßenkörpers (Quelle: Forschungs-Informations-System/FIS). Eine umfassende Verkehrsverlagerung reduziert somit auch den Straßenverschleiß und damit die Anzahl von Baustellen deutlich!

Um obiges Ziel zu erreichen, ist der zügige leistungsfähige Ausbau der Verlagerungsinfrastruktur dringend notwendig. Im Bundesland Brandenburg betrifft dies beispielsweise den zweigleisigen Ausbau der Ostbahnstrecke Berlin – Kostrzyn (Küstrin) incl. der Elektrifizierung, wodurch eine wirksame Entlastung der Ost-West-Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Grenze D/PL ermöglicht wird.
Autor: red

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Kommentare
henry12
08.11.2020, 11:54 Uhr
"Nicht mehr akzeptabel" !
Den täglichen Wahnsinn auf der Autobahn in Zahlen gefasst. Sehr interessant, aber auch traurig. Das Problem ist bekannt, nur der Focus wird auf die " Raser " gerichtet. Klar, damit bedarf es ja auch keiner Änderung und die Prognosen besagen, das noch mehr Güterverkehr auf die Straßen kommt.
Eines der vielen Probleme in Buntland, das bekannt ist , aber nicht gelöst wird.
Das System Merkel liegt wie ein bleierner Schleier über dem Land.
Paul
08.11.2020, 21:09 Uhr
Bahn-LKW ???
Das ist doch nichts neues. Und in der DDR war es übrigens auch so. Vorrangig Bahntransporte und nicht LKW. Aber dazu wird es hier in D niemals kommen.
Alles nur noch im Internet bestellen und am besten 2 Stunden später schon da. Und dieser Trend wird mehr. Dazu kommt noch, daß NIEMAND heute irgendwas auf Lager hat. Das super Schlagwort dafür heißt "Just in Time". Und das wird als der neue (alte) Trend gepriesen. Also was soll sich da ändern? Und was in Jahrzehnten verschlampter Infrastruktur versaut wurde, läßt sich nicht von heut auf morgen beseitigen.
Kobold2
09.11.2020, 15:17 Uhr
Das Grundübel
Ist, das immer mehr Transporte generiert werden, durch die Verlagerung von Produktionen in Billiglohnländer und dann eben von diesen Billglohnländern wieder hierher gefahren werden.
Lagerhaltung für nötige Überbrückungen wird zu Logistigern ausgelagert.
Überall entstehen neue Logistikzentren, aber kaum eines hat einen Gleisanschluß!
Warum wohl? Der Transport per Straße ist leider einfach zu billig.
Für Kleinere Mengen und Express wird einfach die Sprinterklasse bemüht, die z. T. von der Fahrpersonalverord nung ausgenommen ist.
Damit ist der Weg offen für noch mehr Dumping.
Die zweifelhaft Geschwindigkeitsbeschränkung auf Bundesstraßen hierzulande hilft da schon lange nicht mehr.
Das ganze ist ein europäisches Problem. Dazu gehört ein europäischer Mindestlohn für Fahrer und eine europäische Mindestkilometerpauschale. Wenn man weiß, daß Amazon z. T. Transporte für 41ct/km anbietet, dann kann man auch mal überlegen, ob Geiz denn immer so geil ist!
Straßentransporte müssen einfach teurer werden.
Dann bleibt auch manch Produktion wieder im Land und es wird ein wenig ruhiger. Man muss einfach aufhören alles mögliche kreuz und quer durch Europa und die Welt zu karren.
Zu ersten Lockdown konnten manche Firmen nichts ausliefern, weil Stecker im Cent und niedrigen Eurobreich aus Fernost nicht geliefert werden konnten. Ähnliche Beispiele gibt es massenhaft.... zum kopfschütteln.
Paul
09.11.2020, 21:12 Uhr
Kobold2
Sie haben in Ihrem Kommentar völlig Recht. Das schlechte dabei ist nur, daß das hier leider Niemanden interessiert. Und das hohle Gedöhnse von Merkel und ihren Grünlingen ist genau so Wertlos wie`n Eimer Sche...e.
Solange alle Beteiligten, ob Regierung oder Wirtschaft nur genug dabei Verdienen, ist das Rille. Es ist ja aich viel einfacher, und schneller geht das auch noch, den Deutschen Bürger mit ständig neu erfundenen und noch höheren Steuern zu schröpfen. Heute geht der deutsche Steuerzahler bereits sein halbes Leben lang nur für die Steuern- u. Abgaben arbeiten. Und wenn das so weiter geht und niemand was dagegen tut, gehen wir eines Tages fast nur noch zur Arbeit um Steuern u. Abgaben zu zahlen. In Geschichte haben wir mal gelernt, das die Bauern vom Adel ausgebeutet wurden. Die mußten ein Zehntel ihrer Einnahmen an den Adel bezahlen. Welcher Horror. Heute zahlen wir die hälfte unseres Einkommens an den Staat. Redet da auch nur EINER von AUSBEUTUNG ???? Nein, und das ist gerecht ?
Kobold2
10.11.2020, 08:36 Uhr
Das Desinteresse
Ist leider das weitere Problem. Es wird bis zum eigenen Geld beutel gedacht aber auch nicht weiter. Dabei wird ausgeblendet das genau das uns am Ende viel teurer kommt.
Als Lidl damals für Aufsehen sorgte gab es nicht einen Unsatzeinbruch mit dem das Unternehmen kämpfen musste.
Als die Näherei für KIK in Bangladesh abbrannte noch einen Aufschrei. Bei Amazon wird grad noch mit der Schulter gezückt.
Dabei rechen sich die Unternehmen vor dem Finanzamt klein, bzw. flüchten in Steueroasen.
Die Heuchelei sit dann das man sich über Steuerverschwendung an anderer Stelle aufregt, aber solche Buden am Leben hält! Das kostet uns richtig Geld!
Interessiert aber die wenigsten, weil irgendwo weit weg vom eigenen Geldbeutel und den Vorstellungen.
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