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So, 11:17 Uhr
16.01.2022
Verbraucherzentrale (vzbv) fordert 500 Euro für Heizkosten

Zuschuss muss deutlich höher ausfallen

Angesichts explodierender Preise auf dem Energiemarkt fordert der vzbv 500-Euro-Heizkostenzuschuss pro Haushalt von Wohngeldempfängern. Der geplante Zuschuss von 135 bzw. 175 Euro sei deutlich zu niedrig, erklärt der Bundesverband...

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt den von der Bundesregierung geplanten Heizkostenzuschlag für Wohngeldempfänger, kritisiert ihn aber als zu niedrig. Laut Entwurf des Bundesbauministeriums soll der Zuschuss für eine Person 135 Euro, für zwei Personen 175 Euro und für jede weitere Person zusätzlich 35 Euro betragen und im Sommer an Wohngeldempfänger ausgezahlt werden. Der vzbv fordert eine Hilfe von durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt.

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„Verbraucher mit geringem Einkommen trifft der aktuelle Preisschock am Energiemarkt hart. Es ist gut, dass die Bundesregierung diese Haushalte unterstützen will. Allerdings plant die Ampel-Koalition die Hilfe zu niedrig. Angesichts explodierender Rechnungen wäre eine Unterstützung von durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt angemessen“, sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Heizkostenzuschlag erhöhen und Energiesperren aussetzen
Das Bauministerium hat am 10. Januar eine Formulierungshilfe für den Gesetzentwurf veröffentlicht, darin aber keine eigenen Zahlen für die Berechnung des Zuschlags vorgelegt. Laut dem Energiepreisvergleichsportal Check24 haben inzwischen mehr als 1.000 Gasgrundversorger ihre Preise im Schnitt um 71,2 Prozent erhöht. Die Preiserhöhungen betreffen rund 3,6 Millionen Haushalte. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr wurden von dem Portal zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1.078 Euro pro Jahr errechnet. Selbst bei einem konservativen Ansatz würden die Zusatzkosten demnach über 500 Euro pro Haushalt und Jahr liegen. Der vzbv fordert die Bundesregierung deshalb auf, den Heizkostenzuschlag anzuheben, auf durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt.

Laut Plänen des Bauministeriums soll der Heizkostenzuschuss erst nach der Heizperiode ausgezahlt werden. Allerdings wird ein Teil der berechtigten 710.000 Haushalte schon während der Heizperiode mit stark gestiegenen Heizkostenrechnungen konfrontiert sein.

Damit Verbraucher aufgrund der explodierenden Preise diesen Winter nicht frieren müssen, fordert der vzbv die Politik zudem auf, Strom- und Gassperren für zahlungsunfähige Haushalte bis zum 30. April auszusetzen.
Autor: red

Kommentare
Marino50
16.01.2022, 11.29 Uhr
Zuschuss....
Nicht nur Wohngeldempfänger brauchen einen Zuschuss, auch Rentner bzw. Menschen, die vielleicht 10 € über der Bruttosumme für Wohngeld liegen. Stromgeld fällt nicht unter das Wohngeld. Das muss jeder selbst tragen. Alle Mrnschen, die noch unter der sogenannten Härtefallregelung liegen, sollten diesen Zuschuss erhalten.
Romikon
16.01.2022, 14.06 Uhr
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Kobold2
16.01.2022, 18.09 Uhr
hatten wir das
nicht schon mal, das der Staat sich um niedrige, Mieten, Energiepreise, Lebensmittelpreise, etc. gekümmert hat ???
Psychoanalytiker
16.01.2022, 18.11 Uhr
Ist dieses Land noch normal ?
Da werden ersteinmal "Energiepreise" angehoben, und dann wird wieder "zurückgezahlt". Und wie Marino50 richtig schreibt, bekommt nicht jeder diese Rückzahlung, nur "die Bedürftigen" sollen sie erhalten.

Und da liegt eben "der Hase im Pfeffer", denn liegt man auch nur 1 Cent über einer bestimmten "Bemessungsgrenze", bekommt man NICHTS. Und da gibt es viele "Bemessungsgrenzen" bei denen dies so ist, und die sich daraus ergebenden Zuschüsse addieren sich, Leistung für Leistung.

Nehmen wir als Beispiel NICHT den Geringverdiener mit 12 €/Stunde (= 2.200 €/Monat), sondern die Rentner, einmal mit geringer Rente, einmal mit Durchschnittsrente (1.500 €).

Dass diese Zuschüsse notwendig sind, stelle ich nicht in Frage. Dieses Land lobt sich selbst, dass man hier gut und gerne lebt. Dann soll auch geholfen werden. Der Rentner mit "geringer Rente" bekommt auf Grund dieser Bemessungsgrenze(n) aber eine Vielzahl an Zuschüssen, z.B. für Wohnen, Heizung, Energie, ÖPNV. Dann hat er noch eine Zuzahlungsbefreiung bei Rezepten, kann preisgemindert weitere Vorteile erhalten. Ähnliches gilt bei Hartz4 oder in Gänze auch bei "Flüchtlingshilfen" (Geld- und Sachleistungen)

Der Rentner, der "1 Cent" über der Bemessungsgrenze liegt, bekommt bei all den genannten Beispielen aber NICHTS, GARNICHTS hinzu. Und das ist bei all diesen und ähnlichen Zuschüssen so.

