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Mo, 13:44 Uhr
22.02.2021
Landrat fordert Ermöglichung des „Wechselmodells“ an Schulen

COVID-19 - Aktuelle Informationen

Aufgrund der aktuellen Lage hat Herr Landrat Dr. Werner Henning am heutigen Morgen den Verwaltungsstab des Corona-Krisenstabes einberufen.
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Herr Dr. Henning machte in der Beratung deutlich, dass er die Entscheidung des Landes, dass die Landkreise eigenständig ein Ermessen ausüben sollen, ob die Schulen und Kindergärten zwischen dem RKI-Inzidenzwert 150 bis 200 offen gehalten werden, sehr kritisch sehe.

Damit „drängt man uns in sehr gefährliche inhaltliche Dimensionen, die wir nicht zu verwalten haben“, so der Landrat. Er werde bemüht sein, das ihm gegebene Ermessen quasi „ausschließlich“ im Sinne eines reinen technischen Umgangs mit Zahlenwerten ganz dicht an der untersten Grenze von 150 auszulegen.

„Ein Ermessen in medizinischen, virologischen, psychologischen, volkswirtschaftlichen, arbeitsrechtlichen oder auch noch anderen Belangen werde ich weitestgehend nicht ausüben. Vom Verordnungsgeber erwarte ich, dass die hiermit verbundenen weitreichenden Risiken nicht auf die untere staatliche Verwaltung abgewälzt werden.“, betonte Dr. Henning.

Als Lösungsansatz fordert der Landrat politisch die sofortige Ermöglichung des „Wechselmodells“ an den Schulen, ganz so, wie dieses am Mittag des vergangenen Freitags in einer ihm zunächst zur Kenntnis gelangten Verfügung des Thüringer Kultusministeriums versprochen wurde.

Der Krisenstab wird morgen erneut zusammentreten und die Entwicklung der 7-Tages-Inzidenz des RKI weiter im Blick behalten, um notwendige Entscheidungen zu beraten und entsprechend zu treffen. Die heutige 7-Tagesinzidenz beträgt lt. RKI 149, so dass die Kindergärten und Schulen wie angekündigt geöffnet sind.

Nachfolgend erhalten Sie die aktuellen Fallzahlen:
Stand 22.02.2021, 08:00 Uhr

Neuinfektionen letzte 24 h: 4
Gesamtzahl der Infizierten: 4,034
Patienten stationär: 21
davon stationär/schwere Verläufe: 4
Verstorbene: 154
Genesene in den letzten 24 h: 22
Gesamtzahl der Genesenen: 3.429

7-Tages-Inzidenz: 151,0
(Stand: 22.02.21, 08:00 Uhr) 149,0
(RKI: Stand: 22.02.21, 00:00 Uhr]

Gesamtzahl der aktuell noch Infizierten: 451

Hinweis:

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben, wenn sie Kontakt (mindestens 15 Minuten, weniger als 1,5 Metern Abstand ohne Mund-Nasen-Bedeckung) zu einer positiv getesteten Person hatten.

Bitte melden Sie sich außerdem beim Gesundheitsamt unter 03606 650-5555 bzw. gesundheitsamt@kreis-eic.de. Gleiches gilt, wenn Ihre Corona-WarnApp Ihnen ein hohes Risiko durch Kontakt zu einer positiven Person anzeigt.

Informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen auf den Websites des Freistaates Thüringen oder des Landkreises Eichsfeld unter: https://thueringen.de/ https://www.kreis-eic.de/informationen-zum-coronavirus.html.

Die Hotline des Gesundheitsamtes 03606 650-5555 ist von Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr erreichbar.
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Kommentare

23.02.2021, 13.20 Uhr
Real Human | Ist der Landrat überfordert?
Oder drückt er sich gar vor der Verantwortung? Diesen Eindruck kann man haben, wenn man den Absatz mit „Ein Ermessen“ und der Verweigerung der Verantwortung durch „die untere staatliche Verwaltung“, liest.

Wenn er schon beim „Ermessen“ scheitert und sich dann auch noch als „untere staatliche Verwaltung“ in ein Mauseloch verzieht, ist er als Landrat wohl reichlich überfordert? Das könnten insbesondere jene sagen, die schon lange den Umsturz des „Systems“ – zuerst mal in Thüringen –fordern und schon ganz scharf auf ihre neue Machtergreifung sind.

Dabei handelt es sich bei SARS-CoV-2 um ein Naturereignis, das nun einmal auch die Spezies „Homo sapiens“ besonders piesackt. Dagegen etwas zu unternehmen, ohne medizinische, virologische, psychologische, volkswirtschaftliche, arbeitsrechtliche oder auch noch andere Belange zu tangieren, gehört wohl zu den „Künsten die niemand kann“, am wenigsten die Anhänger und Mitläufer solcher „Klugscheißer“, die schon im August 2020 Corona für „vorbei“ erklärt haben.

Wäre (Konjunktiv!) dieses Virus den Labors einer demokratiefeindlichen Macht „entfleucht“, so wäre dies ein zwar riskantes aber geniales „Versehen“(?) gewesen. Denn: Demokratien schwächt es. Diktaturen aber liefert es Argumente für noch härteres Durchgreifen gegen die unterdrückte Opposition.

Stünde das Eichfeld beispielsweise(!!!) unter chinesischer Verwaltung, so gäbe es in den Supermärkten überall Kameras mit einer direkten Verbindung zu den örtlichen Polizeirevieren und gleichzeitig zum „Genossen Landrat“. Auf der Burg Scharfenstein wäre ein Umerziehungs- und Schulungslager für solche VerkäuferInnen eingerichtet, die z.B. ihren Mund/Nasenschutz nicht richtig tragen. Geheime Partys gäbe es auch schon lange nicht mehr, denn jeder wäre (bei Strafandrohung!) gehalten, solche „Zusammenrottungen gegen die Volksgesundheit“ zu melden. Fragt doch mal euer MdB, wie Nordkorea die Krise managt!

„Am 30. Januar 2020 berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA von einem Notstandsgesetz und über die Einrichtung eines Hauptquartiers gegen die Epidemien in Nordkorea.“, weiß Wikipedia angeblich!

Nur so geht es anscheinend:

Klappen zu – Affen gesund!

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