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Mi, 09:01 Uhr
11.11.2020
Ifo-Institut

Deutsche Staatsbürgerschaft verbessert Chancen

Die Staatsbürgerschaft durch Geburt bringt bessere Schulerfolge für Migrantenkinder. Das schreiben ifo-Forscher Helmut Rainer und Christina Felfe (Uni Würzburg) in einem Aufsatz im ifo Schnelldienst...

Sie stützen sich auf Schuleintrittsuntersuchungen und Schulregister, die Vorschule, Grundschule und Sekundarschule abdecken.

Sie veranlasst Einwanderereltern zum Beispiel dazu, ihre Kinder in der Vorschule anzumelden. Alle Einwandererkinder, die nach der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts in Deutschland geboren wurden, besuchten die Vorschule.

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Am Ende der Vorschulzeit schnitten die Kinder bei ihren Deutschkenntnissen und bei ihrer sozio-emotionalen Reife erheblich besser ab als Kinder ohne automatische Staatsbürgerschaft. Das habe weitere positive Folgen, schreiben Rainer und Felfe: Einwandererkinder, die Anspruch auf die Staatsbürgerschaft haben, treten früher von der Vorschule in die Grundschule über. Auch sinkt die Wahrscheinlichkeit, in der Grundschule eine Klasse wiederholen zu müssen. Schließlich, und für die späteren Arbeitsmarktchancen von Einwandererkindern von besonderer Bedeutung, steigt die Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen, deutlich an. Tatsächlich reduziert sich durch die Staatsbürgerschaft ab Geburt die bestehende Kluft zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund beim Gymnasialbesuch um fast die Hälfte.

Allerdings seien die positiven Auswirkungen der Staatsbürgerschaft durch Geburt auf die Jungen beschränkt. Anhand selbst erhobener Daten, die alle Neunt- und Zehntklässler in acht deutschen Städten umfassten, führte die Staatsbürgerschaft durch Geburt dazu, dass sich eine beträchtliche, bereits bestehende Bildungslücke in Kernfächern wie Deutsch und Mathematik zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund nahezu schloss. Schüler mit Migrationshintergrund holten den Bildungsrückstand gegenüber Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund vollständig auf; bei Schülerinnen waren solche Effekte nicht zu erkennen.

Aufsatz: "Beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen der Einführung des Geburtsortsprinzips" von Christina Felfe und Helmut Rainer, in: ifo Schnelldienst 11/2020;
Nachzulesen hier: https://www.ifo.de/publikationen/ifo-schnelldienst
Autor: red

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Kommentare
sputnik
11.11.2020, 09:45 Uhr
Staatsbürgerschaft verbessert Chancen nur teilweise
"Allerdings seien die positiven Auswirkungen der Staatsbürgerschaft durch Geburt auf die Jungen beschränkt." - Das zeigt doch auch eindeutig das Weltbild und die Ansichten und die Stellung des mannes und dem gegeüber der Frau in den Herkunftsländern, das Frauebild dort und deren "zugedachter Rolle". Je nach Land sind Frauen also immer noch ohne Bildung oder nur für Haus, Hof, kinder und Familie zustänsig. Womöglich muss sie den Mann auch immer noch um Erlöaubnis fragen wenn sie mal das haus verlassen will?!
Migration und Anpassung in die Gesellschaft in die ich mich hineinbegeben habe sieht für mich etwas anders aus, da auch hier bei uns die Wertevorstellungen und Ansichten eben anders sind.
Paulinchen
11.11.2020, 10:13 Uhr
Genau das...
...ist das Problem. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird wie die Brötchen vom Bäcker zu leichtfertig verteilt. Am Ende haben diese Kinder ohnehin noch eine weitere Staatsbürgerschaft und können sich später, je nach Situation, auf die eine, oder andere berufen.

Wie schon so oft geschehen, können diese Personen, wenn die Integration vor dem Gesetz vollständig gescheitert ist, nicht wieder abgeschoben werden. Dann ist plötzlich der zweite Pass verschwunden. Leider fördert unser Staat die doppelte Staatsbürgerschaft.

In Deutschland gegen Erdoghan demonstrieren und zur Wahl des Sultans ins Heimatland eilen. In Deutschland um Asyl bitten, den deutschen Pass erhalten und wenig später zum Besuch nach Syrien fliegen. Weil es dort nicht mehr so schlimm ist, wie zuvor angegebenen wurde. Das kann es nicht sein.
Trüffelschokolade
11.11.2020, 13:12 Uhr
Einbürgerung
Es ist nicht einfach einfach so die Staatsbürgerschaft zu erlangen.

Das kostet Geld, viele Jahre, eigene Sicherung des Lebensunterhalts, ein Einbürgerungstest (bei dem auch einige Deutsche scheitern werden), etc.
Das macht man nicht mal so nebenbei.