Am "Ende des Tages" bleibt es bei den im Beispiel genannten 1.500 € für den "Durchschnittsrentner", während gleichzeitig die "Zuschussberechtigten" dann z.B. 2.000 € erhalten haben. Ist das noch normal ?

Auch die Rentner, die knapp über der "Bemessungsgrenze" liegen, müss(t)en die im Artikel geforderten Zuschüsse erhalten, der "Abstand" gleichgehalten werden, weil deren Kosten auch erhöht sind (werden) ... .

Zu gut Deutsch:
Wenn also, wie hier gefordert 500 Euro Heizkostenzuschuss gefordert werden, dann erhalten Rentner mit "1.000 € Rente" am Ende 1.500 Euro.

Beim Rentner mit "1.500 Euro" gibt es wegen Überschreitung der Bemessungsgrenze 0,00 € an Zuschüssen, er hat dann nach wie vor auch 1.500 Euro. Solche Gesetzte oder Regelungen verhöhnen einerseits die Lebensleistung und führen andererseits zu Verwerfungen im sozialen Leben ... .
Fischkopp66
16.01.2022, 22.35 Uhr
Liebe nnz
Danke. Ihr wisst warum.
grobschmied56
17.01.2022, 00.03 Uhr
Ein Durchschnitts-Rentner mit...
... 1500 € im Monat wäre ich auch ganz gerne. Nach 45 Beitragsjahren sind es dann doch ein paar € weniger. Genau genommen ein PAAR HUNDERT. Worte wie die unseres weisen Landwirtschaftsministers Özdemir, welcher bitter über das 'Verramschen von Lebensmitteln' klagt, klingen in meinen Ohren eher wie blanker Hohn.
Fragt man Dr. Google, wieviel ein Bundesminister im Monat an Einkommen hat, bekommt man die Antwort:
16 440 €. Die habe ich auch (fast). Nur müssen die bei mir fürs ganze JAHR reichen.
Dabei geht es mir noch gut. Viele alleinstehende Frauen, die keine durchgehenden Beitragsjahre und keinen Lebenspartner haben, der ihre Not abdämpft, müssen mit regelrechten Hungerrenten auskommen und Flaschen sammeln, um über die Runden zu kommen. Mit denen sollte sich der Herr Özdemir vielleicht mal an einen Tisch setzen, um die Frage des 'VERRAMSCHENS VON LEBENSMITTELN' zu erörtern.

PS. Bin mir ziemlich sicher, er wird das nicht tun. Natürlich weiß er, daß er den Leuten gequirlte Grütze erzählt - und natürlich weiß er erst recht, daß alte und verzweifelte Menschen mitunter ganz schön ruppig werden können. Also wird er seine grüne Besserwisser-Blase nicht verlassen und weiter grünen Mist absondern.
adele
17.01.2022, 08.21 Uhr
Zuschuss für ALLE
ist meine Meinung, ich verstehe nicht wieso da diskutiert wird? In anderen Ländern wird das ganze Volk entlastet und in Deutschland wird auch noch das letzte aus dem Volk ausgepresst! Und das in einem Land wo viele im Moment ums Überleben (finanziell) kämpfen!!! Alleinverdiener "existieren" nur noch .....Traurig Traurig!!!!!
Psychoanalytiker
17.01.2022, 11.24 Uhr
Es ärgert zumindest mich ...
... wenn Politiker, egal welcher Partei, gegenüber Rentnern immer und immer wieder beteuern, dass deren Lebensleistung durch eine gerechte Rente geehrt werden soll. Bei all deren Überlegungen werden dann Rechnungen präsentiert, die ich als Frechheit betrachte, weil sie immer nur "sparen" beinhalten, bzw. darauf ausgerichtet sind.

Wie es gerade "genehm" ist, argumentiert "die Politik" (nebst "behördlichem Angang") statt mit Betrachtung der Rente des einzelnen Rentners mal mit Familieneinkommen (z.B. bei Arznei-Zuzahlungsbefreiungen), mal mit steigendem Lebensalter (nebst späterem Renteneintrittsalter), mal mit jahrgangsabhängig gestaffelter Steuererhöhung (bzw. sinkenden Steuerfreibeträgen) oder geht einfach davon aus, dass Rentner ja nicht mehr so viel Geld brauchen, weil sie keine Fahrkosten mehr haben, im "preiswerteren Osten" leben oder wegen eines Häuschens Miete sparen ... .

Irgend wie habe ich das Gefühl, dass die "So-Denkenden" die Realität nicht mehr kennen oder begreifen.

Ich schrieb es schon: "Mein wirklicher" theoretischer Durchschnittsrentner (Eckrentner) bekommt schon bald rund 700 Euro weniger, als der "Mindestlöhner" mit (zukünftig) 12 Euro/Stunde.
Und ich weiß sehr genau, dass sehr viele weit unter diesen 1.500 Euro und nur wenige weit darüber Rente erhalten. Es ist halt Statistik, die für das Rentenrecht herangezogen wird.

Und es ist ja "genug Geld da" (Jens Spahn 2016), aber nicht für die Zahlung von ehrlichen Renten, sondern für Menschen, die in unserem Land "noch nie" gearbeitet haben.

Und es kann nicht sein, dass durch diverse Zuwendungen die "Nie-Arbeitenden" die Renten "überholen", weil frei festgelegte Bemessungsgrenzen dies ermöglichen.

Wir "Deutschen" lassen uns soetwas gefallen, in Frankreich wäre dies nicht möglich ...
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