nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung neue nordäuser zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
So, 09:16 Uhr
10.01.2021
Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) warnt:

Inkassopost genau prüfen, Betrug sofort erkennen

Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) rät Verbrauchern dazu, Inkassobriefe genau zu prüfen. Denn nur berechtigte Forderungen müssen auch bezahlt werden...

digital
In über 20 Millionen neuen Fällen werden Inkassounternehmen jährlich aktiv und versenden Schreiben an säumige Zahler. Immer wieder geben sich aber auch Kriminelle als Inkassounternehmen oder Rechtsanwälte aus und konfrontieren Verbraucher mit falschen Forderungen.

Um echtes Inkasso zu erkennen, haben Verbraucher mehrere Möglichkeiten. Die Wichtigste sei ein Check, ob die angemahnte Position wirklich noch nicht bezahlt ist. Inkassounternehmen müssen strenge Darlegungs- und Informationspflichten befolgen. Daher soll auf den Schreiben klar zu erkennen sein, für welchen Auftraggeber der Rechtsdienstleister die jeweilige Forderung anmahnt.

Wichtig ist auch ein Blick ins öffentliche Rechtsdienstleistungsregister (www.rechtsdienstleistungsregister.de). Denn nur diejenigen Dienstleister, deren rechtliche und praktische Sachkunde sowie persönliche Eignung und Zuverlässigkeit durch Gerichte bestätigt wurden, werden hier gelistet. Nur sie dürfen überhaupt Inkasso durchführen.

Sollten Verbraucher Fragen zu der erhaltenen Mahnung haben, empfiehlt der BDIU die Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen: „Seriöse Inkassodienstleister beantworten selbstverständlich Fragen der angesprochenen Verbraucher. Dabei werden sie alles tun, um den Zahlungspflichtigen den Anspruch der Gläubiger so klar und verständlich wie möglich zu erklären, um zu einer Lösung zu kommen, die für beide Seiten fair ist.“

Vorsicht sei dagegen angebracht, wenn Verbraucher Inkassobriefe mit aus der Luft gegriffenen Forderungen erhalten, beispielsweise für Gewinnspiele oder Erotikhotlines. In diesen Briefen finden sich häufig Rechtschreibfehler und Zahlungen sollen auf ausländische Konten erfolgen. Absender sind meist Fake-Unternehmen, die gar nicht existieren. Der BDIU empfiehlt, auf diese Briefe nicht direkt zu reagieren, sondern gegebenenfalls Strafanzeige zu erstatten. „Auf keinen Fall sollte man ungeprüft solche Mahnschreiben bezahlen!“
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

10.01.2021, 11.31 Uhr
Wolfi65 | Das ist die Große Frage
Was sind berechtigte Forderungen?
Vielleicht ein sogenannter Gläubiger, welcher mit Hilfe von Freunden und Kollegen bei Gericht eine ansonsten unberechtigte Forderung zur berechtigten umdeklariert hat und diese jetzt mit Hilfe von privaten Inkassohaien durchboxen will?
Da bleibt dem Betrogenen Schuldner nur noch eines.
Sein Vermögen, falls vorhanden, mit allen Mitteln vor dem Zugriff dieser Klientel zu retten und oder unbrauchbar zu machen.

4   |  2     Login für Vote
10.01.2021, 12.07 Uhr
ottilie | Inkassopost, Betrug erkennen
Solche Briefe habe ich schon einige erhalten. Darauf reagiere ich überhaupt nicht. Ich habe privat auch eine strenge Führung, und zwar weiß ich genau über meine Bestellungen, Überweisungen Bescheid. Ich weiß, dass ich noch niemals Schulden in meinem Leben hatte und folgedessen auch an kein Inkassobüro etwas zu zahlen habe.
Also müßten diese Menschen mich erst einmal verklagen, da werde ich beweisen, dass ich nichts zu zahlen habe. Sie müssen auch eine Rechnungslegung vorweisen, die sie niemals hätten.
Ich führe auch keine Bestellungen aus, und zwar dort, wo mir alles nicht bekannt ist. Da bin ich sehr vorsichtig.Bei Versandhäusern wird einem das nicht passieren.
Bisher blitzten diese Betrüger bei mir ab.

3   |  4     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.