Bei der Einbürgerung muss in der Regel die zweite Staatsbürgerschaft aufgegeben werden - bestimmte Ausnahmen sind hier möglich. Zum Teil ist es kaum oder gar nicht möglich die zweite Staatsbürgerschaft aufzugeben, da manche Länder es extrem teuer machen diese aufzugeben oder sich schlichtweg weigern (Mexiko und Marokko beispielsweise).
Mueller13
11.11.2020, 13:38 Uhr
Selbstbetrug ist der schönste Betrug
Eine Korrelation ist noch lange keine Kausalität. Kann es sein, dass diejenigen, die einen Anspruch auf die Staatsbürgerschaft bei Geburt hatten, einfach schon besser integriert waren, als diejenigen, die erst später die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben?

Wir sollten uns hüten, das Geburtsortsprinzip vorbehaltlos einzuführen. Ein Kind deutscher Eltern ist ein deutsches Kind, ein Kind türkischer Eltern ist ein türkisches Kind. Die Sozialisierung der Eltern spielt beim Heranwachsen des Kindes eine wesentlich größere Rolle als ein willkürlicher Geburtsort.
Psychoanalytiker
11.11.2020, 14:08 Uhr
Ich bin gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft ...
... und zu dieser Meinung stehe ich !!!
Wenn hier ein Kommentator schreibt, dass es "kaum oder gar nicht möglich" sei, weil es zu teuer ist, dann frage ich mich doch, wie wenig unsere ehemalige Justizministerin und jetzige Europaabgeordnete Katharina Barley verdient, wenn sie die "englische" Staatsbürgerschaft nicht ablegen kann. "Engländerin" (Brexit) und gleichzeitig in der EU Vizepräsidentin sein, das geht für mich gar nicht. Auch soll im Bundestag eine "Französin" Abgeordnete sein (???). Wenn es stimmen sollte, dann hat die "Arme" sicherlich auch kein Geld dafür, nur noch die deutsche Staatsbürgerschaft zu haben.

Wenn andere Staaten es ablehnen, dass ihre Bürger die Staatsbürgerschaft ablegen, dann finde ich dies richtig, zumal z.B. Mexiko nach meiner Kenntnis nicht zu den Ländern gehört, die zu den anerkannt unsicheren Staaten gehören. Und, wieso kann ein "Mexikaner" eigentlich hier Asyl beantragen ??? Ein "Einwanderungsland" sind wir ja noch immer nicht.

Auch bin ich dafür, dass eine zuerkannte deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkannt werden kann, nämlich dann, wenn man sich z.B. nicht am Grundgesetz orientiert (auch z.B. Gleichberechtigung ablehnt), "Gefährder" ist, in einer Parallelgesellschaft (z.B. Clans) lebt, sich als "Messerwerfer" betätigt oder ganz einfach das "Oberhaupt" eines anderen Staates als "Mein Präsident" bezeichnet. ...
GN24
11.11.2020, 18:35 Uhr
Zweite , dritte ...
...oder wieviel Staatsbürgerschaften darf man eigentlich in Deutschland haben? Der Attentäter von Dresden hatte eine Deutsche , Syrische und Türkische Staatsbürgerschaft.
Paul
11.11.2020, 21:47 Uhr
Also mal zum Ursprung zurück.
Es geht hier um Asylanten, die teilweise berechtigt, größtenteils aber lediglich mit einer Duldung sich hier aufhalten. Wobei die "Duldung" keine gesetzliche Grundlage hat, also ungesetzlich ist. Dann kommen noch die große Zahl derer die ILLEGAL hier sind. Illegale Einwanderung ist in ALLEN Ländern der Welt eine Straftat und wird oft mit sehr hohen haftstrafen verurteilt.
Offensichtlich in Deutschland nicht.
Also frage ich mich grundsätzlich erstmal nach der gestzlichen Regel, wer hat von diesen Leuten denn ÜBERHAUPT das Recht auf eine deutsche Staatsbürgerschaft. Laut Gesetz : NIEMAND ! Ein Asylant ist ein Asylant nicht weniger aber auch nicht mehr. Und für Asyl gibt es KEINEN Anspruch. Asyl KANN geährt werden oder auch nicht. In jedem Land der Welt, wenn Sie dort überhapt Asyl bekommen, muß ein Asylantrag gestellt werden, BEVOR Sie einreisen dürfen und nicht erst wenn Sie schon da sind. Und Unter dem Aspekt von Asyl, stellt sich die Frage nach der Staatsbürgerschaft wohl erst garnicht. Asyl ist eine Aufenthaltsgenehmigung die nur befristet ist. Punkt aus ende.
Kama99
11.11.2020, 22:54 Uhr
@paul
Richtig, nur in Deutschland wird mal wieder alles anders gehandhabt. Wie damals mit den "Gastarbeitern", der größte Teil lebt heute schon mit der 3. Generation hier. Anders wird es mit den Asylanten auch nicht laufen oder schon was von großflächigen Abschiebungen mitbekommen?
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